Stats

Anzeige
Home Popkultur Anime Anime-Seiten-Kooperationsprojekt Vol. 20: Kinema Citrus

Anime-Seiten-Kooperationsprojekt Vol. 20: Kinema Citrus

Ein Blick in das Studio der Made in Abyss Macher

In Volume 20 des Anime-Seiten-Kooperationsprojektes geht es dieses Mal um das Anime-Studio Kinema Citrus.

Beim Anime-Seiten-Kooperationsprojekt handelt es sich um ein Interviewprojekt, das euch die Anime-Studios in Japan vorstellt. Das Projekt ist eine weltweite Kooperation und mit dabei ist unter anderem die größte japanische Anime-Webseite Anime! Anime!, Tokyo Otakumode, die größte chinesische Webseite Bahamut und Sumikai für Deutschland.

Alle Interviews findet ihr hier.

Kinema Citrus ist bekannt für die Werke: Made in Abyss, Revue Starlight, The Rising of the Shield Hero, Tokyo Magnitude 8.0 und weitere. Das Interview führte Tadashi Sudo.

Unsere Herausforderungen sind auf der Leinwand zu sehen: Die Power von Kinema Citrus 11 Jahre nach seiner Gründung

Kinema Citrus hat einen Hit nach dem anderen produziert, darunter so beliebte Serien wie „Made in Abyss“, „Revue Starlight“ und „The Rising of the Shield Hero“. Erst 2008 gegründet, ist es noch ein junges Studio. Gibt es ein Geheimnis für ihren Erfolg? Wir besuchten Kinema Citrus, um Sie danach zu fragen und fanden das Studio voller junger, tatkräftiger Mitarbeiter. Die Antwort scheint in dieser kraftvollen Umgebung zu liegen. Außerdem treiben Sie mutige neue Produktionsmethoden voran. Kinema Citrus ist darauf vorbereitet, ein repräsentatives Studio der nächsten Generation zu werden.

Plaktae der Anime des Studios im Flur des Büros
Plaktae der Anime des Studios im Flur des Büros

Wie gehen die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit vor? Wir haben uns mit Shinnosuke Harada aus der digitalen Abteilung und dem Animator und Charakterdesigner Hiroyuki Saita zusammengesetzt, um das herauszufinden.

Die Stärke von Kinema Citrus: Jeder fordert sich und gibt alles

Könnten Sie uns ein wenig darüber erzählen, wie Sie zu Kinema Citrus gekommen sind?

Shinnosuke Harada: Ich kam erst spät dazu. Nach der Universität war ich freiberuflich tätig und bin dann mit 27 Jahren in die Anime-Industrie eingestiegen. Zuerst war ich in der Abteilung für Anime-Fotografie tätig. Das dauerte etwa zwei Jahre. Ich interessierte mich für die Produktion und gerade als ich darüber nachdachte mich irgendwo zu bewerben, war Kinema Citrus der einzige Ort, an dem ich eine Einstellung bekam. Ich bin jetzt seit fünf Jahren hier und 32 Jahre alt.

Shinnosuke Harada
Shinnosuke Harada

Was machen Sie jetzt?

Harada: Ich arbeite an der Produktion. Hauptsächlich Farbgebung und 2D-Arbeiten, das Entwerfen von Plakaten, die im Hintergrund erscheinen, usw. Ich würde gerne in Zukunft in die Produktion wechseln. Außerdem leite ich die digitale Abteilung. Da ich mit Computern, einschließlich der digitalen Animation, gerne arbeite, übernehme ich die Verantwortung für den Übergang von Papier zu Digital, bereite die Einführung vor und organisiere Treffen zur Erstellung von Formaten.

Hiroyuki Saita: Ich arbeite in der Animationsabteilung, wo wir uns um das Charakterdesign kümmern. Bei Kinema Citrus arbeiten wir zur Zeit an „Kuma Miko: Girl Meets Bear“ und „Revue Starlight“.

Was hat Sie dazu bewogen, in die Anime-Industrie einzusteigen?

Saita: Ich habe in der Highschool angefangen Animes zu schauen und mich damals in sie verliebt.

Waren Sie damals gut im Zeichnen?

Saita: Nein, ich konnte überhaupt nicht zeichnen. Ich habe das Gefühl, dass ich erst mit dem Zeichnen begonnen habe, als ich in eine Fachschule kam. Etwa im dritten Jahr der Highschool gab mir eine Klassenkameradin ein Skizzenbuch in die Hand, in das jeder malen konnte und da habe ich angefangen zu zeichnen. Damals habe ich mich in das Zeichnen verliebt. Alle sagten, Sie wollten auf eine Schule mit einer Anime-Fakultät gehen, aber am Ende war es nur ich, der ging (lacht).

Hiroyuki Saita
Hiroyuki Saita

Wie kamen Sie dazu, an dem Charakterdesign für „Kuma Miko: Girl Meets Bear“ zu arbeiten?

Saita: Der freischaffende Animator Hisayuki Tabata lud mich ein, an den Eröffnungstiteln für Yuyushiki zu arbeiten und so kam ich mit Kinema Citrus zusammen. Nach und nach begannen Sie mir mehr Arbeit zu geben und dann baten Sie mich, am Charakterdesign für „Kuma Miko: Girl Meets Bear“ zu arbeiten.

Für junge Leute, die Animatoren werden und am Charakterdesign arbeiten wollen –  würden Sie diese enthusiastisch unterstützen, wie „nur zu, machen Sie es!“?

Saita: Wenn es Ihnen gefällt, dann denke ich, dass es gut ist, sie weiter zu fördern.

Welche Art von Leuten macht das gut?

Saita: Ich habe keine Ahnung! (lacht). Selbst diejenigen, die am Anfang überhaupt nicht gut sind, können nach einigen Jahren extrem tüchtig werden. Aber ich weiß nicht, was jemanden gut macht.

Sie sind beide noch jung, aber auch was die Mitarbeiter und Auftragnehmer im Allgemeinen betrifft, sind Sie ein ziemlich junges Studio.

Saita: Was die Animationsabteilung betrifft, so sind die Meisten Mitte 20.

Harada: Wir sind auch am oberen Ende der Skala angesiedelt. Ich bin im April dieses Jahres 32 Jahre alt geworden und ich bin einer der ältesten in der Produktion. Natürlich haben wir einige Veteranen in den 40er- und 50er-Jahren, aber etwa die Hälfte ist Anfang 20. Also ja, wir sind ein ziemlich junges Studio.

Beim Interview

Das ist also ihr Markenzeichen. Hat es Vorteile?

Saita: Ich meine das auf eine nette Art und Weise, aber Sie arbeiten alle hart für uns. Ich habe das Gefühl, dass sich jeder anstrengt und alles gibt. Wir bekommen einige erstaunliche Arbeiten hin, nicht wahr?

Don´t Sleep Kinema Citrus

Dürfen wir Sie ein wenig über ihre Arbeit fragen? Sie haben einige coole Serien wie „Made in Abyss“, „Starlight Revue“ und „The Rising of the Shield Hero“ produziert. Wie ist das passiert? Wie haben Sie sie ausgewählt? Sie müssen Sie doch ausgewählt haben, oder?

Harada: Wir sind uns mehr als alle anderen bewusst, dass man die Qualität schützen muss. CEO Muneki Ogasawara hat das in seiner Karriere immer gefördert und jetzt fühlt es sich an, als würde es Früchte tragen. Vielleicht (lacht).

Saita: Junge Leute haben eine Menge Leidenschaft. Sie sind alle dabei, sich zusammenzureißen und Sachen zu machen.

Made in Abyss ist auch in Deutschland sehr beliebt
Made in Abyss ist auch in Deutschland sehr beliebt

Gibt es eines der Werke von Kinema Citrus, das Sie besonders empfehlen würden?

Harada: Schwere Frage. Am Anfang wusste ich nur von „Kuma Miko: Girl Meets Bear“. (lacht). Es ist aus den frühen Tagen, aber auch Tokyo Magnitude 8.0 gefällt mir.

Saita: Sie haben es in Echtzeit gesehen.

Harada: Ich bin nicht gut mit guten Geschichten. Ich weine dann immer (lacht). Tokyo Magnitude 8.0 hat mich wirklich erwischt, ich mag es immer noch.

Das war der Ursprung von Kinema Citrus?

Harada: Ich glaube, das liegt daran, dass es diese spirituelle Qualität hat, aber wenn Sie Ogasawara fragen, könnte er Ihnen sagen, dass Sie sich irren (lacht). Dann ist da noch „Barakamon“. Ich habe das Gefühl, dass wir jetzt eine echte Vielfalt haben. Es ist ein bisschen anders als am Anfang, denn die Menschen haben sich verändert.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here