First View: Alice & Zoroku – Erziehungsmethoden der alten Schule

Gestern am 2. April erschien bei Crunchyroll der Anime Alice & Zoroku als Simulcast. Wir haben uns die Doppelfolge für euch einmal genauer angeschaut und hier ist unser Eindruck dazu.

Worum geht es?

In der Geschichte von Alice & Zoroku existieren Mädchen, die “Träume von Alice” genannt werden und übernatürliche Fähigkeiten besitzen. Die Fähigkeiten erlauben es ihnen ihre Vorstellungen wahr werden zu lassen. Diese Mädchen wurden jedoch eingesperrt und werden nun als Versuchsobjekte misshandelt. Einzig und allein Sana, die die Fähigkeit beherrscht, physikalische Gesetze zu ignorieren und ihre Vorstellungen physisch zu manifestieren, konnte entkommen. Später trifft sie einen alten Mann namens Zoroku, der Störungen in seinem Alltag überhaupt nicht ausstehen kann. Schnell wird der nichtsahnende alte Herr in die Probleme des Mädchens verwickelt…

Die Story
Alice & Zoroku
© 2017: J.C.Staff / Tetsuya Imai / 今井哲也/徳間書店・「アリスと蔵六」製作委員会

Beim Einstieg in die Doppelfolge werden wir direkt ins Geschehen geworfen und finden uns bei der Flucht eines kleinen Mädchens wieder, die sich später als Protagonistin Sana herausstellt. Die Erzählung legt den Fokus allerdings nicht nur auf sie, sondern auch auf den alten Zoroku, den man in der Folge am längsten begleitet, während Sana mal erscheint und mal verschwindet.

Trotz der doppelt so langen Episode kann man noch nicht zu hundert Prozent sagen, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln könnte, doch diverse Ansätze sind bereits zu erkennen. Ohne zu viel verraten zu wollen kann man sagen, dass es ziemlich interessant und manchmal sogar lustig ist, wie die beiden sich langsam näher kennenlernen. Die anfangs komplex erscheinende Story wird im Laufe der Episode etwas simpler, sodass man sich leichter in die Geschichte hineinfindet. An Spannung fehlt es ebenfalls nicht. Dafür sorgen beispielsweise die Verfolgungsjagden und einige mysteriöse Vorfälle, wie das Erscheinen und die Unterstützung einer unbekannten Person. Die kleine Nebenhandlung mit den Yakuza war ebenfalls ein recht netter Einfall und äußerst amüsant.

Wer Lust auf eine übernatürliche Seinen-Geschichte mit einer Portion Fantasy und zwei völlig verschiedenen Hauptcharakteren hat, sollte sich diesen Anime nicht entgehen lassen.

Die Charaktere
Alice & Zoroku
© 2017: J.C.Staff / Tetsuya Imai / 今井哲也/徳間書店・「アリスと蔵六」製作委員会

In den zu sehenden 45 Minuten treffen wir bereits auf eine handvoll Charaktere, doch der Fokus liegt zunächst verstärkt auf den namensgebenden Figuren Sana, die auch als “Alice” oder “Rote Königin” bezeichnet wird, und dem alten aber noch fitten Zoroku. Sana ist ein kleines, vorlautes, aber liebenswertes Kind mit großen Plänen. Sie möchte nämlich ihre Freunde aus dem Institut, aus dem sie floh, befreien und dieses zerstören. Ihre unvorstellbare Kraft ist ihr dabei Fluch und Segen zugleich. Ihre naive kindliche Art ist das passende Gegenstück zu ihrem neuen Begleiter.

Zoroku Kashimura hingegen ist ein alter Mann der alten Schule, der trotz seines stets grimmigen Blicks ein gutes Herz besitzt. Er legt sehr großen Wert auf Normen wie Anstand, Ehrlichkeit, Respekt vor Älteren und Rücksicht auf andere. Seine Umgangsweisen sind ganz die alte Schule, was man besonders gut erkennt, wenn er Sana mehrfach wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen muss. Im Prinzip ist er der typische alte Mann, den man in diversen Anime wiederfindet und der sich meist großer Beliebtheit bei den Fans erfreut.

Die restlichen Figuren wie der Abteilungsleiter des Instituts oder die Zwillinge sind auch nicht ganz uninteressant, doch bisher gibt es nichts besonders Nennenswertes über sie.

Die Animation
Alice & Zoroku
© 2017: J.C.Staff / Tetsuya Imai / 今井哲也/徳間書店・「アリスと蔵六」製作委員会

Mit Ausnahme der CGI-Effekte, die man z.B. bei den Fahrzeugen sehen kann, und den leblosen Lippenbewegungen, bei denen der Mund öfters auf gleiche Weise auf und zu geht, ist die Animation ansonsten ziemlich gelungen. Die Farben in den jeweiligen Szenen sind gut gewählt, die Bewegungen sind in der Regel flüssig, die Hintergründe toll getroffen und auch das Charakterdesign hat etwas Nettes an sich. Vor allem bei Charakteren verschiedenen Alters machen sich einige Unterschiede bemerkbar. So werden z.B. die Kinder sehr niedlich dargestellt, ohne dass der Stil auf die älteren Figuren abfärbt.

Der Sound

Ein Opening Theme konnte man bisher nicht hören, das Ending dagegen war ganz in Ordnung, aber nicht unbedingt ein Ohrwurm. Der Soundtrack lässt sich auch gut hören und untermalt das Geschehen immer passend, brennt sich aber leider auch nicht direkt ins Gedächtnis. Die Sound-Qualität ist jedoch angenehm und lässt sich nicht bemängeln.

Die Synchronisation / Untertitel

Alle Sprecherinnen und Sprecher leisten eine tolle und überzeugende Arbeit, wie man es von ihnen kennt. Die Rollen wurden alle passend besetzt und die Figuren werden dementsprechend glaubwürdig präsentiert. Eine Auffälligkeit gab es jedoch, nämlich bei der Synchronisation auf die Lippenbewegungen. Hierbei ist es nun allerdings schwer zu sagen, ob es nun am Player lag oder doch nicht immer der Mund dann zuging, wenn die Figuren aufhörten zu sprechen. Sollte es tatsächlich ein Produktionsfehler sein, kann man diesen aber verkraften, da das Problem eher selten auffiel. Die Untertitel von Crunchyroll sind dafür wie immer sehr angenehm zu lesen und scheinen auch bei der Übersetzung durchgehend zu stimmen.

Info

Alice & Zoroku
Alice & Zoroku

Alice & Zoroku
Original Name: アリスと蔵六
Transkription: Arisu to Zōroku
Studio: J.C.Staff
Deutscher Anbieter: Crunchyroll
Regisseur: Katsushi Sakurabi
Drehbuch: Fumihiko Takayama
Musik: To-Mas Soundsight, Fluorescent Forest
Erschienen am: 2. April 2017
Länge: ? Episoden
Genre: Seinen, Fantasy, Supernatural
Medium: VoD

Eintrag bei aniSearch

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