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Dragon Ball Super: Zwischenbilanz nach vier Folgen

Anfang Juli ging Dragonball Super an den Start. Sumikai schaffte sich bereits einen ersten Eindruck zu Beginn der neuen Serie des Dragonball-Franchise. Mittlerweile sind vier Episoden in Japan präsentiert worden und wir ziehen eine Zwischenbilanz. Mit was der Anime bisher aufwartet, das erfahrt ihr in Folgendem.

In Episode 2 hält Vegeta sein Versprechen gegenüber Trunks und macht samt Bulma einen Familienausflug, was dem grimmigen Saiyajin gar nicht gefällt, da er gerne trainieren möchte. Zwar hat Vegeta während des Kampfes gegen Boo erkannt, dass Son Goku die Nummer 1 ist, dies heißt aber noch lange nicht, dass der stolze Mann es dabei belassen möchte. Derweilen wütet Beerus erneut auf einen fremden Planeten oder besser gesagt, der gefräßige Gott der Zerstörung beschafft sich dort Nahrung. Im Endeffekt zerstört Beerus den Planeten, weil ihn irgendwas nicht in dem Kram passt. Er sucht nach einem ebenbürtigen Gegner: den »Super Saiyajin God«, wie der Gott ihn bezeichnet.

Wiederum forschen Beerus und Whis in Folge 3 nach, was es mit dem Super Saiyajin God auf sich haben könnte. Sie finden heraus, dass sich lebende Saiyajin auf der Erde befinden, darunter eben auch Son Goku. Beerus erfährt, dass dieser Freezer besiegt hat. Kurzerhand machen sich Whis und er auf dem Weg zur Erde. Während dessen hoffen dort die Kaioshins, welche Beerus’ Wiedererweckung gespürt haben, dass dieser nicht auf den kampfbegeisterten Son Goku trifft. Doch die Kaioshins merken, dass der Gott der Zerstörung bereits auf dem Weg zur Erde ist, wo Bulma gemeinsam mit ihren Freunden Geburtstag feiert.

In Episode 4 stellt Trunks Son Goten den Hauptpreis für ein Gewinnspiel vor, welches Bulma auf ihrer Party veranstaltet: Dabei handelt es sich um alle Dragon Balls. Kaum haben die Jungs die Sicherheitssperre gelöst, kann das Dreigespann um Prinz Pilaw diese wahrnehmen, und auf turbulente Art begeben sich diese zum Kreuzfahrtschiff, auf dem Bulma feiert. Dank Trunks und Son Goten gelangen die drei schließlich an Bord, und da die beiden Jungs das Gespann nicht kennen, integrieren diese Pilaw und Co. sofort mit ins Partygeschehen. Im Endeffekt erreicht Beerus Meister Kaios Planeten, wo sich Son Goku ebenfalls befindet …

Mittlerweile wird mehr als deutlich, dass Dragonball Super in gesteckter Form die Story von Dragonball Z: Kampf der Götter wiedergibt, wenn auch mit Abänderungen. Ob es dabei bleibt, wird sich zeigen. Sollte dem so sein, dann dürften all jene Zuschauer, die den Film bereits gesehen haben, den Verlauf der kommenden Folgen in gewisser Weise vorhersehen können. Nichtsdestotrotz erweisen sich die Szenen, welche das Ganze strecken, als unterhaltsam und wahrscheinlich erklären sie so manch eine Situation besser, die sich aus dem Movie nicht erschließen konnte.

Die Erzählstruktur wechselt von einem Ort zum nächsten. Während der Zuschauer beispielsweise in Folge zwei Vegata in (lustigen) Alltagssituationen mit seiner Familie erlebt – hier hat Dragonball meiner Meinung nach das größte Unterhaltungspotenzial – macht Beerus an der Seite von Whis irgendwo einen Planeten platt. Ist natürlich sehr demonstrativ, wer Dragonball Z: Kampf der Götter kennt, der weiß in etwa, welch Gegner einem mit Beerus erwartet. Des Weiteren entpuppen sich sowohl dieser als auch Whis als Unterhaltungsgranaten. Episode 3 und 4 verlaufen nach einem ähnlichen Muster – wo Son Goku und Co. mit privaten Dingen beschäftigt sind sowie Prinz Pilaw und die Dragon Balls ins Spiel gebracht werden, hofft Beerus auf der Erde mehr über den »Super Saiyajin God« in Erfahrung zu bringen.

Die Qualität der Animation ist von Episode zu Episode unterschiedlich. Beispielsweise hinken die Flashbacks immer noch jener der eigentlichen Folge nach. Was inzwischen ebenfalls auffällig ist: Besonders in Folge 4 wechseln die Outlines der Figuren von extrem dick auf sehr dünn. Diese stützen natürlich den »Comiceffekt« aber an manchen Stellen fand ich die fetten Linien unangebracht beziehungsweise die Linienführung wirkte unentschlossen.

Die Kritik mit dem Soundtrack muss ich inzwischen zurücknehmen – hier vermixen sich abenteuerliche und moderne Hintergrundmusik, welche passend zur vorherrschenden Stimmung auftaucht. Zudem dürfte der Opening-Theme-Song inzwischen im Ohr der Zuschauer sitzt.

Hinsichtlich der japanischen Sprecher nehme ich diesen Artikel nun doch zum Anlass, eine negative Kritik fallen zu lassen. Jouji Yanami ist – wie in den vorangegangenen Dragonball-Anime-Serien – als Erzähler und Meister Kaio zu hören. Man hat als Zuschauer teilweise das Gefühl, der Mann schläft gleich in seiner Rolle ein. Wo man Meister Kaio anhand der Gesichtszüge energischer werden sieht, bleibt Yanami monoton auf einer Linie, geht demzufolge nicht aus sich heraus, was ich persönlich als störend empfinde, da die eigentliche Stimmung nicht richtig transportiert wird.

Was kann man nach vier Folgen Dragonball Super sagen? Die Story stellt das Geschehen aus Dragonball Z: Kampf der Götter nach, wenn auch nicht 1:1 und mit allerlei Szenenergänzungen. Das finde ich persönlich keinesfalls schlecht, dem Zuschauer erschließt sich ein wenig mehr Hintergrundwissen, das man durch die geraffte Filmstory mitunter nicht in Erfahrung bringen konnte. Sollte Dragonball Super diesem Konzept treu bleiben, dann wird die Geschichte jedoch voraussehbar – zumindest für jene die Dragonball Z: Kampf der Götter bereits kennen. Dennoch schadet es dem Unterhaltungswert nicht. Das Zusammenspiel der Charaktere funktioniert einfach. Allerdings stellt sich mir schon die Frage: Ist es wirklich nötig einen bereits existierenden Film mit originaler Story in Serienform noch mal neu aufzulegen? Aber diese Frage lässt sich wohl nach vier Folgen nicht beantworten …

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Kommentare

1 Kommentar

  1. Stimme da eigentlich allen Punkten zu. Speziell Meister Kaios Synchronstimme bringt kaum die Emotionen der Figur hevor. Das ist echt nervig. Auch die fetten Linien in den Gesichtern der Figuren in Episode 4 waren ziemlich heftig und ungewohnt. Ich bin persönlich auf die kommenden Episoden gespannt, da jetzt auch die ersten (richtigen) Kämpfe vorkommen. Alles in allem trozdem recht unterhaltsam.

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