Eskapaden im Eisland – BL-Manga von kleinnagini

    Printmanga erscheint im Frühjahr/Sommer 2016

    Mit Eskapaden im Eisland präsentiert die Künstlerin kleinnagini eine Boys-Love-Alternativstory zu ihrem Historie-Manga Im Eisland.

    Während im März beim Hinstorff Verlag der dritte und abschließende Teil von ihrer Trilogie Im Eisland über die Franklin-Expedtion unter ihrem Realnamen erscheint (wir berichteten), zeichnet die Künstlerin mit Eskapaden im Eisland aktuell an einer etwas anderen Version der damaligen Geschehnisse auf Sir Franklins Entdeckungsreise entlang der Nordwestpassage, und zwar ist dieser Manga dem Boys-Love-Genre zugeordnet.

    Bei einer Altersempfehlung ab 18 können sich interessierte Leser wohl schon ungefähr vorstellen, was sie erwartet. So warnt kleinnagini in ihrer Leseprobe auf Animexx (dort stehen euch auch Leseproben zu Im Eisland Band 1 und 2 zur Verfügung) bereits vor, dass es hier vor allem »Wenig Handlung, viel Pornografie und haarige Ärsche!« zu sehen gibt. Beachtet bitte, dass ihr auf Animexx angemeldet und als erwachsen authorisiert sein müsst, um Dojinshi mit einer Ab-18-Freigabe lesen zu können.

    Zu Eskapaden im Eisland ist eine Printversion im Selbstverlag angedacht. Diese soll im Frühjahr/Sommer 2016 mit ca. 120 Seiten erscheinen. kleinnagini verkuppelt im Dojinshi verschiedene Charaktere aus Im Eisland und beleuchtet die Pärchen in den einzelnen Kapiteln, welche als »Eskapade« durchnummeriert werden.

    kleinnagini beschreibt Eskapaden im Eisland mit den Worten:

    »Wie Dutzende englische Seemänner auf engstem Raum neun Monate lang den arktischen Winter verbrachten – ohne frisches Obst und Gemüse, ohne Frauen, in schlecht gelüfteten Unterdecks, mit wenig Wasser, wenig Sonnenlicht und viel Langeweile – ist heute schwer vorstellbar.

    Homosexuelle Beziehungen waren in der Royal Navy natürlich streng verboten, und aus den Schiffen der Polarforscher sind keinerlei Aufzeichnungen darüber bekannt. Dennoch kann man sich vorstellen, dass die langen arktischen Winter gewisse Versuchungen mit sich brachten.

    Ganz sicher ging es auf der Franklin-Expedition (1845-50?) nicht so zu, wie in diesem Comic gezeigt. Diese Geschichten sind nicht für bare Münze zu nehmen – solche Exzesse hätten Franklins sittenstrenge Offiziere niemals zugelassen! Allerdings wussten sie auch:

    Was in der Arktis passiert, bleibt in der Arktis!«

    Auch in der Originalhandlung von Im Eisland werden homosexuelle Beziehungen thematisiert, jedoch getreu der damaligen Zeit als Sodomie ausgelegt und schwer bestraft – was im zweiten Band der Reihe näher beleuchtet wird.

    fallenshadow
    Passionierte Liebhaberin der deutschen Manga-Zeichner-Szene, Manga über Anime Stellerin, es darf auch mal ein amerikanischer Comic sein, Avocado Makis sind lecker, liebt Regentage, zu faul Haare schneiden zu lassen, Mathe ist easy, Tofu ist mein Fleisch