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Finanzielle Unterstützung der Familie sehr wichtig für japanische Animatoren

Es ist kein Geheimnis, dass Animatoren in Japan nicht sehr gut bezahlt werden. Wenn man allerdings neu in der Branche ist, ist es noch schwerer von diesem Job zu leben.

Der Verein Hōjin Jakunen-sō no Anime Seisakusha o Ōen suru kai (Vereinigung zur Unterstützung junger Animatoren) veröffentlichte einen Auszug der Ergebnisse einer Umfrage, die sie durchgeführt haben um die Arbeitsbedingungen der Animatoren besser zu verstehen. Dabei kam heraus, dass mehr als die Hälfte der Befragten angaben, von ihren Familien finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Das Ergebnis beinhaltet die Befragung von 44 Animatoren, die weniger als drei Jahre Branchenerfahrung haben. Sie wurden nach ihrer Lebenssituation, Schulden und den Arbeitsumständen und -abläufen befragt. Das Durchschnittsalter der Befragten lag bei 23 Jahren.

Die Ergebnisse zeigten, dass 12 Teilnehmer noch bei ihrer Familie lebten, 11 dieser 12 Animatoren sind allerdings nicht der Ernährer der Familie. Die Mehrheit lebt also nicht mehr zu Hause, aber von diesen 32 Leuten erhalten 11 finanzielle Unterstützung von ihren Familien. Damit bekommt knapp die Hälfte der Befragten Hilfe von ihren Familien.

14 Leute sind wiederum verschuldet, da sie das Geld für ihr Studium leihen mussten, dass sie nun zurückzahlen müssen.

Bei den Ergebnissen handelt es sich nur um einen Auszug, die vollständigen Ergebnisse der Umfrage werden noch bis März ausgewertet.

Animatoren sind in der Regel als Freiberufler tätig und haben mit hohen Lebenshaltungskosten zu kämpfen. Außerdem arbeiten sie sehr lange und werden oft schlecht bezahlt. Ein Animator, der für das Studio Xebec arbeitet, hatte 2016 eine Gehaltsabrechnung veröffentlicht.

Die Gehaltsabrechnung zeigte, das der Animator einen Monatslohn von 131.330 Yen (umgerechnet ca. 1.033,37 Euro) bekommt. Nach Angaben des Animators setzt sich der Betrag aus 130.000 Yen Grundgehalt und 5.300 Yen Fahrkosten zusammen, 3.970 Yen werden noch abgezogen.

Als Arbeitszeit wurde “so viel, wie geht in 24 Stunden” festgelegt, so der Angestellte.

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