Youtube muss Mail-Adressen bei Rechtsverstößen herausgeben

Revision zugelassen

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Bild: YouTube

Eigentlich muss man auf YouTube ein Impressum auf seinen Kanal schreiben, viele YouTuber wollen dies allerdings nicht. Gerade wenn jemand illegale Inhalte veröffentlicht, will man natürlich, dass niemand weiß, wer man ist.

Das Oberlandesgericht Frankfurt urteile nun allerdings, dass Google die E-Mail Adresse des Nutzers herausgeben muss. Die Telefonnummer und IP-Adresse seien dagegen nicht von diesen Auskunftsanspruch betroffen.

Geklagt hatte ein Filmverwerter wegen zwei Filmen, die Nutzer auf YouTube unter Pseudonym veröffentlicht wurden.

Am Montag teilte das Gericht mit, forderte das Unternehmen ursprünglich die Herausgabe der Klarnamen der Nutzer, Postanschrift, Telefonummer, E-Mail und IP-Adresse. Das wurde allerdings vom Landgericht Frankfurt vor etwas mehr als einem Jahr abgewiesen.

YouTube als gewerbsmäßiger Dienstleister laut dem Urheberrecht, Namen und Anschrift herausgeben, erklärte das OLG. Unter den Begriff Anschrift fällt aber auch die E-Mail Adresse, die IP-Adresse hingegen nicht.

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, da das OLG eine Revision zugelassen hat.

In der Vergangenheit haben Rechteinhaber immer wieder versucht gegen Nutzer vorzugehen, die urheberrechtlich geschützte Inhalte veröffentlicht haben. auch gab es immer wieder Klagen, die aber bisher zu keinen Erfolg geführt haben.

 

2 KOMMENTARE

  1. Bringt doch gar nichts. Man kann zur Not immer die E-Mail fälschen und dann unter einer anderen weitermachen. Ich seh da absolut kein Sinn.

    • Aber man kann dann über den eMail Hoster gehen. Sich wirklich im Netz zu verstecken, ist so gut wie unmöglich.

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