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Gesehen – Code Geass: Akito the Exiled OVA 1 und 2 (Blu-ray)

Im August 2015 erschienen bei Kazé die ersten beiden OVAs der Code Geass: Akito the Exiled Filmreihe. Die Geschichte, die zwischen den beiden Staffeln der TV Serie spielt, haben wir uns mal genauer angeschaut.

Worum geht es?

Im Jahr 2017 marschiert das Heilige Britannische Reich wie einst in Japan in das Gebiet der Europäischen Republik (E.U.) ein, einer Allianz europäischer Nationen. Um die Niederlage abzuwenden, bildet die E.U.-Armee eine Sondereinheit: „Wyvern-Zero“. Diese Einheit von sogenannten Knightmare Frames, humanoiden Kampfmaschinen, besteht aus japanischen Jugendlichen aus Area 11, die meist ohne Rechte und Zukunftsperspektive in Ghettos leben. Zu den Mitgliedern dieser Einheit gehören auch Akito Hyûga und Kommandantin Leila Malkal, eine gebürtige Britannin adliger Abstammung, die den Wyvern-Knightmare-Trupp leitet. Sie müssen sich auf einen ausweglosen Kampf gegen das Heilige Britannische Reich vorbereiten, bei dem die Überlebensrate bei weniger als 5 Prozent liegt …
(Quelle: Kazé)

Die Story

Der erste von zwei Teilen der OVA Reihe beginnt zunächst mit einer kleinen historischen Erinnerungsstütze, damit man erstmal wieder in die Materie hinein kommt und leitet dann auf die Konflikte in der Europäischen Republik über. Zu Anfang wirkt das Ganze noch etwas wirr und fremd, vor allem da man ja mit komplett fremden Charakteren und selbst neuen Knightmare Frames konfrontiert wird. Fans, die von der TV Serie begeistert waren (wie meine Wenigkeit), werden es anfangs vielleicht erst schwer haben, sich an die neuen Charaktere zu gewöhnen, doch ist man erstmal drin, macht das Schauen auf jeden Fall Spaß.

Während der erste Film eher zum Einfinden, zur Vorstellung der Charaktere und der Situation zu dienen scheint, ist der zweite Teil eher actionlastiger und legt großen Wert auf die Mecha Kämpfe. Trotz der Tatsache, dass ich eher kein Mecha Fan bin, empfand ich den zweiten Teil dennoch als den besseren der beiden, weil einfach viel mehr Spannung und Dramatik enthalten ist – wie es auch in der TV Serie der Fall war.

Die Story ist zwar nicht annähernd so gut, wie die um Lelouch und die Schwarzen Ritter, aber dennoch sehr interessant und gewissen Punkten sogar echt packend, da die Hauptcharaktere so mysteriös und faszinierend wirken. Abgesehen davon warten an einigen Ecken auch so manche Überraschungen, die die meisten Fans sicher erfreuen dürften.

Die Idee

Auch wenn es sich hierbei um einen Spin-off handelt, wurde hier meiner Meinung nach ziemlich gute Arbeit geleistet. Statt einer Fortsetzung, die viele Fans wahrscheinlich als nicht so gut empfunden hätten, wurde an dessen Stelle eine Filmreihe produziert, die zwischen den beiden Staffeln der Serie und vor allem in einer komplett neuen Umgebung spielt, wodurch auf die Serie eigentlich kein Einfluss geübt werden kann – jedenfalls kein negativer. Rein von der Idee her sind diese OVAs jetzt nichts komplett neues oder nie dagewesenes, aber es wird hier eben auf eine solch interessante Weise rübergebracht, dass es einen nicht weiter stört. Auch wenn hier deutlich mehr Wert auf die Mecha Kämpfe gelegt wird, ist im Kern immer noch die typische Code Geass Atmosphäre zu sehen, da auch das Geass selbst eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Genaueres wird man wohl aber erst ab dem dritten Teil erfahren, welcher hierzulande jedoch noch nicht verfügbar ist.

Die Charaktere

Wie bereits erwähnt, wird es begeisterten Fans der TV Serie erst schwerfallen, sich an die neuen Charaktere, wie den Eleven Akito oder die Kommandantin Leila zu gewöhnen, doch mit der Zeit legt sich das, da beide überaus interessante Charakterzüge vorweisen, die einen einfach nu neugierig machen. Ich persönlich habe die beiden relativ schnell sympathisiert und freue mich schon sehr darauf, mehr von ihnen zu sehen und über sie zu erfahren. Besonders Leila als weibliche Protagonistin einzusetzen, empfinde ich als sehr positiv, da sie ihre Rolle wirklich überzeugend wiederspiegelt.

Im Laufe der beiden OVAs folgen noch einige weitere wichtige Charaktere, die ich auch sehr interessant finde, da man sie allesamt irgendwie nachvollziehen kann. Die Nebencharaktere wie die restlichen Mitglieder der Wyvern-Zero Einheit jedoch geraten zu sehr in den Hintergrund und sind nicht wirklich besonders oder interessant, weshalb man sie schnell vergisst und nicht wirklich sympathisieren kann, da es einfach keine relevanten Punkte gibt, an denen man anknüpfen könnte, um irgendeine Verbindung zu ihnen aufzubauen. Aber vielleicht ändert sich dies ja mit den restlichen Teilen der Reihe.

Die Animation

Vom Zeichenstil her ist Code Geass: Akito the Exiled zwar nach wie vor ganz im Schema der Serie, doch was die eigentliche Animation angeht, auf einem komplett anderen Level. Ersteinmal fällt auf, dass alles auf einem viel neueren Stand ist, als die TV Serie, die ja viel früher erschien. Außerdem kommt hier noch hinzu, dass es sich eben um Filme handelt und da wird ja auch viel mehr Zeit investiert, weil diese auch zur Verfügung steht und kein Zeitdruck wie bei der Produktion einer TV Serie herrscht – das denke ich jedenfalls mal. Des Weiteren sind die Hintergründe (Gebäude etc.) viel detailierter und realistischer dargestellt.

Der wohl wichtigste Aspekt sind wohl jedoch eindeutig die Mechas und deren Einsatz. Denn hier fällt jedem direkt auf, dass die Kämpfe sich komplett von denen der TV Serie unterscheiden, da auch sehr vviel auf CGI zurückgegriffen wurde. In meinen Augen sah das irgendwie eher unschön und unübersichtlich aus, da es vor allem den Charme des Vorgängers nicht mehr beibehält. Ich persönlich war nun nicht so davon angetan, was aber auch daran liegen mag, dass ich eben kein allzu großer Mecha Fan bin. Ich muss aber zugeben, dass die Kämpfe dadurch viel dynamicher und dreidimensionaler wirken und die Kämpfe somit auf die nächste Stufe treiben.
Um es kurz zu sagen: Es ist sicher nichts für jeden, aber die Kämpfe sind viel intensiver und ausgeprägter, was eingefleischte Mecha Fans sicher freuen dürfte.

Der Sound

Mir fehlte zwar diese Palette an unterschiedlichen Soundtracks aus der Serie, bei denen von tiefgründig bis episch alles vertreten war, aber auch die filmeigenen Tracks waren nicht übel und haben eigentlich immer zum Geschehen gepasst. Auch die eher ruhigere, nachdenkliche und schöne aber gleichzeitig leicht düstere Titelmelodie, die man immer an Ende der Filme und ihm Hauptmenü der Blu-ray hören kann, fand ich ganz nett und obwohl ich die energiegeladenen Openings der Code Geass TV Serie bevorzuge, hat mir auch dieser Songs gut gefallen.

Der restliche Sound ist auch gut in Szene gesetzt und ist immer klar, deutlich und passend. Auch die DTS-HD 5.1 Qualität trägt so einiges dazu bei.

Die Synchronisation

Im Grunde liegt hier eine tolle, für Kazé typische Synchronisation vor. Für mich als riesengroßer Code Geass Fan kommen die Filme zwar nicht annähernd an die Serie ran (also synchrontechnisch), aber trotzdem ist sie überaus gut gelungen und ich fand alle Rollen gut besetzt, auch wenn es erstmal eher ungewohnt und überraschend war, Sprecher wie Stefan Staudinger und Sebastian Christoph Jacob mit neuen Rollen zu hören,da man diese ja bereits als Lloyd und Schneizel aus der TV Serie kennt. Das wäre aber eigentlich auch der einzige Punkt, an dem ich ins Grübeln kam. Ansonsten leisten die Sprecher alle eine gute und überzeugende Arbeit. Vor allem Jan Makino liefert eine palettenreiche Stimmvielfalt für seine Rolle als Akito Hyuuga, was bei dieser Figur wohl sehr wichtig sein dürfte.

RolleSprecher
Akito HyuugaJan Makino
Leila MalkalJosephine Schmidt
Ryou SayamaDirk Stollberg
Yukiya NaruseFlorian Kein
Ayano KousakaAnita Hopt
Shin Hyuuga ShainguJaron Löwenberg
Anna ClementLaurine Betz
Ashley AshuraHenning Nöhren
Klaus WarwickStefan Staudinger
Hilda FaganBettina Kenney
Jean RoweAngelina Geisler
Michele ManfrediJörg Hengstler
Julius KingsleyNico Sablik
Suzaku KururugiKonrad Bösherz
Oscar HamelSebastian Christoph Jacob

Extras

(wird nicht bewertet)
Zusätzlich zum Schuber sind noch zwei Booklets (eins pro OVA) enthalten.

Fazit

Code Geass: Akito the Exiled ist ein guter Spin-off zur TV Serie, den man sich ruhigen Gewissens anschauen kann, ohn eine Verschlechterung bzw. einen negativen Einfluss auf die Atmosphäre der Serie befürchten zu müssen. Die Story und die Charaktere sind zwar nicht ganz so überragend, wie beim Vorgänger, aber dennoch spitze und eigentliche sollte man als Code Geass und allgemeiner Mecha Fan gut auf seine Kosten kommen.

Info

Code Geass: Akito the Exiled / © Kazé

Code Geass: Akito the Exiled
Original Name: コードギアス 亡国のアキト
Transkription: Kōdo Giasu: Bōkoku no Akito
Studio: Sunrise
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Kazuki Akane
Drehbuch: Hiroshi Ōnogi, Shigeru Morita
Musik: Ichiko Hashimoto
Erschienen am: 4. August 2012 (Japan), 28. August 2015 (Deutschland)
Synchronisation: TV+Synchron GmbH, Berlin
Dialogregie: Detlef Klein
Länge: 2 Filme in Form von OVAs (von insgesamt 5 Teilen)
Freigegeben ab: FSK 12
Genre: Military, Mecha, Drama, Action, Sci-Fi
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD

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