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P.A. Works zahlt Animatoren nun 22% weniger als McDonalds

Dass die Anime-Branche ein hartes Geschäft für Animatoren ist, bei dem reichlich Überstunden anfallen aber nur wenig Vergütung gezahlt wird, dürfte bereits bekannt sein.

P.A. Works zählte bisher – neben Animationsstudios wie Kyoto Animation und Sunrise – zu jenen, die ihre Arbeitnehmer menschlich behandeln. Doch eine aktuelle Stellenanzeige des Studios sorgt für Aufregung. Ab der Frühjahrseason 2018 zahlt das Unternehmen seinen neuen Arbeitnehmern lediglich 770 Yen  (circa 4 EUR) pro Stunde, was den Mindestlohn der Toyama-Präfektur ausmacht, wo sich der Sitz des Studios befindet. Dies wäre ein Jahreseinkommen von 1.8 Millionen Yen (circa 12.000 EUR).

Im Vergleich zahlt P.A. Works seinen Mitarbeitern nun weniger, als McDonalds  (920 Yen pro Stunde). Japans Kulturgüter „Anime“ scheint demnach weniger wert zu sein, als Fast-Food-Verkauf. Wer jetzt denkt, damit zahle P.A. Works einen unterdurchschnittlichen Lohn, der irrt sich. Damit liegt das Studio bedauerlicherweise noch über dem Standard – 2 bis 5 Yen pro Stunde und 1.1 Millionen Yen im Jahr. Weshalb P.A. Works den Lohn kürzt, ist nicht bekannt, allerdings fließen wohl mitunter die Struktur der Produktionskomitees und der internationale illegale Download von Anime als Grund mit hinein.

Im Kontrast zu dieser unschönen Neuigkeit, gibt es allerdings auch gute: P.A. Works startet 2018 ein Trainingsprogramm für Animatoren, um junge Talente zu fördern. Anfang des Jahren äußerte das Studio auch Pläne, neue Mitarbeiter ab 2019 in ihr Monatsgehalt-Programm mit aufzunehmen.

Danke an Steve für den Newstipp.

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