AnimeY Picks – Schlimmstes Serien-Ende

Es ist gerade in aller Munde: In Game of Thrones sterben die geliebten Hauptcharaktere wie die Fliegen. Während man sich bei besagter Serie noch darauf vorbereiten kann und damit rechnet, kommen schlimme Schicksalsschläge in Lieblingsserien oft unerwartet und schmerzen ganz besonders. Das Team von AnimeY hat euch ihre schlimmsten Serienenden zusammengestellt. Die Reihenfolge spielt dabei keine Rolle.

Warnung: In diesem Artikel werden die letzten Minuten/Seiten von Serien behandelt, was selbstverständlich SPOILER enthalten wird. Wenn ihr die entsprechenden Reihe noch nicht kennt, solltet ihr die sie lieber zur Hand nehmen und vorab selbst lesen beziehungsweise anschauen!

Gina meint Vampire Knight (Manga)

Matsuri Hinos Dreiecksbeziehung zwischen den Vampirgeschwistern Yuuki und Kaname Kuran sowie den zum Blutsauger gemachten Jugendlichen Zero endete für mich sehr enttäuscht, da der Ausgang nichts Halbes und nichts Ganzes ergibt. Yuukis geliebter Kaname opfert sich zum Wohle der Menschen und das Vampirmädchen lebt ein unerfülltes Liebesleben an der Seite von Zero, der die einseitige Liebe auch noch bis zu seinem Tod duldet und mit ihr Kinder in die Welt setzt. Was soll man dazu sagen … Wer die Geschichte kennt, der weiß, dass Zeros Schicksal schon tragisch genug und sein Hass auf Vampire gerechtfertigt ist. Das die verzwickte Beziehung nicht gut enden würde, war mir von vorne herein klar. Sicherlich lädt der Ausgang auch zum Interpretieren ein. Dennoch fand ich ihn sehr unbefriedigend, was aber mitunter daran liegt, dass ich Zero sehr mochte – wenn auch kein Freund von dem Yuuki x Zero Pairing bin.

Vampire Knight Band 1 © 2005 Matsuri Hino / Hakusensha

Mangakania meint No. 6 (Anime)

Das Ende der Mangaadaption von No.6, die aktuell bei Egmont Manga publiziert wird, ist uns bisher noch nicht bekannt. Doch der Anime ist bereits abgeschlossen und sein Ende gefällt mir überhaupt nicht. Wieso nur haben Japaner diese verdrehte Logik, dass ein Happy End darin bestehen kann, dass zwei liebende Menschen voneinander getrennt leben? Diese Art von Auflösung ärgerte mich bereits in Studio Ghiblis Prinzessin Mononoke, und bei diesem emotionalen Titel erst recht. Nezumi und Shion hätten nach ihrem tödlichen Trip in die Fabrik und Shions wahnsinnigen Sinneswandlungen durchaus verdient, einfach mal Ruhe und Frieden genießen zu können!

© Atsuko Asano, Kodansha / Project No.6

Juu meint Rave (Manga)

Rave ist eine 35-bändige Abenteuerserie, die mir ans Herz gewachsen ist. Ich mochte die Charaktere, die Kämpfe, und das sogar mehrere Romanzen in dem Plot eingearbeitet waren, fand ich großartig. Das Erstlingswerk vom bekannten Fairy Tail-Zeichner Hiro Mashima wusste zu gefallen, auch wenn der Titel sich nicht richtig verkaufte. Meiner Meinung nach sehr schade, aber man muss die Schlenker, die der Mangaka immer wieder einlegt, auch mögen. Doch gerade am Ende setzte er wieder einen solchen ein, den ich mit einem Wort einfach beschreiben kann: UNNÖTIG! Nach dem großen, finalen, monströsen, überwältigen Kampf stirbt Haru (der Hauptcharakter) in einer selbst aufopfernden Geste, die den gesamten Planeten rettet – das Übliche. Elli verliert abermals ihr Gedächtnis, nachdem sie Haru umgebracht hatte – sehr pragmatisch die Dame – und kehrt in ein ruhiges Leben zurück. Am Todestag des Ravemasters nimmt die Truppe Elli mit zu seinem Grab, wo aus dem NICHTS Haru wieder aufersteht – ohne jeglichen ersichtlichen Grund – und das Mädchen sich aus heiterem Himmel wieder an alles erinnert. Verständlich das sämtliche Leser vermutlich ein großes Fragezeichen über dem Kopf hatten. Wie eingangs schon beschrieben war dieser Schlenker am Ende einfach unnötig und nicht nachzuvollziehen.

RAVE 1 © 1999 Hiro Mashima/Kodansha

Grim meint Another (Anime)

Für mich ist ein schlechtes Ende, eines das von der Stimmung her sich mit dem Rest der Serie beißt oder das kaputt macht, was die Serie bis zu dem Punkt aufgebaut hat. Im Fall von dem Horror-Mystery-Anime Another ist beides eingetreten. Durchweg war die Serie wirklich herausragend darin, die dichte Atmosphäre aufzubauen. Als Zuschauer begleitete einen ständig das unwohle Gefühl, weil die Schüler auf befremdliche Weise das drohende Unheil konsequent ignoriert haben. Man konnte sich wunderbar in den Protagonisten hineinversetzen, in seinem Drang die Wahrheit zu erfahren. Doch in den letzten Episoden läuft alles aus dem Ruder, als die Schüler einen Ausflug zu einem alten Herrenhaus machen …

Dieses Anwesen kracht buchstäblich in sich zusammen, während alle wie wilde Hühner in Panik geraten und versuchen die Flucht zu ergreifen, von dem Trümmern erschlagen oder vom Feuer eingekesselt werden. Fürchterlich, wie im Minutentakt die Figuren schwer verletzt oder gar das Zeitliche segnen. Zudem verletzten die Ereignisse die Gesetzmäßigkeiten, die bisdato mit dem schleichenden Tod einhergehen und solange versucht wurden zu erklären. Ich geb zu, es gab auch schon davor ein paar absurde und verstörende Tode, die vom Trash-Faktor etwas von Final Destination hatten. ABER das, was hier am Ende abgeliefert wurde, war eine völlige Überdosis. Es war so schrecklich und hat mich so aufgeregt, dass ich zum Teil kopfschüttelnd vom Bildschirm wegsehen musste.

© 2012 Yukito Ayatsuji • KADOKAWASHOTEN / Team Another

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