Das Zanpakuto – Was steckt dahinter?

Tite Kubos Bleach begeistert weltweit Manga-Leser. In dem Werk bekämpfen Shinigami mit ihrem sogenannten “Zanpakuto” ihre Gegner. Doch was steckt hinter diesem Gegenstand?

Soviel vorweg: Wer nur den Bleach-Anime kennt, der sei gewarnt. Dieser Artikel enthält Spoiler aus dem finalen Storyabschnitt des Manga, der (bisher noch) keine animierte Umsetzung erhielt. Ich beziehe mich auch nur auf die Originalgeschichte von Kubo.

Erfinder beziehungsweise Schöpfer aller Zanpakuto ist Oetsu Nimaiya, welcher der Kompanie 0 angehört. Diese besitzen in ihrer Ursprungsform beziehungsweise in der Rohfassung ein und dieselbe Seele namens Asauchi, welche nicht in der Lage ist zu sprechen und sich wie ein wildes Tier benimmt. All jene Shinigami, die den Namen ihres Zanpakuto noch nicht kennen, verfügen über Asauchi. Durch Training wird allerdings ein Teil der Seele des jeweiligen Shinigami auf das Asauchi übertragen, wodurch die Entwicklung des persönlichen Zanpakuto veranlasst wird.

Dieses ist demzufolge ein Teil der Seele des Trägers und besitzt ebenso gewisse Ähnlichkeiten in dessen Persönlichkeit, jedoch ist das Zanpakuto als “selbstständiger” Geist zu betrachten. Soll heißen: Der Träger muss es wertschätzen und eine Bindung zu ihm aufbauen. Da Schwert und Träger aufeinander abstimmt sind und miteinander harmonieren, ist es für Fremde schwierig, ein Zanpakuto zu benutzen, das ihm nicht gehört. Sofern ein Shinigami den Namen seines Zanpakuto kennt, kann er mittels Meditation mit dessen Geist in seiner inneren Welt in Kontakt treten.

© Tite Kubo/Shueisha, TV TOKYO, dentsu, Pierrot

Shinigami verwenden ihr Schwert zum Bekämpfen von Hollow beziehungsweise zum Reinigen ihrer Sünden, woraufhin die Seele entweder in den Himmel oder in die Hölle geführt wird. Jedes Zanpakuto besitzt einen eigenen Namen und auch eine einzigartige Eigenschaft. Des Weiteren wartet es mit drei Formen auf: das einfache Schwert, gefolgt vom Shikai und Bankai. Prinzipiell handelt es sich dabei um Machtsteigerungsstufen, bei denen sich die Gestalt des Zanpakuto und dessen Techniken verändern.

Die Shikai-Form kann ein Shinigami übrigens jederzeit mithilfe seiner Reiatsu (womit spirituelle Partikel gemeint sind) regenerieren, sofern es beschädigt wurde. Beim Bankai sieht dies allerdings anders aus – je größer der Schaden, umso wertloser wird das Schwert. In diesem Fall muss der Shinigami es bei Oetsu Nimaiya “reparieren” lassen. Dazu führt dieser die Person in einen Raum voller wilder Asauchi-Seelen, die denjenigen angreifen. Einer der Geister muss den Shinigami akzeptieren, erst dann kann ein neues Schwert geschmiedet werden. Dieser Vorgang muss allerdings binnen drei Tagen vollzogen sein, andernfalls bleibt der betreffenden Person nichts anderes übrig als sein Shinigami-Dasein aufzugeben.

Tite Kubos Bleach-Manga kann hierzulande bei Tokyopop erworben werden, umfasst aktuell 72 Bände in Japan und ist noch nicht abgeschlossen.