AnimeY Picks – Die besten Superkräfte

Das Repertoire an Superkräften ist in der gigantischen Welt der Manga und Anime unendlich. Von Unsichtbarkeit, Telekinese und Verwandlung zu Feuerbändigern und übermenschlicher Kraft ist alles möglich. Im zweiten Teil der »AnimeY Picks«-Reihe wählen wir unsere liebsten Superkraft. Die Reihenfolge ist dabei nicht aussagekräftig.

Gina meint: Trafalgar Law aus One Piece

Trafalgaw Laws Mächte resultieren aus der Teufelsfrucht Ope Ope no Mi (Deutsch: Operationsfrucht) und erlauben dem Nutzer, alles in einem von ihm erschaffenen »Room« (Raum) zu manipulieren. Bedeutet im Klartext, Law kann in diesem Umfeld beispielsweise Objekte vertauschen oder Lebewesen zerteilen, deren Einzelstücke dann kurz und schmerzlos neu anordnen, ohne dass sie dabei sterben, selbst wenn man deren Herz vertauscht. Es ist demzufolge eine Fähigkeit, die nicht zum Töten gedacht ist, aber dennoch eine effektive Waffe, wo die meisten Superkräfte ja doch eher darauf aus sind, dem Gegner Schaden zuzufügen.

So nebenbei finde ich die Mächte der Ope Ope no Mi auch sehr unterhaltsam. Man stelle sich das in Real vor: Angela Merkels Kopf auf Reiner Calmunds Körper, Kim Kardashians Gesäß an David Beckham oder die Münder mancher Politiker mit einer Banane austauschen. Ich würde damit definitiv viel Schabernack treiben *hehe*.

One Piece Unlimited World Red ©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION Game ©2014 NAMCO BANDAI Games Inc.

Mangakania meint: Rakan Sawa aus Silver Diamond

Die in meinen Augen stärkste Kraft ist die, mit der man die Natur beeinflussen kann. Und Rakan Sawa aus Sugiura Shihos Silver Diamond kann Pflanzen nach Belieben sprießen und gedeihen lassen, sowie sie nach seinem Willen formen. Das zeigt sich zuerst sehr eindrucksvoll an seinem voluminösen Garten hinter dem Anwesen seiner Familie, als er noch nichts von seiner Fähigkeit weiß. Später, als er Chigusa und Narushige begegnet und ihnen in deren ausgetrocknete Parallelwelt folgt, lernt er, seine Kraft besser und kontrollierter einzusetzen. Die daraus resultierenden Brücken-, Schutzmauer- und Uhren-Pflanzen sind überaus faszinierend. Sein Kontrahent, der Prinz, versucht alles, um die Ausbreitung des Grün zu verhindern. Doch so einfach lässt sich ein »Sanome« nicht unterkriegen …

Thobias meint: Lelouch vi Britannia alias Lelouch Lamperouge aus Code Geass

Auch wenn es mehr ein Fluch ist nutzt Lelouch sein Geass gleich einer übernatürlichen Gabe, die wie ein Segen auf ihn niederfiel. Von allen Facetten, die das Geass manifestieren kann, hat der Rebell die meiner Meinung nach nützlichste erhalten. Weder räumliche noch zeitliche Restriktionen schränken seine absoluten Befehle ein, die er anderen oktroyieren kann. Einzig die Einschränkung, dass das nur einmal pro Person geht zwingt ihn, wohl überlegt zu handeln. Hier spielt aber mit ein, dass ein Geass eh nur die Fähigkeit verleiht, die sein »Opfer« ohnehin begehrt. Dieser Umstand macht deutlich, dass Lelouch äußerst rational und fast emotionslos andere Menschen für seine Zwecke nutzt. Der oberflächliche Egoismus erodiert dadurch, dass seine Taten der unterdrückten Allgemeinheit genauso dienen, wie ihm selbst. Bewusst nutzt er diese Symbiose, gerät aber immer mehr in die Abgründe seiner eigenen Fähigkeiten. Das Geass ist also Fluch und Segen zugleich, zwei Seiten derselben Medaille. Über sich selbst hinauswachsend indem man sich selbst ergründet, versteht und Dinge als das akzeptiert, was sie sind.

Das ist das Geass und so sollte für mich auch eine Superkraft sein, persönlich weiterentwickelnd. Wie sagte Onkel Ben schon, große Kraft birgt große Verantwortung. Anstatt der Körper wird hier der Geist gestärkt und das finde ich überaus reizvoll, subtil und faszinierend, da das viel mehr Reflexion verlangt und eine tiefere Geschichte ermöglicht. Quasi eine Superkraft für Große.

©SUNRISE/PROJECT GEASS • MBS Character Design ©2006 CLAMP ©2009 VIZ Media Switzerland SA

fallenshadow meint: Han Jee-Han aus The Gamer

Hat sich das nicht schon jeder Zocker einmal gewünscht: das ganze Leben ein einziges Spiel, in dem man leveln und sich Fähigkeiten aneignen kann? Für den Protagonisten Han Jee-Han im koreanischen Webcomic The Gamer von Sung Sang-Young und Sang-Ah wird das von einem Tag auf den anderen Wirklichkeit. Mit der titelgebenden Fähigkeit »The Gamer« agiert der Oberstufenschüler mit typischen in-game Charakteristiken. So verfügt Jee-Han etwa über HP- sowie MP-Werte, steigt durch bestimmte Aktionen im Level auf und kann Erfahrungspunkte auf Statuswerte verteilen. Mit der Zeit eignet er sich die verschiedensten Fähigkeiten an, ob nun durch eigene körperliche Anstrengung oder über Skill Books, und wird so immer stärker. Zu seinem Repertoire für Angriff und Verteidigung zählen sowohl physische als auch magische Komponenten. Neben dem Level- und Fähigkeitensystem kommen noch weitere Vorteile der »The Gamer«-Kraft zum Tragen. So kann Jee-Han aus dem Nichts sein Inventar aufrufen und darin Gegenstände verstauen. Beim Kampf gegen Monster lassen diese oft Items oder Geld fallen, was die lukrative Seite der Fähigkeit zutage befördert.

Auf Han Jee-Hans Superkraft kann man schon richtig neidisch werden, da sie nicht nur in Extremsituationen nützlich ist, sondern auch im Alltag ihre Vorteile birgt. So helfen erhöhte Intelligenz- und Weisheitswerte beim Lernen. In kurzer Zeit hat man das komplette Mathebuch intus und schafft somit jede Prüfung. Mit dem gedroppten Geld muss sich Jee-Han auch keine Gedanken über einen Job machen. Das Potential von »The Gamer« scheint grenzenlos.

Grim meint: Accelerator aus To Aru Majutsu no Index

Accelerator besitzt die wohl mächtigste Esper-Fähigkeit unter den Schülern von Academy City. Diese besteht darin, alle Arten von Kräften in seiner Umgebung zu beeinflussen. Man kann sich, dass so ähnlich vorstellen wie die Vektoren aus Elfen Lied nur mit noch mehr Potenzial. Zum Beispiel könnte Accelerator Wirbelstürme erzeugen, in dem der Teenager die Richtung des Windes manipuliert oder er könnte gleich den Luftdruck um seinen Gegner ins Endlose ansteigen lassen. Statt nur die Extremitäten abzutrennen, lässt der sadistische Bursche sich so „kreative“ Dinge einfallen, wie den Blutkreislauf in seinem Gegner umdrehen. Es bieten sich schier endlose Möglichkeiten. Obendrein umgibt Accelerator, seitdem seine Kraft erwacht ist, ein dünnes Energiefeld, was ihn vor jeglichen Geschossen und Explosionen schützt. Eine unüberwindbare Mauer also. Sein albinohaftes Aussehen ist diesem Umstand auch entsprungen.

Seine mächtigen Fähigkeiten sind dem Teenager zu Kopf gestiegen und haben sich auf seine Persönlichkeit niedergeschlagen. Accelerator liebt es mit seinen Gegnern/Opfern zu spielen und sie in Angst zu versetzen. Seine Arroganz rührt daher, dass der Junge schlicht unantastbar ist, oder dies zumindest glaubte, bis er unseren Protagonisten, den Level 0-Epser Touma begegnete und die Tracht Prügel seines Lebens erhielt …

© Kazuma Kamachi/ASCII MEDIA WORKS/PROJECT-INDEX

Nun ist es an euch uns zu sagen: Welches ist eure Lieblingskraft? Stimmt ihr uns zu oder haben wir etwas übersehen?

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