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First View: How NOT to Summon A Demon Lord – Im Leben ein Nerd, im Spiel der King

Crunchyroll liefert mit seinem neuesten Serienstart How NOT to Summon A Demon Lord eine Story, die eher für männliche Zuschauer geeignet erscheint, wenn sie etwas älter sind. Der Anime entpuppt sich als eine Mischung aus Fantasy, Ecchi und Comedy. Daher hat Crunchyroll auch nur die zensierte Version im Programm.

Takuma Sakamoto ist ein Game-Nerd wie er im Buche steht. In einer dunklen Wohnung flieht er in die Welt des MMORPGs Cross Reverie, wo er als Diablo, König der Dämonen, Angst und Schrecken unter den anderen Spielern verbreitet. Vor allem, dass manche Leute in Teams spielen, ist für den Einzelgänger absolut unverständlich. Deshalb bereitet es ihm die größte Freude, solche Gamer möglichst schnell und effizient aus Cross Reverie zu entfernen.

Takumas Leben steht Kopf, als er plötzlich in der Welt von Cross Reverie erwacht. Die beiden Beschwörerinnen Rem Galleu und Shera L. Greenwood beschwören zusammen einen Sklavendämonen und teleportieren den Gamer in das Spiel hinein. Anstatt als Diener der beiden ungleichen Abenteuerinnen zu enden, dreht Takuma den Spieß unabsichtlich um und besitzt plötzlich zwei Sklavinnen. Takuma sieht sich nicht nur mit einer völlig neuen Welt konfrontiert, sondern von ihm wird erwartet, mit anderen zu interagieren. Die Hölle für den Nerd, der mit dieser Situation erst einmal völlig überfordert ist.

Ich bin der König der Ahnungslosen!

Now Not to Summon A demon Lord
Bild: Ajia-Do

Das könnte Takumas Titel sein. Was zwischenmenschliche Beziehungen angeht, ist der junge Mann kaum in der Lage irgendetwas auf die Reihe zu kriegen. Er weiß weder, wie er mit anderen Menschen sprechen, geschweige denn mit ihren Emotionen umgehen soll. Aus dieser Unfähigkeit heraus entwickelt sich einiges an Situationskomik, sodass How NOT to Summon A Demon Lord auf den ersten Blick einen gelungenen Mix aus Fantasy und Comedy liefert.

Die vielen Vergleiche zum Game geben Takuma die Möglichkeit zu brillieren. Aufgrund seiner Fähigkeiten als Spieler ist er in der Lage die Winkelzüge einiger Charaktere schnell zu durchschauen und die Handlung in für ihn beherrschbare Bahnen zu lenken.  Dass auf diese Weise innerhalb der Geschichte viele Geheimnisse früh auf den Tisch kommen, dürfte für den einen oder anderen enttäuschend sein. Allerdings haben die Figuren mehr Gelegenheiten sich zu entwickeln und vor allem der Protagonist liefert an dieser Stelle einiges an Möglichkeiten.

Die erste Folge How NOT to Summon A Demon Lord zeigt allerdings schnell, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt. Vor allem Shera geizt nicht mit ihren Reizen, sodass ebenfalls für jede Menge Fan-Service gesorgt ist. Die Szene zwischen Diablo alias Takuma und Gem überlässt nicht viel der Fantasie, wodurch der Anime eindeutig für ältere Zuschauer ausgelegt wurde.

Zeigt her, was ihr habt.

Was der Serie gut bekommt, ist die Tatsache, dass sie auf recht normale Probleme eingeht, was Diablo bereits in der ersten Episode erfährt. Einerseits ist er in den Konkurrenzkampf der Abenteurerinnen untereinander involviert und schlägt sich gleichzeitig mit den Konsequenzen seiner sozialen Unfähigkeit herum. An dieser Stelle verfällt das Drehbuch leider wieder in bekannte Muster. Takuma erhält all die Fähigkeiten seines Charakters Diablo im Spiel selbst, weshalb er am Anfang einen kaum zu schlagender Gegner darstellt.

Der viele Fan-Service, der sich bisher in fröhlich wackelnden Oberweiten und einer Sexszene ohne Erotik darstellt, wirkt bisher allerdings eher störend, als dass er der Handlung einen wirklichen Mehrwert beschert. Takumas fortschrittliche Verhörmethoden bringen ihn zwar zum Erfolg und mögen für manchen Zuschauer anregend sein, allerdings stößt das junge Aussehen Rems an dieser Stelle übel auf. Insgesamt hätte die Szene glaubhafter gewirkt, wenn Shera beteiligt wäre.

How NOT to Sommun a demon Lord
Bild: Ajia-Do

Das Spiel des Lebens mal anders herum

Was die grafische Umsetzung von How NOT to Summon A Demon Lord angeht, lässt die erste Folge wenig zu wünschen übrig. Die Figuren präsentieren sich individuell gestaltet und besitzen alle ihre Ecken und Kanten, was der Geschichte an sich guttut. Vor allem die Gegensätze zwischen Gem und Shera sind augenscheinlich. Bisher sieht es so aus, als hätten sich der Drehbuchautor und Charakterdesigner bei älteren Fantasy und Ecchi-Werken bedient, alles in einen Mixer geworfen und dann geschaut, was herauskommt.

Das Ergebnis lässt sich zwar insgesamt sehen, entwickelt sich allerdings nicht zum großen Wurf, dem die Sprecher keinen besseren Eindruck bescheren. Die Leistungen der Seiyuu sind okay, ohne allerdings in Erinnerung zu bleiben. Da sich die Macher vor allem an Stereotypen bedienten, stellen sie die Sprecher vor keine große Herausforderung.

Die deutsche Umsetzung von Crunchyroll erlebte ebenfalls bessere Zeiten. Die Vielzahl an Informationen, vor allem zum Anfang der Episode, stürzen auf den Zuschauer ein, der gerade einmal genug Zeit hat, die Texte zu lesen. Informationen, die im Hintergrund auftauchen und eventuell weitere wichtige Einblicke ermöglichen, laufen durch, ohne dass eine reale Chance existiert, diese überhaupt ansatzweise mitzulesen.

How NOT to Summon a Demon Lord Artikelbild
Bild: Ajia-Do

Es könnte so schön sein …

How NOT to Summon A Demon Lord bietet auf den ersten Blick einiges an interessanten Ideen, die allerdings bisher nicht genug Raum erhielten. Vor allem die Entwicklung Takumas bietet einiges an Potenzial. Seine manchmal unbeholfene Art gibt ihm unzählige Möglichkeiten sich innerhalb der Geschichte zu positionieren.  Letzten Endes fallen diese Optionen mit ziemlicher Sicherheit einer klassischen Harem-Story zum Opfer. Obwohl sich die expliziten Szenen bisher im Rahmen hielten, ist der Anime nicht umsonst nur für ältere Zuschauer freigeschaltet. Diese können gern einen Blick riskieren, sollten allerdings keine allzu großen Erwartungen mitbringen.

Info

How Not to Summon a demon Lord
Bild: Ajia-Do

How NOT to Summon A Demon Lord
Original Name: 異世界魔王と召喚少女の奴隷魔術
Transkription: Isekai Maō to Shōkan Shōjo no Dorei Majutsu
Studio: Ajia-Do
Deutscher Anbieter: Crunchyroll
Regisseur: Yuta Murano
Drehbuch: Kazuyuki Fudeyasu
Erschienen am: 5. Juli 2018
Länge: ca. 25 Minuten pro Episode
Genre: Ecchi, Fantasy, Harem
Medium: VoD

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