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Wolf Girl & Black Prince, Band 3 – Manga-Test

Eine Achterbahn der Gefühle: Erika ist sich nach wie vor nicht sicher, ob der sadistische Kyoya, mit dem sie eine Fake-Beziehung führt, etwas für sie empfindet. Ob Ayuko Hatta dem Leser in Band 3 von Wolf Girl & Black Prince Erleuchtung schenkt, das wird sich zeigen. Was euch in diesem Volume erwartet, dem geht Sumikai in diesem Artikel auf den Grund.

Erika ist Kyoya schon ein paar Tage nicht mehr über den Weg gelaufen und freut sich, ihn nach den Ferien endlich wiederzusehen. Die Halskette, welche der Junge ihr geschenkt hat, vertröstete das Mädchen in der Zeit. Schließlich muss Erika feststellen, dass sich trotz Kyoyas netter Worte in den Winterferien nichts verändert hat. Der Junge ist immer noch genauso ätzend zu ihr, wie sonst auch.

Doch darüber sollte sich Erika weniger Gedanken machen, denn ihre Schulnoten sind im Keller. Damit sie die nächsten Tests besteht, schlägt Kyoya vor, dass er ein paar Tage mit ihre bei ihm zu Hause lernen wird. Das Kopfkino von Erika spielt natürlich verrückt: Schließlich übernachtet sie bei Kyoya. Letztendlich kann sich Erika beim Lernen mit ihm nicht wirklich konzentrieren, was Kyoya auf die Palme bringt, und dieser meint schließlich, er hätte sie von vornherein nicht als Frau gesehen. Erika ist enttäuscht, hält sich aber nicht lange damit auf, da plötzlich Stormausfall ist. Das Mädchen muss noch dazu dringend aufs Klo und da die Spülung durch die fehlende Elektrizität versagt, macht sie sich im Schneetreiben auf dem Weg zu einer öffentlichen Toilette. Da Erika ziemlich lange braucht, um zurückzukehren, macht sich Kyoya Sorgen. Wie sich die Situation löst, das erfahrt ihr in Wolf Girl & Black Prince Band 3 …

Hatta-sensei bleibt zunächst bei dem Schema, dass sich Kyoya in fast jeder Situation daneben benimmt, aber im Endeffekt irgendeine Kleinigkeit tut, die Erikas Herz wieder besänftigt. Das Mädchen klammert sich schon förmlich an diese winzigen Gesten. Erika ist nun mal in Kyoya verliebt. Dennoch wird sich nicht jede Leserin mit dieser Protagonistin identifizieren können. Im Endeffekt ist sie naiv genug, sich auf so ein Spielchen einzulassen, und das, obwohl Kyoya sehr scharfe Brocken von sich gibt. Für den Leser sehr frustrierend. Wobei man zu Erikas Verteidigung nach wie vor sagen muss: Sie kann einstecken und kontern! Was mir bisher schwerfällt, ist Sympathie für Kyoya zu entwickeln. Er hat sicherlich seine »guten« Seiten und Kyoyas undurchsichtige Art in Verbindung mit der scharfen Zunge mag einige Fragezeichen aufwerfen – man möchte definitiv wissen, warum er sich großteils so abartig benimmt – aber irgendwo erweckt dieses Zusammenspiel eher Mitleid für Erika.

Hatta-sensei zückt letztendlich eine shojotypische Wendung hervor: Das Herrchen-Hund-Verhältnis gerät stark ins Wanken, nachdem mit Kusakabe ein Junge ins Spiel gebracht wird, der sich sehr um Erika bemüht und charakterlich das genaue Gegenteil von Kyoya ist. Bleibt abzuwarten, ob dieser doch einen Funken für sie übrig hat und künftig um Erikas Gunst kämpft.

Ayuko Hattas Wolf Girl & Black Prince Ausgabe 3 kommt im gewöhnlichen Taschenbuchformat und inkludiert die Kapitel acht bis zehn sowie die Kurzgeschichte Ich bin kein Clown.

Wolf Girl & Black Prince spaltet inzwischen meine Meinung. Wir haben hier eine Protagonistin, die einerseits naiv ist aber doch weiß, was sie will beziehungsweise die richtigen Worte in einer brisanten Situation findet. Erikas Herz gehört inzwischen Kyoya und das ist dem Jungen bewusst. Dennoch hat er nichts Besseres zu tun, als ihr immer wieder aufs Neue einen Stich ins Herz zu versetzen. Das macht Kyoya als Liebespartner unattraktiv, zumal sich an seiner Haltung bisher nichts ändert. Was auch immer der Grund dafür sein mag, es rechtfertigt keine Respektlosigkeit. Ein großer Comedy-Anteil ist in Band 3 zwar vorhanden, aber irgendwo lag mir das Lachen schwer im Magen, da die Gags hauptsächlich im Zusammenspiel von Kyoya und Erika entstehen, die jedoch als Pärchen bisher nicht so recht funktionieren. Bei den zweien baut sich zumindest in mir eine Anti-Stimmung auf, von der ich hoffe, dass Hatta-sensei sie in der vierten Ausgabe wieder mindern kann.

Freundlicherweise wurde uns ein Rezensionsexemplar zu Wolf Girl & Black Prince, Band 3 von Kazé zur Verfügung gestellt.

Ookami Shojo to Kuro Ohji © 2011 Ayuko Hatta, Shueisha Inc.
Wolf Girl & Black Prince, Band 3 © 2015 VIZ Media Switzerland SA

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