AniMoon Publishing hat am 28. Juli das 2. Volume von Toradora! herausgebracht. Statt eines Schubers wie bei Volume 1 gibt es diesmal ein Fanservice-Poster und zwei niedlichen Magnet-Buttons, ansonsten bleibt die Umsetzung wie gewohnt genial – und eigentlich, wird die Story auch erst jetzt so richtig interessant …

Tiefe Einblicke – ins Dekolleté und in die Vergangenheit

Denn die manipulative und empathisch-intelligente Ami bringt die Stimmung zwischen den Figuren ordentlich zum Kochen. Es scheint, als könne sie das Gefühlschaos als einzige entwirren und weiß, was die anderen wirklich wollen, bevor es ihnen selbst überhaupt klar wird. Außerdem gewährt sie gerne tiefe Einblicke und spielt mit eben den weiblichen Reizen, die Taiga fehlen – das sorgt immer wieder für Unmut und Ärger, aber Ami spielt eindeutig gerne mit dem Feuer. Trotzdem ist sie alles andere als nur eine Funktion. Sie ist mehr als nur die treibende Kraft, die die Handlung voranbringt. Sie ist, wie auch Ryuuji und die anderen, eine runde Figur, deren Psychologie und Hintergrund in diesem Volume in den Fokus rückt.

Toradora Volume 2 Strandhaus-Screenshot
Kitamura, Minori, Taiga Ryuuji und Ami in den Ferien. Toradora Volume 2, &copy AniMoon Publishing

Insgesamt taucht man auch in den Episoden dieses Teils tief in das Gefühlsleben der Figuren ein. Man lernt ihre Schwächen kennen, versteht ihre Zweifel an sich selbst und den anderen und lernt, wie das Zusammenleben dieser kleinen Gruppe eigentlich funktioniert. Die Dynamik bewegt sich etwas von Taiga und Ryuuji weg und räumt Minori, Kitamura und Ami mehr Zeit als in Volume 1 ein.

Wegweisende Albträume

Doch auch auf der Ebene der äußeren Handlung ist in diesem Volume einiges los: eine Schwimmbaderöffnung steht an und dann sind auch schon Ferien. Die muss man ja irgendwie verbringen, am besten natürlich mit dem Auserwählten. Dazu kommen noch allerhand prophetische Albträume, böse Geister, Gruselgeschichten und natürlich auch ganz alltägliche Probleme, die so manch einer auch aus der eigenen Schulzeit kennen mag. Zwischen Wettkämpfen, Selbstfindung und Konfrontationskursen bleibt eines nämlich deutlich: Der Anime will eine Geschichte mit Tiefe erzählen, deren Charaktere dem Zuschauer im Gedächtnis bleiben.

Und daraus ergibt sich schließlich eine so amüsante Mischung, dass man beim Schauen kaum bemerkt, wie die Zeit vergeht und die Episoden des Volumes sich ihrem Ende nähern. Die angenehme Synchronisation, die auf Deutsch ebenso gut umgesetzt wie das japanische Original ist, und die flüssige Animation runden das Bild ab.

Nackte Tatsachen und richtig scharfes Curry

Toradora Volume 2 Ami
Ami in brenzliger Lage. Toradora! Volume 2, &copy AniMoon Publishing

Neben all dem Drama geht der Comedy-Faktor aber nie verloren und emotionale Momente wirken selten all zu theatralisch. Allerdings hat Taiga durchaus ein Talent für übertriebene Auftritte – das sieht man auch in diesem Volume wieder. Erträglich werden solche Szenen durch Ami, die trocken das ausspricht, was man als Zuschauer denkt und dadurch Toradora! in Balance hält. Die Figuren setzen sich gegenseitig ins richtige Verhältnis und bewegen sich deshalb immer auf einem angenehm ausgewogenen Level von Drama, Romantik und Comedy.

Es wird betont, dass es am Ende meistens die Kleinigkeiten im Leben sind, die glücklich machen, zum Lachen bringen und es einem ermöglichen, wichtige Erkenntnisse über andere und sich selbst zu erlangen. Da reicht manchmal schon ein super-scharfes Curry als Auslöser, oder ein herunterfallendes Handtuch …

Toradora Volume 2 Paket
Toradora Volume 2 – Das gehört zur Edition. &copy AniMoon Publishing

Augen auf! Die Gespenster warten.

Man sollte eben niemals die Augen vor dem Verschließen, was das Schicksal so für einen bereithält. Schließlich ist es mit der Liebe, wie mit Gespenstern, sagt zumindest Minori und man kann ihr eigentlich nur Recht geben. Es ist eine Art von romantischer Verklärtheit, die in solchen Szenen durchschimmert und damit das Geschehen der äußeren Handlung nicht nur kommentiert, sondern ihr auch einen motivischen Rahmen verleiht – und das ist besonders. Das Skript und die Dialoge wirken auch in diesem zweiten Teil nach wie vor interessant und wissen die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.

“Hast du jemals ein Gespenst gesehen? Also ich, ich glaube an Gespenster, obwohl ich noch nie wirklich eins gesehen habe. Es ist komisch, aber ich glaube keinem, der behauptet eins gesehen zu haben. Weißt du, es ist ungefähr so, wie ich über die Liebe denke …”Minori

 

Info

Toradora Volume 2
Toradora Volume 2, © AniMoon Publishing

Toradora! Volume 2
Original Name: とらドラ!
Studio: J.C. Staff
Deutscher Publisher: AniMoon
Regisseur: Tatsuyuki Nagai
Drehbuch: Mari Okada
Musik: Yukari Hashimoto
Erschienen am: 2008 Japan, 16. Juni Deutschland
Synchronisation: Oxygen Sound Studios
Dialogregie: Jasmin Arnoldt
Länge: 25 Episoden
Freigegeben ab: 6
Genre: Romance, Comendy
Sprachen: Deutsch, Japanisch mit deutschen Untertiteln
Medium: BluRay

AniMoon Publishing hat am 28. Juli das 2. Volume von Toradora! herausgebracht. Statt eines Schubers wie bei Volume 1 gibt es diesmal ein Fanservice-Poster und zwei niedlichen Magnet-Buttons, ansonsten bleibt die Umsetzung wie gewohnt genial – und eigentlich, wird die Story auch erst jetzt so richtig interessant ... Tiefe Einblicke – ins Dekolleté und in die Vergangenheit Denn die manipulative und empathisch-intelligente Ami bringt die Stimmung zwischen den Figuren ordentlich zum Kochen. Es scheint, als könne sie das Gefühlschaos als einzige entwirren und weiß, was die anderen wirklich wollen, bevor es ihnen selbst überhaupt klar wird. Außerdem gewährt sie gerne…
Nachdem man gespannt auf die Forstezung gewartet hat, wird man auch nicht enttäuscht – die Geschichte wird geschickt weitererzählt und es wird einfach nicht langweilig mit Ryuuji, Taiga, Ami, Minori und Kitamura. Auch in Volume 2 erlebt die kleine Gruppe wieder fesselnde Abenteuer und lernt dabei das ein oder andere über Freundschaft und Liebe.

Toradora! Volume 2

Story - 85%
Idee - 85%
Animation - 90%
Charaktere - 90%
Sound - 90%
Synchronisation - 90%

88%

Nachdem man gespannt auf die Forstezung gewartet hat, wird man auch nicht enttäuscht – die Geschichte wird geschickt weitererzählt und es wird einfach nicht langweilig mit Ryuuji, Taiga, Ami, Minori und Kitamura. Auch in Volume 2 erlebt die kleine Gruppe wieder fesselnde Abenteuer und lernt dabei das ein oder andere über Freundschaft und Liebe.

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