»Dragon Ball Z: Battle of Z« GameTest

Nachdem in letzter Zeit ein wenig Ruhe um die Weraffen mit Gemüsenamen eingekehrt ist, erschien am 24. Januar 2014 das neue Game Dragon Ball Z: Battle of Z für Playstation 3 und Xbox 360. Passend zum aktuellen Kinofilm Battle of Gods behandelt das Spiel die gesamte Story des Dragon Ball Z-Animes inklusive aller bisher erschienenen Movies. Was euch genau bei diesem Titel erwartet, lest ihr im folgenden Test.

Der neueste Ableger der erfolgreichen Serie trumpft gleich zu Beginn mit einem bombastischen Intro auf. Mit neuen Animationen ala Dragon Ball Kai werden die wichtigsten Momente der Geschichte Revue passiert, um den Fans somit ein schönes nostalgisches Gefühl zu verpassen. Leider ist kurz darauf nicht mehr viel von der schönen Grafik vorhanden. Ingame wartet, wie schon in den letzten Teilen, das gute alte Cel Shading auf uns. Als dann die Erde umkreist mit seltsamen Leuchtkugeln und einer »World-Genki« Anzeige auf dem Bildschirm auftaucht, beginnt die erste Enttäuschung. Zur Auswahl stehen drei Spielmodi und ein Optionsbereich bereit, in welchem unter anderem die Synchron-Version von Japanisch auf Englisch umgestellt sowie deutsche Untertitel eingeschaltet werden kann. Am Anfang sind die Bereiche »Koop-Modus« sowie »Kampfmodus« noch ausgegraut und müssen in der »Einzelspieler-Kampagne« freigespielt werden. Leider wird in diesem Modus auf das eigentlich Wichtige, die Story, sehr wenig eingegangen. Die Kämpfe werden missionsweise aus dem Menü gewählt, wodurch diese Funktion sehr an einen guten alten »Arkade-Modus« in den Beat’em’Ups wie Tekken erinnert. Für Gamer ohne Vorkenntnisse zur Dragon Ball Z-Geschichte dürfte in vielen Kämpfen nicht nachvollziehbar sein, wer gerade warum mit wem Streit hat. Zwischen den Auseinandersetzungen gibt es zwar immer wieder kleine Cut-Scenes, welche jedoch meist nur aus zwei Zeilen Text bestehen und somit keine wirkliche Story wiedergeben. Zum Start jeder einzelnen Mission wählt ihr selbst das Team eurer Charaktere aus, was den Vorteil hat, dass man so gut wie dauerhaft mit seinem Lieblings-Helden spielen kann, die Geschichte dadurch aber noch einmal verfälscht wird, da so die unmöglichsten Kämpfe zustande kommen. Nachdem man dort die ersten Missionen im Arkade-Stil erfolgreich abgeschlossen hat, werden nach und nach neue Funktionen freigespielt. Ein lokaler Multiplayer-Modus bleibt bei den Modi allerdings aus.

Das Kampfsystem wurde bei diesem Ableger der Dragon-Ball-Reihe völlig überarbeitet. Anstelle der üblichen horizontalen Prügel-Game-Ansicht bedient sich Battle of Z während der Duelle einer Third-Person-Kameraführung. Leider verliert die Cam bei den actiongeladenen Kämpfendes Öfteren die Orientierung, was dazu führt, dass der Spieler selbst auch nicht mehr weiß, wo er gerade herumschwebt. Die Steuerung der Charaktere erfolgt über eine Taste für Nah-, sowie eine für den Fernkampf und zwei Spezialtasten für die jeweiligen Superangriffe der gewählten Krieger. Zwei weitere Knöpfe verwendet man zum Fliegen, da die 3D-Arenen doch relativ groß ausgefallen sind. Da bei diesem Titel über 70 spielbare Charaktere geboten werden und jeder davon eigene Spezialangriffe besitzt, kann man sich schon einmal ein paar Stunden mit dem Probieren der jeweiligen Super-Attacken beschäftigen. Zum Aufwerten der Helden gibt es nach jedem Kampf eine Belohnung in Form von Sammelkarten, welche im »Anpassungs-Menü« der Spielfiguren ausgerüstet werden können, wodurch diese verbesserte Statuswerte bekommen. Da die einzelnen Charaktere in Battle of Z taktische Rollen übernehmen, sollte auch beim Anlegen der Objekte darauf Rücksicht genommen werden. Ein Son Goku, welcher als Nahkampftyp eher Stärke sowie Ausdauer braucht, sollte also mit verstärkter Angriffskraft oder mehr Leben ausgerüstet werden. Vegeta hingegen bekommt als Fernkampftyp mehr Ki-Energie und größere Explosionsreichweite, während Gohan als Unterstützer seine Heilfähigkeiten steigern sollte.

Nachdem man seine Lieblings-Charaktere im Einzelspielermodus freigeschaltet hat, könnt ihr euch in die online Modi stürzen. Erst hier entwickelt das neue Kampfsystem seine wirkliche Funktion. In der Single-Player-Variante wird das Team mit Computer-Spielern vollgemacht, welche nicht immer das tun, was sie eigentlich tun sollten. Mit menschlichen Mitspielern klappt das Team-Work dann schon um Längen besser. Man sollte jedoch zu Beginn der Kämpfe darauf achten, eine ausgewogene Zusammenstellung an Charakteren zu wählen. Um im »4vs4-Onlinemodus« eine Überlebenschance zu haben, ist man mit zumindest einem Unterstützungs-Helden, welcher auf die Gesundheit des Teams achtet, gut beraten. Wenn mehrere Mitglieder den gleichen Feind angreifen, können sogenannte »Ketten-Angriffe« entstehen, wodurch mehr Schaden an einzelnen Zielen ausgeteilt werden kann. Um die taktischen Elemente nicht aus den Augen zu verlieren, sollte man immer auf die Mitstreiter achten, um diese im Notfall wiederzubeleben oder eine Heilung auf den Weg zu schicken.

Die bereits zu Beginn angesprochene »World-Genki« Energie entpuppt sich später als das von allen Spielern auf der Welt eingezahlte »Genki«, welches in den Kämpfen verdient und nach Abschluss »gespendet« werden kann. Wenn der Spieler genug von dieser »Währung« angesammelt hat, kann er sich Karten oder auch in der Auseinandersetzung einsetzbare Objekte kaufen, die oftmals trotz gut ausbalanciertem Team entscheidend für den Ausgang des Duells sein können.

Alles in allem erhält man mit Dragon Ball Z: Battle of Z ein kurzweiliges Game mit einem sehr gut geplanten und umgesetzten Online-Modus. Leider gibt es ein großes Minus für die komplett gestrichene lokale Multiplayer-Funktion. Grafisch überzeugt das Spiel wie schon in den letzten Teilen mit solidem Cel-Shading, wobei man sich lieber eine künstlerische Ingame-Umsetzung in Form des Intros gewünscht hätte. Die »Einzelspieler-Kampagne« gleicht einem Arkade-Modus und erzählt kaum etwas von der Story. Für Fans ein kleineres Problem, da man die Handlung bereits kennen sollte, Neueinsteiger in diese Geschichte werden allerdings Probleme haben sich in das Dragon-Ball-Universum einleben zu können. Da das Spiel mit über 70 Charakteren auftrumpft, sind sogar die unwichtigsten Nebendarsteller zu spielbaren Figuren geworden. So kann man nun als »Saiyajin-Pflanzenmann« oder »Freezer-Soldat« in den Kampf ziehen und gegen Feinde wie God-Goku oder Broly antreten.

Wir bedanken uns bei Namco Bandai für ein Rezensionsexemplar zu Dragon Ball Z: Battle of Z.

©BIRD STUDIO/SHUEISHA, TOEI ANIMATION

©BIRD STUDIO/SHUEISHA ©2013 DRAGON BALL Z the Movie Production Committee

Game ©2014 NAMCO BANDAI Games Inc