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Toei Animation: Direktor möchte mehr Neueinsteiger für die Anime-Industrie

Toei Animation startet ambitioniertes Projekt

Toei Animation hat am vergangenen Donnerstag das 100 Year Anime Project angekündigt. Ziel des Projektes sei es, „einen Anime zu kreieren, der 100 Jahre lang relevant bei den Fans sei“. Dazu hat der aktuelle Direktor von Toei Animation, Katsuhiro Takagi, seine Gedanken zur Anime-Industrie geäußert.

Das 100 Year Anime Project soll den Kreativen in der Anime-Industrie helfen. Die Teilnehmer können Anime-Vorschläge einreichen, die dann in vier verschiedenen Projektgruppen bearbeitet werden. Es haben sowohl Amateure als auch Profis die Möglichkeit, an diesem Projekt mitzuwirken.

Es sollen Anime produziert werden, die es noch nie gab

Takagi hofft dabei, dass das Projekt Anime erschaffen wird, die in der bisherigen Form noch nicht bekannt seien. Es ist dabei die Premiere für Toei Animation, schließlich habe das Anime-Studio noch nie in der Studio-Laufbahn solch einen Aufruf gestartet.

Zum aktuellen Stand sagt der Direktor, dass trotz der großen Anzahl an produzierten Titeln es nur wenige zum wirklichen Hit schaffen. Es ist ein altbekannter Kampf, etwas zu erschaffen, das sowohl künstlerisch befriedigend als auch wirtschaftlich erfolgreich ist.

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„Anime hat die Macht, den menschlichen Verstand zu verändern“, wird Takagi zitiert. Denn als „er damals zu Toei Animation kam, gab es nur die Vorstellung, dass Anime für Kinder gedacht seien. Anime sind allerdings für alle Zielgruppen geeignet. Einer der Anime, der das geschafft hat, war damals Dr. Slump von Akira Toriyama.“

Er führt fort: „Allein die Charakterdarstellung – ein Mädchen mit Brille und herkömmlicher Freizeitkleidung. Damals war es normal, die Heldinnen mit großen Augen, blondem Haar und attraktiver Kleidung zu zeichnen. Arale war aber bodenständiger, konnte dadurch auch Kinder ansprechen“.

„Auch Sailor Moon kann man als so einen Titel bezeichnen. Im Endeffekt handelt es sich um eine Super-Sentai-Serie mit weiblichen Darstellern“.

Abschließend sagte Tagaki: „Ich denke, dass es nicht mehr weit entfernt ist, dass Anime als Ganzes einem Paradigmenwechsel durchlaufen wird. Ich möchte nicht sagen, dass unsere bisherige Denkweise starr ist, aber das Ziel dieses Projektes ist es, neue Ideen zu kreieren. So können Menschen, die bisher kaum etwas mit Anime zu tun haben, frische Konzepte einbringen, ohne auf Gewinne zu achten.

Die Kurse des 100 Year Anime Project lassen sich wie folgt einteilen:

  • A-Kurs
    Für Menschen ohne Erfahrung an der Arbeit von Anime oder Manga
  • B-Kurs
    Für erfahrene Menschen, die konkrete Ideen realisieren können
  • C-Kurs
    Hier suchen die Gruppenmitglieder Ideen für ein Remake des Animes Ikkyū-san
  • D-Kurs
    Richtet sich an erfahrene Animatoren und Background-Künstler, die sofort Anime-Projekte unterstützen können

Jeder Kurs hat diverse Prämien. So gibt es einen Geldpreis von einer Millionen Yen (ca. 8.150 Euro), 500.000 Yen (ca. 4.075 Euro) und 300.000 Yen (ca. 2.445 Euro).

Quelle: MW

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