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Animator Supporters starten neue Crowdfunding Kampagne für Animatoren

Bereits Anfang Februar startete die Organisation Animator Supporters eine Kampagne um Animatoren in Japan mit bezahlbarem Wohnraum zu unterstützen. Nun wurde eine neue Kampagne gestartet, die allerdings nicht das Ziel hat neue Animatoren zu unterstützen, sondern das Animeproduktionssystem im Ganzen zu verändern.

Auf der Projektseite heißt es dazu:

Es ist ziemlich teuer, einen Anime zu produzieren. Wenn also ein Anime kein Hit wird, ist das ein großes Problem. Um solche Situationen zu vermeiden, bildet das aktuelle Animeproduktionssystem ein Produktionskomitee, das aus Fernsehsender, Filmproduktionsfirmen, Werbeagenturen und Verlagen besteht. Die Produktionskosten werden unter ihnen aufgeteilt, sodass das finanzielle Risiko reduziert werden kann.

In gewisser Weise ist das richtig, dass eine Aufteilung der Kosten wichtig ist, um eine hohe Verschuldung zu vermeiden, aber das führt gleichzeitig auch zu Problemen. Beispielsweise reichen die vom Produktionskomitee an das Animestudio gezahlte Produktionsgebühr oft nicht aus. Viele Studios sind daher verschuldet. Infolgedessen können sie kein Gehalt an Animatoren zahlen und Animatoren müssen in Armut leben.

Außerdem gehen die Gewinne aus dem Verkauf eines Anime an das Produktionskomitee, sodass, selbst wenn es ein Hit wird, die Animatoren nichts von den Verkäufen haben. 

Um die Situation zu ändern, haben wir uns zum Ziel gesetzt, ein neues Animesystem zu schaffen, in dem die Gewinne aus dem Verkauf von Anime auch an die Animatoren zurück fließen. 

Mit dem Geld, das über die Kampagne gesammelt wird, will die Organisation einen Anime produzieren. Die Gewinne, die mit dem Anime erwirtschaftet werden, sollen komplett zu den Animatoren fließen.

Insgesamt sollten 17.136 Euro gesammelt werden.

Das Animatoren mit sehr niedrigen Löhne leben müssen, ist ein Problem über das sich bereits seit geraumer Zeit beschwert wird. Viele freiberufliche Animatoren verdienen trotz der Arbeitszeit von elf Stunden am Tag und sechs Arbeitstage pro Woche weniger als 1.060.000 Yen (8.200 €) im Jahr.

Quelle Twitter

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