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Lu over the Wall – Meerjungfrauen auf Japanisch

Nachdem der preisgekrönte Film Your Name von Regisseur Makoto Shinkai auch hierzulande Erfolge feierte, kommt nun der nächste Animationsfilm aus dem Land der aufgehenden Sonne zu uns in die Kinos. Dieses Mal vom Erfolgsregisseur Masaaki Yuasa. Präsentiert wird Lu over the Wall am 25. September im Rahmen der Kazé Anime Nights auf deutschen und österreichischen Leinwänden.

Kai Ashimoto geht noch zur Mittelschule, als seine Eltern sich scheiden lassen und er gemeinsam mit seinem Vater von Tokyo in das verschlafene Fischerdorf Hinashi zieht. Der Junge, der fortan mit seinem Vater und seinem Großvater – einem Sonnenschirmmacher – zusammenlebt, hat Schwierigkeiten, mit seiner Familie über seine Gefühlswelt zu sprechen. Er ist introvertiert und einsam. Auch die Schule bereitet Kai keinen Spaß. Viel lieber zieht er sich zurück, schreibt Songs und veröffentlicht diese dann im Internet.

Als Kai von zwei Klassenkameraden gefragt wird, ob er nicht Teil ihrer Band SEIRÈN sein möchte, stimmt er nach anfänglichem Zögern zu. Die Jungs machen sich zum Üben auf nach Merfolk Island (Meerjungfrauen-Insel). Auf dieser geheimnisvollen Insel trifft Kai zum ersten Mal auf Lu, das Meerjungfraumädchen, das sich auf magische Weise zu seiner Musik hingezogen fühlt und begeistert dazu tanzt. Lus ausgelassene Art begeistert Kai und der schüchterne Junge beginnt, nach und nach aufzutauen. Doch seine Freundschaft zu der jungen Meerjungfrau ist nicht ganz ungefährlich.

Kais Großvater und die Dorfbewohner von Hinashi sind seit jeher davon überzeugt, dass Meerjungfrauen blutrünstige und gefährliche Wesen sind. Nach einem Schicksalsschlag bahnt sich eine Katastrophe an und Kai wird mit einer neuen Herausforderung konfrontiert. Wird es ihm gelingen, die Menschen von der Unschuld der Meeresbewohner zu überzeugen und somit das Dorf zu retten?

Lu over the Wall
Lu over the Wall © 2017 Lu Film Partners

Verspielt und reich an Varianten – Bildwelten in Lu Over the Wall

Lu over the Wall ist ein märchenhafter Animationsfilm, der durch einen expressiven Zeichenstil und die abwechslungsreiche musikalische Untermalung besticht. Ausgelassene Tanzszenen, skurrile Charaktere und mitreißende Bilder machen das Animations-Abenteuer komplett. Die Musik zu dieser fantasievollen Geschichte stammt übrigens aus der Feder von Takatsugu Muramatsu. Dieser zeichnet sich auch für die musikalische Untermalung von Mary und die Blume der Hexen und Erinnerungen an Marnie verantwortlich. Auch die deutsche Synchronisation des Films kann überzeugen – sowohl in emotionalen, als auch in lustigen Szenen. Die Dialoge wurden weitgehend flüssig dargeboten und können den Erwartungen der Zuschauer entsprechen.

Eine Story, die man kennt

Zugegebenermaßen besticht Lu over the Wall weniger durch seinen Inhalt als durch die facettenreiche Animation. Die Story könnte nämlich einfacher nicht sein: Ein Junge freundet sich mit einem nicht-menschlichen Wesen an und muss dieses dann vor den Menschen schützen, die es fürchten. Es bahnt sich Unheilvolles an und letztendlich liegt es am Protagonisten, die beiden Seiten zu einen und den Ort des Geschehens zu retten. Auch wenn man diese Story schon allzu häufig gesehen hat und das Ende bereits in den ersten Minuten vorhersagen kann. Es lohnt, den Film zu schauen, denn dieser lebt von mitreißenden Tanzmomenten und verrückten und skurrilen Charakteren. Die lassen einen auch gerne übersehen, dass Lu over the Wall an einigen Stellen etwas aus der Balance gerät. Manches ist sehr ausführlich gehalten, manches zu kurz. Trotzdem bleibt die Story bis zum Ende hin sympathisch und fantasievoll – ebenso wie die mitreißende Musik, die diesen Film zu einem sehenswerten Animations-Abenteuer macht.

Lu over the Wall
Lu over the Wall © 2017 Lu Film Partners

Für Regisseur Masaaki Yuasa ist es übrigens der zweite Animationsfilm seiner Karriere in Spielfilmlänge. Sein Debüt Mind Game kam 2004 in die Kinos und erhielt mehrere Preise. Auch Lu over the Wall wurde bereits auf mehreren internationalen Festivals gezeigt – unter anderem auf der Nippon Connection in Frankfurt. Auf dem Festival d’Animation Annecy, das weltweit bedeutendste Filmfest für internationale Animationsfilme, wurde Lu over the Wall als ‚Best Feature Film‘ mit dem Cristal 2017 gekrönt. Im Rahmen der Kazé Anime Nights könnt ihr den Film am 25. September in deutscher Synchronisation auf deutschen und österreichischen Leinwänden bewundern. Eine Liste aller Kinos, die den Film am 25. September zeigen, findet ihr auf der Webseite von Kazé.

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