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First View: Run with the Wind – Plötzlich im Leichtathletikteam

Run with the Wind ist nicht der erste Sport-Anime und sicher nicht der letzte. Warum es sich trotzdem lohnt, der Leichtathletik-Serie eine Chance zu geben, erzählen wir euch in diesem First View. Die Story von Run with the Wind beinhaltet nämlich einen nicht unbedeutenden Twist.

Das Leben des Studienanfängers Kakeru Kurahara läuft nicht allzu rund. Erst verzockt er die Kaution für seine Wohnung beim Mahjongg, dann wird er beim Ladendiebstahl erwischt. Bei seiner Flucht hält ihn ein junger Mann auf, der sich als Haiji Kiyose vorstellt. Der will ihn jedoch nicht der Polizei übergeben, sondern bietet ihm ein sehr günstiges Zimmer inklusive Verpflegung an. Dass das irgendeinen Haken haben muss, bemerkt Kakeru erst, als er den Mietvertrag schon unterschrieben hat.

Denn das Haus, in das er gerade eingezogen ist, ist das Wohnheim des (ehemaligen) Leichtathletikteams seiner Universität. Wie Haiji seinen Mitbewohnern beim Abendessen erklärt, sind sie alle durch ihren Mietvertrag automatisch diesem Team beigetreten. Als wäre das nicht genug, hat er es sich in den Kopf gesetzt, mit ihnen am Hakone Ekiden Marathon teilzunehmen. Kein leichtes Unterfangen, denn außer ihm und Kakeru sind alle vollkommene Anfänger und von Haijis Idee überhaupt nicht begeistert.

Run with the Wind Jogging-Szene

Während Run with the Wind anderen Sport-Anime in vielen Aspekten ähnelt, besitzt die Story durch diesen Twist eine Menge Potential, um sich von der Masse abzuheben. Die Bildung eines Teams aus unerfahrenen und dazu (zunächst) unfreiwilligen Mitgliedern ist eine erfrischende Abwechslung, die zum Weiterschauen anregt. Auch die verschiedenen Charaktere, die in diesem Fall nicht einmal durch den Sport geeint sind, machen neugierig. Ob diese Innovationsmöglichkeiten in den kommenden Folgen auch genutzt werden, bleibt allerdings abzuwarten.

Wo der Serie Neues fehlt, überzeugt Qualität. Animation, Sound und Charakterdesign sind größtenteils klassisch, aber hochwertig gestaltet. Die Animationen sind stilistisch gesehen keineswegs ungewöhnlich, dafür jedoch sauber, flüssig und sorgfältig gezeichnet. Stimmungen werden visuell wie auditiv treffend ausgedrückt. Zwar finden sich unter den Charakteren die üblichen Stereotypen wieder, doch die bunte Mischung aus Persönlichkeiten sowie das gewissenhafte und detaillierte Charakterdesign lassen Run with the Wind auch hier aus der Masse hervorstechen.

Run with the Wind EInweihungsparty

Des Weiteren bietet der bereits erwähnte Plot-Twist großen Spielraum hinsichtlich der Charakter-Entwicklung. Warum will Haiji unbedingt am Hakone Ekiden Marathon teilnehmen? Wie werden seine Mitbewohner mit seinem Vorhaben umgehen? Warum scheint auch Kakeru nicht begeistert, obwohl er doch selbst regelmäßig läuft? Die erste Episode zeigt eine Reihe von Charakteren mit unterschiedlichsten Interessen, Motiven und Hintergründen. Als Zuschauer kann man sich nur wünschen, dass diese Vielfalt in den nächsten Folgen nicht unter den Tisch fällt.

Eine interessante Idee, eine hochwertige Produktion und individuell gestaltete Charaktere. Run with the Wind zeigt in der ersten Folge das Potential, sich bei erfolgreichen Sport-Anime wie Haikyu!! oder Kuroko’s Basketball einzureihen. Ob die Serie dieses Potential entsprechend ausnutzt, bleibt natürlich abzuwarten. Die erste Episode ist für Fans von Sport-Anime jedoch definitiv sehenswert.

Run with the Wind CoverInfo
Run with the Wind
Original Name: 風が強く吹いている
Transkription: Kaze ga Tsuyoku Fuite Iru
Studio: Production I.G
Deutscher Anbieter: Crunchyroll
Regisseur: Kazuya Nomura
Drehbuch: Kohei Kiyasu
Musik: Yuki Hayashi
Erschienen am: 03. Oktober 2018
Länge: circa 23 Minuten
Genre: Drama, Sport
Medium: VoD

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