»Fate Extra« – Ein kurzer Abstecher in die Spiele-Versoftung

Trotz des enormen Bekanntheitsgrads gibt es bisdato abseits der Fanübersetzung noch immer keine offizielle Lokalisierung der Original-Visual Novel von Fate/stay night für den westlichen Markt. Und während die Chance mit der PSVita-Neuauflage verpasst wurde und damit eine westliche Veröffentlichung in die Ferne rückt, hatte es eine Spiel-Umsetzung in 2012 die hiesigen Gefilde geschafft. Die Rede ist von Fate/Extra, einem Dungeon Crawler-RPG gepaart mit Elementen eines Text-Adventures, das von Type-Moon und Image Epoch (unter anderem Black☆Rock Shooter – The Game) für die PlayStation Portable entwickelt wurde. Ghostlight hatte sich dazu erbarmt den Titel auch zu uns nach Europa zu bringen.

Fate/Extra steht mehr für sich alleine und ist unabhängig von Fate/stay night und den anderen Iterationen zu sehen. Es spielt nämlich in einer künstlich geschaffenen virtuellen Welt, das den Krieg um den Heiligen Gral nachstellt. Schauplatz ist die Tsukumihara Akademie. Früh stößt man an die Grenzen des Schulcampus, den ein Spieler wohl nicht verlassen kann. Die Barriere dient alleine dazu, das Geschehen an einem Ort zu beschränken. So sind alle NPCs sowie Avatare bloß Lehrer und Schüler. Es gibt auch ein paar Gastauftritte von bekannten Figuren aus dem Fate-Franchise wie Rin Tohsaka und Shinji Matou. Das komische an dieser Welt ist, dass völlig normal neben dem Schulalltag ein Turnier bestritten wird. Hier treten diejenigen, die besonderes Potenzial haben, mit einem Heldengeist gegeneinander an. Eine Niederlage wird mit dem Auslöschen von der digitalen Welt und vermutlich mit dem Tod in der Realen bestraft. Nur der Gewinner kann den Heiligen Gral für sich beanspruchen, um sich einen beliebigen Wunsch zu erfüllen. Als namenloser Oberschüler, der keine Erinnerungen an seiner Vergangenheit und an seine Identität hat, muss man als Spieler diese bizarren Gegebenheiten erstmal schlucken.

Zu Beginn stehen euch drei Klassen zur Auswahl, wobei ich mich natürlich erst mal für Saber entschied. Diese Saber trägt nicht nur ein anderes Outfit und hat eine andere Sprecherin, sie entspricht auch nicht der bekannten Saber aus dem anderen Universum. Neben den Passagen in der Schule durchstreift ihr Dungeons in einer digitalen Welt, in der ihr euren Servant trainieren könnt und zwei Code-Karten in den Tiefen finden sollt. Letztere braucht ihr jede Woche zum Eintritt in das entscheidende Duell. Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab, wobei unüblicherweise sechs Züge im voraus geplant werden müssen. Grundsätzlich ist zwischen drei Aktionen in Schere-Stein-Papier-Manier zu wählen: Angriff, Parieren und Deckung durchbrechen. Zum Teil verfolgen die Gegner einem bestimmten Angriffsmuster, das zu erkennen gilt, um möglichst nicht viel einzustecken und mehr Schaden austeilen zukönnen. Wenn ihr öfters gegen einen bestimmten Typ antretet, wird eine Anzahl an Aktionen aufgedeckt. Ein interessanter Ansatz, der leider schon früh sehr mechanisch und repetitiv wird. Ich hab mir teilweise die Aktionen der Gegner aufgeschrieben, um mich effektiv durch den Dungeon zu kämpfen. Ich hätte es besser empfunden, wenn es teilweise in Echtzeit abgelaufen wäre und man die Aktion des Gegners im Voraus angedeutet bekommt, um mehr in den Kämpfen involviert zu sein. So ist das Ganze etwas willkürlich und läuft eher nach dem Try-and-Error-Prinzip ab.

In einem Paralleluniversum aber iwie immer noch diesselbe.

Was für mich den Reiz des Spiels ausmachte, war ein anderer Aspekt von Fate/Extra. Die Paarungen bekommt ihr am Anfang jeder Woche mitgeteilt. Bis zum Showdown müsst ihr gewisse Dinge über euren Kontrahenten und dessen Servant in Erfahrung bringen. Durch Gespräche, kämpferische Auseinandersetzungen und anderweitiger Recherche zum Beispiel in der Bibliothek gilt es, den Ursprung des gegnerischen Heldengeistes lüften. Was für Waffen trägt der Servant und welcher Klasse gehört dieser entsprechend an? Gibt es Anhaltspunkt auf seine Fähigkeiten und insbesondere sein »Noble Phatasm«? Was zeichnete die Legende dieser Figur aus und wie ist sein wahrer Name? Wenn man sich geschickt bei der Suche nach Informationen anstellt, hat man im besten Fall all das vor dem Zweikampf in Erfahrung gebracht, was euch einen nicht zu unterschätztenden Vorteil einbringt. Ihr könnt dadurch nämlich eine Anzahl an gegnerischen Aktionen sehen. Vor allem wann er seinen Spezialangriff einsetzt, ist ganz nützlich um vorher noch ein paar Heilitems einzuwerfen. Gerade dieser Aspekt passt auch im Grunde zu der Essenz der Hauptserie. Jeder Master muss nicht seine Fähigkeiten des Servants gewinnbringend einsetzten, siegreich geht vor allem derjenige hervor, der die anderen Teilnehmer gut im Auge behält und sich vor dem Aufeinandertreffen auf seinen Gegner einstellt.

Fate/Extra ist  digital über den PSStore für PSP und PSVita erhältlich.

In dem Spin-Off kann man auch in die Rolle eines Mädchen schlüpfen.

 

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