Der »Sailor Moon«-Reiseführer

BBy Laitr Keiows (Own work) [CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons

Habt ihr euch schon immer gefragt, wie es wäre, an die Schauplätze eures liebsten Animes zu gehen? Ist das vielleicht sogar ein Kindheitstraum von euch? Bei Hollywoodfilmen ist die Erfüllung nicht abwegig, doch in Japan beim Auslandssemester oder im Urlaub auf den Spuren wandeln scheint unmöglich. Doch eigentlich ist es bei Sailor Moon genau das Gegenteil von unmachbar! Denn Naoko Takeuchi hat echte Orte genutzt und für ihre Mangas skizziert. Auch die Animemacher orientierten sich an existierenden Kulissen. AnimeY hat den magischen Reiseführer für euch zusammengestellt.

Der Tokyo Tower ist die vermutlich beeindruckendste Anlaufstation. Er ist nicht nur oft im Hintergrund vieler Kampfszenen zu sehen (oder in anderen Animes wie Card Captor Sakura), sondern wird auch Schauplatz der Doppelfolge zu Usagi Tsukinos (die die deutschen Fans als Bunny kennen!) Geburtstag, als sich ihr Geschenk von Mamoru Chiba als Falle entpuppt, Uranus und Neptune sie gerade noch retten können, bevor sie sich gegen sie stellen – und Venus ihr Bestes als Moon-Double geben muss! Wer mit dem Aufzug nach oben fährt, steht im Prinzip dort, wo Usagi einst stand. Quasi. Je nachdem, wie lange ihr auf das Gebäude zugehen wollt, nutzt ihr die U-Bahn-Stationen Roppongi, Akabanebashi, Onarimon, Kamiyacho oder Daimon.

Roppongi ist auch die richtige Station, um zum Hikawa Tempel, in dem Rei Hino arbeitet, zu kommen. Außer, man möchte den sehen, bei dem man die Live-Action-Serie drehte, dann ist man 15 Minuten von der Shinjuku Station entfernt richtig. Der Hikawa Jinja in Azabu-Juuban ist berühmt für seine Omamori – Glücksbringer, die Rei auch verkauft. Apropos Azabu-Juuban: Die Kriegerinnen für Liebe und Gerechtigkeit wohnen alle im Stadtteil des besseren Mittelstands. Im Sommer findet dort auch das Festival statt, das als Vorlage für die Episode 103 diente. Anfang der Neunziger gab es sogar das Crown wirklich, der Treffpunkt der Schülerinnen, doch leider wurde die Spielhalle inzwischen geschlossen.

Amishiro Park (Station Azabu-Juuban, von dort lauft ihr zwei Blocks) ist das Vorbild für den Juuban Park in Sailor Moon. Der Spielplatz wurde für eine Szene zwischen Mamoru und Chibiusa in der zweiten Staffel richtiggehend nachgemalt – hier schaukeln die beiden. Ihr findet außerdem schnell den Wasserhahn, wo Rei Hino zu Beginn der zweiten Staffel ihre Stirn kühlt, nachdem sie gegen Usagi gelaufen ist, und die Bank, auf der Minako Aino mit einem Kindergartenkind sitzt und über das Leben philosophiert.

By nesnad (Own work) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Übrigens: Der Park, in dem Nephrite in Naru Osakas Armen stirbt, ist ein anderer, nämlich der Arisugawa no Miya Park, in dem auch Usagi und Mamoru einige Dates haben. Auch für die Live-Action-Serie hat man die Stadt genutzt. Genauer gesagt, die Fußgängerbrücke in Kita-ku namens »Akabane-dai« – hier findet Ami (Chisaki Hama) beispielsweise Usagis (Miyuu Sawai) Plüschtier Luna.

Natürlich gibt es auch eine Zeichentrickfilmlocation aufzustöbern – doch dieser Treffpunkt der zivilen Sailor-Kriegerinnen wird nicht nur im Film zu Sailor Moon R gezeigt, sondern hält mit dem Besuch von Setsuna Meioh auch für einen der lustigsten Momente in der Episode 182 her. Denn die mysteriöse Hüterin von Zeit und Raum schleckt dort ein Eis! Dieser Ort heißt The First Bridge Park – unter einer Brücke ist er immer noch, aber der Teil des Parks ringsum ist nicht mehr ganz so grün (U-Bahn Station Azabu Juban).

Seit dem Startschuss zum Reboot Sailor Moon Crystal verwandelte sich die Anion Station bar in Shinjuku bereits zweimal in das zeitlich limitierte Café mit beispielsweise »Love Me Thunder«- oder »I Want To Eat With Mamoru«-Waffeln und passender Deko. Da momentan noch kein neues eröffnet wurde, bleibt nur die Empfehlung, einen Afternoon Tea dort abzuhalten, wo es die Sera-Myu-Darstellerinnen Sayaka Fujioka und Shuu Shiotsuki tun. Doch Vorsicht: Der Neuzugang in Sachen Haruka Tenoh und Michiru Kaioh ist waschechtes Takarazuka-Material und kann es sich vermutlich leisten, ihren Text in einem Restaurant des 41. Stock des Park Hyatts zu lernen. In dieser 5-Sterne-Hütte kostet ein Teekränzchen 4,500 Yen.

von User:Kentin (Eigenes Werk) [GFDL oder CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Seit 2014 gibt es in Sachen Merchandise eine exklusive Kollaboration mit den fünfzig Läden von ITS‘ DEMO. Gerade im September wurden neue Schirme in die Shops gebracht, die Princess Serenity und Small Lady zeigen. Mandarake ist ebenfalls eine wichtige Kette, zum Beispiel im Nakano Laden oder Ikebukuro, wo man mit viel Glück noch alte CDs finden kann. Dieser Ableger befindet sich sogar gegenüber dem Musicaltheater, wo die alten Sera Myus aufgeführt wurden. Natürlich gibt es dort auch die Gashapon Machines für kleine Sailor-Moon-Goodies.

Die perfekten Moon-, Uranus- und Neptune-Wigs findet man dort übrigens in den Cosplayläden. Neben tollen Saturn- und Plutoperücken, um das Outers-Team komplett zu machen, gibt es natürlich fertige Sailor-Kriegerinnen-Uniformen zu kaufen. Weitere interessante Läden sind J-World, Village Vanguard und Animate.

Übrigens: 2017 eröffnet die Toei Animation Gallery wieder. Darin finden sich nicht nur Raritäten aus der Arbeit an Sailor Moon wie Storyboards und alte Werbeposter, aber auch zu zum Beispiel Dragon Ball und Precure!

 

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