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Die Teilnehmer erhalten als Belohnung exklusive Kunstwerke

Crowdfunding-Kampagne zur Rettung des Totoro-Waldes gestartet

Der Studio Ghibli-Regisseur Hayao Miyazaki ist dafür bekannt, in seinen Filmen große Themen wie Umweltschutz anzusprechen. Allerdings geht er notfalls auch weiter. Jetzt beteiligt er sich mit 300 Millionen Yen (etwa 2,1 Millionen Euro) an der Rettung des Waldes, in dem der kleine Geist aus „Mein Nachbar Totoro“ geboren wurde.

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Noch heute geht Hayao Miyazaki gern in den Bergen von Sayama in der Nähe der Stadt Tokorozawa (Präfektur Saitama) spazieren. Der 81-jährige Regisseur, der seit 52 Jahren selbst in Tokorozawa lebt, erinnert immer wieder an die besondere Bedeutung der Gegend für seine Arbeit. So erklärte Miyazaki, wenn er nicht in Tokorozawa leben würde, hätte es Totoro nie gegeben.

Umweltschutz für mehr als nur ein Gebiet

Der Regisseur fühlt sich der Region sehr verbunden und setzt sich daher stark für deren Erhalt ein. Miyazaki hatte die Idee, den Totoro-Wald mithilfe der örtlichen Regierung in ein Naturschutzgebiet umzuwandeln. Der aktuelle Vorschlag geht ihm aber noch nicht weit genug – er möchte den Wald in größerem Maße weiterhin erhalten. Deswegen haben der Anime-Regisseur und die Stadt gemeinsam eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen.

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Die neue Kampagne ist Teil des „Kitaakitsu / Kamiyasumatsu District Urban Green Space Conservation Project„, die derzeit von der Stadtverwaltung von Tokorozawa geleitet wird. Ziel ist es, die „Kaminoyama“-Grünfläche (etwa 1,5 Hektar) und die sogenannte „Akitsu no Mori“-Grünfläche (circa 2 Hektar) zu erhalten. Um das wertvolle Grün zu bewahren, werden ein Prozent der kommunalen Steuereinnahmen der Stadt für den Kauf der 3,5 Hektar bereitgestellt. Damit soll das Land verschiedenen Besitzern abgekauft werden, um zu verhindern, dass es für Wohnhäuser oder ähnliche urbane Projekte genutzt wird.

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Die Stadt Tokorozawa stellt etwa 1,8 Milliarden Yen (etwa 12,7 Millionen Euro) für das Projekt zur Verfügung. Hayao Miyazaki steuert 300 Millionen Yen aus seinem Privatvermögen bei. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich jedoch auf etwa 2,6 Milliarden Yen (18,4 Millionen Euro). An dieser Stelle sollen jetzt durch eine Spenden-Kampagne 25 Millionen Yen gesammelt werden. Die Obergrenze für Spenden liegt bei 25.000 Yen (etwa 175 Euro). Als Dank erhalten die Unterstützer fünf Reproduktionen von Hintergrundbildern, die in „Mein Nachbar Totoro“ auftauchen.

Große Kamapgne für fetten Belohnungen
Totoro-Settings als Belohnung für Fans Bild: Studio Ghibli

Fans spenden für Totoro-Wald

Das Bild „Großer Kampferbaum und Schrein“ wird in einem Rahmen bereitgestellt, während die anderen vier Kunstwerke eingeschweißt versandt werden. Auch der Mitbegründer des Studio Ghibli, Toshio Suzuki, beteiligt sich an der Kampagne für die Rettung des Totoro-Waldes. Als Geburtsort von „Mein Nachbar Totoro“ ist das Gebiet nicht nur für das Studio Ghibli, sondern auch für die Fans von großer Bedeutung. Die Kampagne ist nur für Personen, die innerhalb Japans leben freigegeben, und die Fans sind sehr motiviert. 86 Prozent der benötigten Gelder waren innerhalb kürzester Zeit zusammengekommen und lediglich 36 der Bilder-Sets stehen aktuell noch zur Verfügung.

Totoro-Wald soll erhalten werden
Bitte um Rettung des Totoro-Waldes Bild: Toshio Suzuki

Sobald das Kampagnenziel erreicht ist, wird die Stadt alle Einnahmen dazu verwenden, das Land zu erwerben, um es für das städtische Grünflächen-Schutzprojekt zu bewahren. Die Pflege und Bewahrung des Totoro-Waldes sind allerdings ein dauerhaftes Unterfangen, sodass die aktuelle Kampagne sehr wahrscheinlich nicht die letzte sein wird, an der sich die Fans beteiligen können.

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