My Magic Fridays – Manga-Test

Neko to Watashi no Kinyobi – das aktuelle Werk der populären Shojo-Mangaka Arina Tanemura – erscheint seit Anfang Februar 2013 in Shueishas Margaret-MagazinIm März 2014 wurde der vierte Sammelband in Japan publiziert. TOKYOPOP holte den Titel unter My Magic Fridays nach Deutschland: Seit Mitte April 2014 steht das erste Volume in den Bücherläden. Tanemura-sensei kommt nun erstmals mit einer Romantik-Geschichte daher, die an ein älteres, weibliches Publikum gerichtet ist. Was das erste Taschenbuch parat hält, verrät euch dieser Artikel.

Die 16-jährige Highschool-Schülerin Ai Tachibana ist ein ganz normales Mädchen, das niedliche Dinge und Schokolade mag. Zudem schwärmt sie für den populären Mia Serizawa, der eine Klassenstufe über Ai ist und ziemlich gut mit ihr klarkommt. Ai begegnet dem Schüler jeden Freitag in der Bibliothek. Schließlich wird das Mädchen gefragt, ob sie dem Mittelschüler Nekota beim Lernen helfen könnte. Ai kennt den niedlichen Jungen von früher und lehnt das Angebot nicht ab, zumal sie sich dadurch etwas Geld dazuverdienen kann und Nekotas Eltern mit der Bezahlung nicht gerade geizen, da diese steinreich sind. Ai lernt nun jeden Freitag mit dem Jungen.

Zufälligerweise bekommt Mia mit, wie die Ai davon redet. Der Highschool-Schüler gesteht ihr in dem Zusammenhang, dass ihm andere Mädchen egal seien, er wolle ein normales Mädchen wie sie. Mia würde freitags nur zur Bibliothek gehen, um Ai sehen zu können. Er wundert sich, warum Ai seine Gefühle ihr gegenüber noch nicht verstanden hat.

Ai ist beim Lernen mit Nekota mit ihren Gedanken bei ihrem Schwarm, was dem süßen Jungen nicht entgeht. Sie beschließt, Mia ihre Liebe in einem Brief zu gestehen. Doch kaum steht das Mädchen ihm gegenüber muss Ai feststellen, dass der Brief nicht in ihrer Tasche ist. Sie sucht verzweifeln nach ihn, findet diesen letztendlich in Nekotas Wohnung. Wie sich nun herausstellt, hat es der Mittelschüler Faust dick hinter den Ohren und gleicht keinem Engel, wie es Ai stets behauptet hat. Er ist schon lange in Ai verliebt, nachdem diese ihn damals mit hohem Fieber nach Hause getragen hatte. Nekota möchte verhindern, dass sie ihrem Schwarm die Liebe gesteht, stattdessen will er ihr Herz gewinnen. Für Ai ist das unvorstellbar und dennoch gelingt es Nekota mit seinem Charme ihr Herz durcheinanderzubringen. Nun ist das Chaos natürlich perfekt.

In Arina Tanemuras Neko to Watashi Kinyobi wendet sich der »Freitag« für die Protagonistin Ai zu einem schicksalhaften Tag. Das Liebeskarussell dreht sich plötzlich zwischen der Highschool-Schülerin, dessen ein Jahr älteren Schwarm Mia und dem Mittelschüler Nekota. Das Chaos ist dadurch perfekt – immerhin gelingt es dem jüngeren Nekoto, der sich eigentlich nur wenig Chancen bei Ai einredet, ihr gegenüber aber dennoch sehr direkt mit seinen Gefühlen ist, das Herz der 16-Jährigen in Wallungen zu bringen. Leser dürften auch eher selten Shojo-Geschichten finden, in denen ein Mittelschüler um die Gunst eines älteren Mädchens kämpft, was der Story etwas Spezielles verleiht. Natürlich hat auch Mia in dem Punkt noch ein Wörtchen mitzureden. Romantik und Spaß sind da vorprogrammiert. Tanemura-senseis Protagonisten sind durchaus unterhaltsam, Mia und den direkten Nekota wird man sicherlich schnell ins Herz schließen. Ais Charakter erscheint mir im ersten Band aufgrund ihrer naiven Art doch noch etwas zu schwach. Bleibt zu hoffen, dass sich dieser Punkt in den nächsten Volumes ändert.

Arina Tanemuras My Magic Fridays glänzt – wie zahlreiche andere Werke der Mangaka – mit schönen Illustrationen, wobei das Charakterdesign dem ihrer früheren Serien immer noch zu sehr ähnelt, was aber nicht unbedingt negativ bewertet werden muss. Tanemura-sensei hat nun mal ihren eigenen unverkennbaren Stil.

Arina Tanemuras My Magic Fridays bietet dem Leser eine romantische Alltagsgeschichte. Zwei attraktive männliche Protagonisten bringen das Herz der Oberschülerin Ai ins Wanken. Speziell dürfte dabei sein, dass einer der Jungs noch die Mittelschule besucht. Die Handlung selbst bewegt sich im Durchschnittsbereich, sie beinhaltet alles, was sich Fans dieses Genres wünschen – nicht mehr aber auch nicht weniger. Für jede Menge Spaß, Knistermomente und attraktive Protagonisten ist gesorgt, wobei mir Ais naive Art doch etwas negativ ins Auge stich. Der erste Band endet mit dem Cliffhanger, dass das Mädchen sich innerlich zwischen den beiden Jungs hin und her gerissen fühlt. Da küsst ihr Schwarm sie auch noch unverhofft, obwohl Ai Nekota ihren ersten Kuss »versprochen« hat.

Wir bedanken uns bei TOKYOPOP für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu My Magic Fridays, Band 1.

Neko to Watashi Kinyobi © 2013 by Arina Tanemura/Shueisha Inc.
My Magic Fridays © TOKYOPOP GmbH, Hamburg 2014