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First View: Cells at Work! – So macht Biologie Spaß!

Bereits seit Samstag ist der TV-Anime Cells at Work! (Hataraku Saibō) im Simulcast-Programm von Wakanim zu sehen. Was diese Serie tatsächlich über Biologie lehrt, wollten wir gerne herausfinden.

Cells at Work! ist eine Anime-Adaption zu Akane Shimizus gleichnamigem Manga und handelt, wie der Name bereits vermuten lässt, vom „Arbeitsalltag“ unserer körpereigenen Zellen sowie deren Funktionen und Eigenschaften.

Die erste Episode erzählt von einem roten Blutkörperchen (Erythrozyt), das gerade einen Transport abgeschlossen hat, als plötzlich wie aus dem Nichts Bakterien (Pneumokokken) erscheinen und den Körper befallen. Glücklicherweise greift eines der weißen Blutkörperchen (neutrophile Leukozyten) rechtzeitig ein und beseitig die Fremdkörper ohne Zögern und Gnade. Allerdings kann eines der Bakterien bedauerlicherweise entkommen.

Cells at Work!
©Akane Shimizu/KODANSHA,Aniplex,davidproduction

Unser tollpatschiger Erythrozyt macht sich für einen weiteren Transport auf den Weg zur Lunge, verläuft sich dabei aber komplett und wird erneut vom flüchtigen Pneumococcus überfallen. Doch Leukozyt U-1146 ist wieder einmal pünktlich zur Stelle. Nach einem weiteren Kampf nehmen die beiden Zellen die Verfolgung des Fremdkörpers auf, um die Zellteilung des Pneumococcus und eine Erkrankung des Körpers, beispielsweise in Form einer Lungenentzündung, vorzubeugen.

Allein in dieser Episode lernt man bereits eine Vielzahl an verschiedenen Zellen kennen, darunter auch beispielsweise die T-Killerzellen. Gewisse Vorkenntnisse für Biologie können für das Verständnis nicht schaden, vor allem da viele Dinge nur angedeutet werden, aber unbedingt nötig ist dies nicht. Die meisten Vorgänge werden nämlich durch die Erzählerin, einige Infoboxen und den Charakteren selbst ausreichend logisch erklärt.

Cells at Work!
©Akane Shimizu/KODANSHA,Aniplex,davidproduction

Mit einer kräftigen Portion Witz und Charme gelingt es Cells at Work! nicht nur langjährige Biologie-Interessierte, sondern auch Einsteiger zu amüsieren und von sich zu überzeugen. Das Konzept, den menschlichen Körper in Form einer Stadt und die einzelnen Zellen in Uniformen gekleidet als Arbeiter zu repräsentieren, wurde kreativ und einfallsreich umgesetzt und macht den Anime sehenswert. Selbst die Action kommt dabei nicht zu kurz.

Der Anime entstand im Studio David Production, der Heimat von JoJo’s Bizarre Adventure, und wird mit einem markant-charmanten Zeichenstil sowie einer flüssigen Animation präsentiert. Die Aufmachung ist einfach prima gelungen und allein dadurch, dass die verschiedenen Zellgruppen und Bakterien alle ein völlig eigenes Design bekommen haben zeigt, dass nicht wenig Arbeit dahintersteckt. Schließlich hätte man, wäre man faul gewesen, den Figuren auch ganz simpel verschieden farbige Kleidung spendieren können, doch glücklicherweise ist dies nicht der Fall. Selbstverständlich ist ein Großteil davon der Mangaka Akane Shimizu zu verdanken.

Cells at Work!
©Akane Shimizu/KODANSHA,Aniplex,davidproduction

Das Opening „Mission! Ken – Kō – Dai – Ichi“ (Mission! Health First) wird von vier Cast-Mitgliedern, darunter Kana Hanazawa (Mayuri Shiina aus Steins;Gate) performt, während das Pop-Idol-Duo ClariS das Ending „CheerS“ beisteuert. Die beiden Theme-Songs sind munter und fröhlich angehaucht, wobei das Opening sogar einen albernen, humorvollen Touch besitzt. Der Soundtrack ist authentisch komponiert und untermalt die Szenen in einer passenden Art und Weise, bleibt jedoch nicht unbedingt im Gedächtnis hängen.

Die Synchronisation ist wieder einmal hervorragend gelungen, was bei Cast-Mitgliedern wie Kana Hanazawa, Tomoaki Maeno (Decim aus Death Parade) oder Daisuke Ono (Sebastian Michaelis aus Black Butler) überhaupt keine Überraschung ist. Die Charaktere, die ja eigentlich „nur“ Zellen darstellen, besitzen dank der überzeugenden Vertonung – in Kombination mit den Designs – verschiedenste, individuelle Persönlichkeiten. Wakanim spendiert dazu die passenden Untertitel, die durchgehend gut mitzuverfolgen sind. Hierzu zählen ebenfalls die Infoboxen, die hin und wieder zu sehen sind.

Fazit: Cells at Work! ist eine gelungene Anime-Adaption eines Manga, der die Funktionen und Tätigkeiten der zahlreichen menschlichen Zellen humorvoll erklärt. Natürlich sollte man den Anime einem Biologiebuch nicht vorziehen, da hier einige Aspekte auch absichtlich übertrieben dargestellt werden, wie z. B. der Raketenstart zum Ende der Episode hin. Man tut aber nichts Verkehrtes, wenn man zumindest einmal in den Anime hineinschnuppert.

Ansonsten bleibt uns nur noch zu sagen:
„Bei Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Anime-Beschreibung oder fragen Sie Ihren Publisher oder Ihr Magazin des Vertrauens.“

Info

Hataraku Saibou
Hataraku Saibou

Cells at Work!
Original Name: はたらく細胞
Transkription: Hataraku Saibō
Studio: David Production
Deutscher Anbieter: Wakanim
Regisseur: Kenichi Suzuki
Drehbuch: Yūko Kakihara, Kenichi Suzuki
Musik: Kenichirō Suehiro
Erschienen am: 7. Juli 2018
Länge: 13 Episoden
Genre: Seinen, Action, Comedy
Medium: VoD

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