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Die Dokomi 2018 – Das Anime- & Manga-Mekka in Düsseldorf

Es war mal wieder so weit, die Dokomi 2018 öffnete ihre Pforten und bot wie immer ein buntes Programm für Anime- & Manga-Fans. Dieses Jahr war die Veranstaltung nicht nur größer, sondern auch für Game-Fans war einiges dabei. Neues gab es eigentlich nicht zu entdecken, bis auf die Gaming-Halle, dazu aber später mehr.

Im Prinzip bot die Dokomi das, was man von deutschen Conventions gewöhnt ist: Viel zum Kaufen, ein Rahmenprogramm, das ebenfalls einiges bot und ansonsten viel zu sehen.

Die Dokomi, der Hotspot für Dōjin-Fans

In diesem Jahr hat es uns die Zeichner-Halle besonders angetan, denn viele Zeichner, darunter auch wieder einige Dojinshi-Zeichner aus Japan, boten ihre Kunstwerke an. Wer mehr suchte als Zeichnungen, wurde an einem der Stände fündig, die Kunsthandwerk und allerlei andere Sachen anboten.

Fürs Auge war hier jedenfalls viel dabei, denn viele der Zeichnungen konnten qualitativ mit „professionellen“ Manga mithalten. Natürlich gab es auch einige Zeichner, die noch ein wenig üben müssen, aber besser als ich das jemals hinbekommen könnte, waren auch diese Kunstwerke allemal.

Die Zeichner-Halle war, immer wenn ich dort unterwegs war, gut besucht und es ergaben sich einige interessante und auch informative Gespräche. Ich muss zugeben, dass ich mich dort auch nicht zurückhalten konnte, mein armes Sparschwein.

Die Shopping-Halle war ebenfalls sehr gut besucht. Auch wenn man teilweise sehr unfreundlich behandelt wurde, war das Angebot beeindruckend. Hier spiegelt sich auch eine der Besonderheiten der Dokomi wider, man findet immerhin Angebote, die man auf anderen Conventions vergeblich sucht.

Dokomi Shoppinghalle
Bild by Micha/sumikai

Wieder am Start war Crunchyroll mit seiner „Schnipsel jagt“ und einer Menge Menschen bei der Auslosung. Am Rande sei erwähnt, dass Crunchyroll die Masse an Menschen dabei allerdings sehr gut im Griff hatte und es schaffte, die Gruppe zu Späßen zu animieren. Glückwunsch übrigens an die Gewinner.

Ebenfalls am Start waren einige Publisher, darunter peppermint anime, KSM Anime, Anime House, Nipponart und natürlich altraverse, Tokyopop, Carlsen usw. – teilweise mit wirklich günstigen Angeboten.

Tja, und dann war da natürlich noch das Gaming, diese Halle war eher mäßig besucht, aber sind wir mal ehrlich, bei dem großartigen Wetter, wer will denn da schon Games spielen? Trotzdem war auch hier das Angebot nicht übel.

Vom Rahmenprogramm haben wir, wie eigentlich in jedem Jahr, nicht viel mitbekommen, versucht haben wir es, allerdings war es jedes Mal so gut besucht, dass wir uns dachten: „Na, wenn alle hier sind, dann gehen wir lieber dahin, wo es etwas leerer ist.“ Hat übrigens nicht funktioniert, wie jedes Jahr aufs Neue, aber wir versuchen es immer wieder. Fun Fact am Rande: Ich habe es echt noch nie geschafft, das Maidcafé zu besuchen. Was allerdings etwas schade war, war die Tatsache, dass Informationsmöglichkeiten über Japan selbst nicht existierten, oder wir sind blind daran vorbeigelaufen.

Das kulinarische Angebot konnte sich auch sehen lassen, es gab einige Stände, die für jeden Geschmack etwas anboten. Darunter war auch einiges für Vegetarier und Veganer. Hierfür gibt’s ein extra Lob von mir, es war echt lecker.

Es wäre vielleicht eine gute Idee, bei diesem großen Angebot die Dokomi um einen Tag zu verlängern, denn zwei Tage reichten bei weitem nicht aus, um sich alles in Ruhe anzuschauen.

Dazu gelernt

Man kann ja über die Dokomi sagen was man will, aber die Veranstalter bemühen sich, Fehler, die gemacht wurden, nicht noch einmal zu machen. So lief in diesem Jahr der Einlass auch reibungslos. Das Chaos von 2017 war nicht zu spüren.

Dokomi 2
Bild by Micha/Sumikai

Auch sonst gaben sich die Orgas alle Mühe für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen, was eigentlich auch gelang. Gegen die obligatorischen Taschendiebe kann man ja leider nichts machen.

Viele Menschen, viel Szene, viel Spaß

Nun zum wichtigsten Punkt: Das Publikum und davon gab es reichlich, denn die Dokomi war gut besucht. Zwar spürte man ein wenig, dass einige sehr genervt waren, denn man wurde das eine oder andere Mal ganz schön unfreundlich von der Seite angemacht, aber im Großen und Ganzen traf man auf viele Menschen, die eine Sache besonders wollten: Spaß haben, sich austauschen und ihre Szene genießen.

So traf man auf viele Cosplayer in oft sehr beeindruckenden Kostümen, die sich gerne fotografieren ließen und ganz in ihrer Rolle aufgingen. Gut zu erkennen war übrigens, dass My Hero Academia sehr beliebt ist, denn man traf auf viele Besucher in Cosplays aus diesem Anime.

Natürlich ergaben sich auch etwas abseits des Trubels nette Gespräche mit Fans über alle möglichen Themen, in erster Linie über ihr Lieblingsfranchise. Oft entstanden diese Gespräche, indem man einfach gemütlich irgendwo saß und sich andere Menschen dazu setzten.

Helden mit Herz
Bild by Micha/Sumikai

Ich möchte hier auch noch auf die Aktion Helden für Herzen hinweisen, mit denen wir ein nettes, wenn auch kurzes Gespräch geführt haben. Dabei handelt es sich um engagierte Menschen, die sich im Cosplay in Kinderhospize und Krankenhäuser begeben und Kindern ein schönes Erlebnis bieten. Schaut doch mal auf der Webseite dieser wirklich tollen Initiative vorbei.

Sehr lustig zu beobachten war übrigens der Sonntag, wo Massen an Menschen in den Park gingen und erst am Nachmittag die Convention wieder gerammelt voll wurde.

Falls übrigens jemand weiß, was diese Gruppe darstellen sollte, die mit einer Art Kriegstanz und komischer Musik durch die Zeichner-Halle gelaufen ist, würde ich mich über eine Aufklärung freuen. Denn egal, wen ich gefragt habe, niemand wusste es. Aufgefallen sind sie allerdings allemal.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Ich habe die Dokomi 2017 ausgelassen, daher kann ich keinen direkten Vergleich ziehen, was mir aber ehrlich gesagt sehr missfiel, war die Tatsache, dass das Familiäre, was in meinen Augen die Dokomi immer ausgemacht hat, nicht mehr so ausgeprägt ist. Das wurde von der Größe dieser Convention mittlerweile etwas verschluckt. Das soll nun keine Kritik an der Größe der Veranstaltung sein, denn ob das nun gut oder schlecht ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich finde es trotzdem etwas schade.

Eine weitere Sache, die mir persönlich tierisch auf den Keks ging: Wer hat bloß diese nervigen Handyboxen erfunden? Egal wo man hingegangen ist, irgendeiner hatte einen dieser Zylinder in der Hand und leider war der oft so laut, dass einem die Ohren weg flogen bei der eher schlechten Musik, die da dudelte. Es kam auch nicht selten vor, dass drei oder vier Menschen zusammen standen und jeder so eine Box hatte, aus der eine andere Band trällerte. Der Kanon war gelinde gesagt sehr schwer zu ertragen.

Es lebe die Szene

Trotzdem, was die Veranstalter in Düsseldorf auf die Beine gestellt haben, ist eine beeindruckende Leistung. Die Dokomi entwickelt sich kontinuierlich weiter, zwar hebt sich das Angebot nicht mehr so sehr ab, wie es einmal war, aber es bietet immer noch sehr viel. Eigentlich zu viel für zwei Tage. Insgesamt wurde aber das geboten, was im Vorfeld versprochen wurde: Eine großartige Veranstaltung für die Szene, auf der man seinen inneren Fan nach außen kehren konnte, um ihn auszuleben.

Ich persönlich fühle mich zwar mittlerweile etwas zu alt für die Art der Veranstaltung und durfte mir auch ein paar Mal die Frage anhören, was ein Opa wie ich denn dort mache (so alt bin ich übrigens dann doch nicht), trotzdem bin ich auch über einiges gestolpert, was mich interessierte und mich einige Zeit gefesselt hat.

Freuen wir uns also auf die Dokomi 2019.

Unser Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

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