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First View: Happy Sugar Life – Haben wir nicht alle Leichen im Keller?

Mit Happy Sugar Life hat Amazon in dieser Season einen Psycho-Horror-Thriller der besonderen Art mit in den Simulcast aufgenommen. Aber wie schneidet der Anime im Gegensatz zu anderen Psycho-Thrillern des Genres ab?

Das Monster im Inneren

Die Story dreht sich um Satou Matsuzaka, eine junge Teenagerin, die als Kellnerin ihren Lebensunterhalt verdient. Außerhalb ihrer Arbeitszeit kümmert sie sich um das kleine Mädchen Shio Kobe, die sie über alles liebt. Mehr als alles andere auf der ganzen Welt, weswegen Satou sogar die regelmäßigen Liebesbekundungen des anderen Geschlechts ablehnt, um sich besser um Shio kümmern zu können. Doch als Satou sich mit immer mehr Problemen und Stress in ihrem Leben konfrontiert sieht, zeigt sich, dass sich hinter der Fassade des süßen Mädchens etwas ganz anderes verbirgt. Denn sollte jemand die Liebe zwischen ihr und Shio gefährden, wird sie der Person das nicht verzeihen …

Happy Sugar Life, Satou as Yandere
Bild: Amazon Video

Ein süßes Lächeln und ein psychopathischer Blick

Innerhalb von nur wenigen Minuten entpuppt sich Satou als astreine Yandere. Yandere ist ein in der japanischen Popkultur häufig verwendeter Stereotyp bei Charakteren, wie auch der Stereotyp der Tsundere. Doch während Tsundere durch distanziertes, abweisendes Äußeres und liebevolles Inneres zu beschreiben sind, ist eine Yandere das exakte Gegenteil. Yandere scheinen auf den ersten Blick wie nette und liebenswürdige Personen. Es zeigt sich jedoch (manchmal mehr, manchmal weniger) schnell, dass hinter dieser Fassade eine psychopathische und gefährliche Persönlichkeit steckt.

Das berühmteste Beispiel einer Yandere ist wohl Yuno Gasai aus Mirai Nikki. Das junge Mädchen mit pinken Haaren erscheint wie ein liebenswürdiger und netter Charakter. Der Zuschauer lernt aber schnell die andere Seite von ihr kennen, nachdem sie anfängt, Menschen niederzumetzeln und ihr Verhalten stark zwanghafte Züge annimmt. Und genau auf diese Art von Stereotyp hat man sich mit Satou Matsuzaka fokussiert. Sie scheint durch ihr Verhalten und ihr Charakterdesign nicht nur ähnlich wie Gasai Yuno, sondern auch ihre Persönlichkeit entpuppt sich als sehr ähnlich.

Happy Sugar Life, Shio Satou Hug
Bild: Amazon Video

Aus Licht wird Dunkelheit

Der grundsätzliche Zeichenstil des Anime ist nichts, was man noch nicht gesehen hat. Es fallen aber keine groben Schnitzer in Sachen Qualität auf, auch wenn manche Hintergründe (besonders Nebencharaktere) stark vereinfacht gezeichnet sind. Dies wird aber auch als Stilmittel genutzt, um die innere Distanz von Satou gegenüber ihrer Umwelt und besonders anderen Menschen zu zeigen. Was ins Auge sticht, ist der abrupte Wechsel der Farbpalette des Anime. Der Anime basiert stark auf dem Wechsel zwischen der „hellen“, süßen und liebevollen Welt von Satou und der „dunklen“, düsteren und grausamen Seite, die sie besitzt. Diese abrupten Schnitte der Gefühlswelt werden stark durch die wechselnde Farbpalette unterstützt. So haben „glückliche“ Szenen eine sehr helle Farbpalette aus Pastellfarben. „Düstere“ Szenen hingegen bestehen aus sehr dunklen Farben und verzerrten Hintergrundmustern.

Passende Musik zu kontrastreichem Anime

Wie schon in den vorherigen Absätzen zu sehen ist, zeichnet sich der Anime besonders durch den abrupten Wechsel zwischen „hellem“ und „dunklem“ Stil aus. Sei es im Verhalten der Charaktere oder im Zeichenstil. Dieser Unterschied spiegelt sich ebenfalls besonders in der Musik wieder. So macht das Ending den Eindruck eines typischen Slice-Of-Life Anime, was im Kontrast zur düsteren Seite des Anime (und dem Ende der ersten Folge) steht. Das Opening hingegen ist genau in diesem Stil des Anime gestaltet. Obwohl es wie ein fröhliches Opening startet, wird durch die Visuals und Instrumentals ein düsterer Stil mit hineingestreut. Es scheint wie die Kombination der Openings eines fröhlichen Slice-Of-Life-Anime und eines Psycho-Thrillers, wie etwa Mirai Nikki.

Happy Sugar Life, Bloody Weapon
Bild: Amazon Video

Happy End?

Am Ende stellt sich natürlich die Frage, ob es Happy Sugar Life schafft, in die Fußstapfen der Psycho-Thriller- oder Yandere-Serien im Anime-Genre zu treten. Es zeigt sich bisher jedoch schon, dass der Anime weiß, mit dem Kontrast zwischen den Extremen „fröhlich“ und „düster“ zu spielen. Dadurch gelingt es, den Zuschauer weiter in den Anime eintauchen zu lassen. Der Effekt verursacht ein leichtes Gefühl von Unbehagen durch die psychopathische Seite von Satou. Das spricht auf jeden Fall jetzt schon für Potenziale eines Anime, der auch mit seinen weiteren Folgen zu begeistern weiß.

Happy Sugar Life
Happy Sugar Life

Info
Name: Happy Sugar Life
Original Name: ハッピーシュガーライフ
Transkription: Happi Shuga Raifu
Studio: Ezo’la
Deutscher Anbieter: Amazon
Regisseur: Keizo Kusakawa, Nobuyoshi Nagayama
Drehbuch: Touko Machida
Musik: Koichiro Kameyama
Erschienen am: 14. Juli 2018
Länge: 12 Episoden
Genre: Drama, Horror
Medium: VoD Jetzt anschauen

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