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Doki Doki Literature Club! Entwickler spricht über Kontrollverlust

Dan Salvato, der Entwickler hinter dem neuen Steam-Hit Doki Doki Literature Club!, sprach in einem Interview mit Siliconera über sein ungewöhnliches Game und Kontrollverlust.

Eigentlich hört sich der Titel der Visual Novel sehr süß an, aber bereits der Trailer weist auf etwas anderes hin. Doki Doki Literature ist weder für Kinder geeignet noch für sensible Erwachsene. Wer das Game kennt, weiß, dass diese Warnung durchaus berechtigt ist. Dan Salvato redete in einem Gespräch mit Siliconera über das kostenlose Game, das mittlerweile ein Internethit ist.

Salvato wollte eigentlich nur ein Dating Game entwickeln, in dem man sich in das süßen Mädchen oder den niedlichen Jungen verliebt. Aufgrund der Klischeehaftigkeit war dieses Genre ein gutes Ziel für Satire. Denn Satire mögen sowohl Leute, die Dating Sims spielen, als auch Leute, die sich über solche Spiele lustig machen. Das Game kombiniert die Leidenschaft zu verstörenden Inhalten mit den Darstellungsmöglichkeiten des Mediums Visual Novel.

Um die Spieler zu verstören, versuchte Salvato nicht sofort mit der Tür ins Haus zu fallen. Viele wissen, dass Doki Doki Literature Club! kein normales Game ist. In den ersten Stunden geht es also ruhig zu und der Spieler kann alles kontrollieren. Danach werden aber alle Regeln gebrochen und der Speiler bekommt das Gefühl, dass er über nichts mehr die Kontrolle hat. Salvato möchte damit unter anderem auch den Horror der realen Welt einfangen. In dem Spiel hat jede Aktion und Entscheidung starke Auswirkungen auf die fiktive Welt, auch wenn sie noch so klein ist.

Durch die realistischen Reaktionen und Probleme der Charaktere kann man sich mit ihnen identifizieren und man beginnt, sein eigenes Leben zu beurteilen. Der Horror liegt also nicht in den Charakteren, sondern in der Mechanik des Spiels. Spieler wollen, dass alles gut wird und möchten die Figuren im Spiel verteidigen, doch das Game ändert die Regeln und tut den sympatischen Charakteren furchtbare Dinge an. Der Spieler selbst kann dabei nur zusehen.

Doki Doki Literature Club! möchte den Spieler daran erinnern, dass auch im realen Leben nicht alles in Ordnung und unter Kontrolle ist. Allerdings wollte Salvato keinesfalls einfach nur unwissende Spieler dazu bringen, ein Horrorspiel zu spielen. Das wäre zu einfach und dem eigentlich tiefen Thema nicht gerecht. Die Präsentation und die harmlose Fassade sind für die Story sehr wichtig. Der Spieler fühlt sich sicher, obwohl er ahnt, dass etwas mit dem Game nicht stimmt. Da er nicht weiß, was passieren wird, wird die Erfahrung noch intensiver.

Das ganze Interview findet ihr auf Siliconera, aber Achtung, es ist vielleicht der ein oder andere Spoiler enthalten. Doki Doki Literature Club! selber ist kostenlos auf Steam verfügbar.

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