First View: Gangsta

Gestern läutete Anime on Demand mit Gangsta ihre Sommer Simulcast Season ein. Ein Anime der es wirklich in sich hat und auch eine beeindruckende Leistung der Synchronsprecher bietet.

Worum geht es?
Worick und Nicolas betreiben einen Dienstleistungsservice. Ihr Hauptgeschäft besteht darin, mit dem Gesindel der Stadt aufzuräumen, denn davon gibt es in Ergastulum mehr als reichlich. Die Stadt wird von vier großen Mafia-Clans kontrolliert, die auch die Polizei unter ihrer Fuchtel haben. Es gibt allerdings auch Unparteiische, wie Worick und Nicolas, die immer dann angeheuert werden, wenn Not am Mann ist.

Die Story:
Die Story ist dreckig, ebenso wie man sich dieses Setting vorstellt. Viel hat man noch nicht von der Story mitbekommen, genau genommen wahr es eigentlich eine Einleitung, damit man sich vorstellen kann, um was es eigentlich geht. Es war ein wenig durcheinander, da die Geschichte etwas schnell erzählt wurde, allerdings machte es trotzdem eine gute Antwort.

Die Idee:
Auch zur Idee kann man nicht viel sagen, denn auch hier war es dafür zu kurz. Die Grundidee allerdings ist schon einmal vielversprechend. Das Setting stimmt auch und wen es so bleibt, dann können wir einiges erwarten.

Die Charaktere:
Alles eine Spur abgehärteter, aber nicht übertrieben, sondern eine sehr gute Mischung. Die beiden Hauptcharaktere sind einen auf Anhieb sympathisch, trotz der Tatsache, dass sie ein wenig irre wirken. Und trotz aller Härte findet man auch eine Spur Mitgefühl. Das unterstreicht meinen Eindruck um so mehr, dass sich bei den Charakteren viel Mühe gegeben wurde. Hier darf man gespannt sein, wohin die Charakterentwicklung führen wird.

Die Animation:
Für dieses Setting präsentiert sich die Animation genau passend. Es ist dreckig, es ist ein wenig düster angehaucht und es wirkt alles eher Erwachsen. Die Kämpfe sind flüssig und man verliert auch nicht den Überblick. Alles in allen ist die Animation wirklich gut.

Sound:
Smoovie äh Groovie, passt also. Von Intro bis Ending haben alle gehörten Musikstücke die gleiche Musikrichtung. Das passt nicht nur richtig gut in das Setting, sondern unterstreicht die Stimmung noch einmal massiv.

Die Synchronisation/Untertitel:
Die Stimmen passen sehr gut zu den Charakteren. Beeindruckt war ich von der Art, als der taube Mensch gesprochen hat. Das war absolut glaubwürdig und eine großartige Leistung des Synchronsprechers.

Beim Untertitel gibt es nichts auszusetzen, die Übersetzung stimmte und es wurde nicht „stur“ ins Deutsche übersetzt.

Erster Eindruck:
Also es ist ein Anime für das ältere Semester, trotz der teilweise imensen Brutalität merkt man aber recht schnell, dass dieser Anime noch einiges zu bieten haben wird. Die Stimmung passt sehr gut zum Setting und die Synchronstimmen wiederum sehr gut zu den Charakteren. Mein Fazit ist hier durchweg positiv, denn es ist mal eine Abwechslung, die nipponart nach Deutschland geholt hat. Fazit also: Wollt ihr Abwechslung, eine sehr stimmiges Setting und gute Umsetzung? Dann ab nach Anime on Demand und schaut euch Gangsta im Simulcast an. Wenn der Anime die Erwartungen erfüllt, die er aufbaut, dann haben wir hier ein Highlight der Simulcast Season.

Auf den ersten Blick:Positiv:
Gutes Setting
Gute Umsetzung
Sehr gute Synchronsprecher

Negativ:
Story wurde zu schnell erzählt

Info
ギャングスタ
Original Name: Gangsta
Transkription: Gangsta
Studio: Shukō Murase
Deutscher Publisher: nipponart
Regisseur: Shukō Murase
Drehbuch: Shinichi Inotsume
Musik: Tsutchie
Erschienen am: 1. Juli 2015 (Japan), 6 Juli (Deutschland)
Länge: ?
Freigegeben ab: ?
Genre: Action, Drama, Crime
Sprachen: japanisch mit deutschen Untertitel
Medium: VoD
Micha
Ein alter Hase im Geschäft. Seit Akira 1991 in die deutschen Kinos kam, ein brennender Anime-Fan, der noch die gute alte Zeit miterlebt hat als Carlsen Manga in Farbe und bunt auf den Markt brachte. Ghost in the Shell Fan der ersten Stunde, der mittlerweile Slice of Life Anime bevorzugt.