Last Period: the journey to the end of the despair
Bild: Happy Elements K.K / Last Period Animation Project

Am 11. April veröffentlichte Crunchyroll die erste Episode des Anime Last Period: the journey to the end of the despair (Last Period: Owarinaki Rasen no Monogatari) im Simulcast, die wir uns für euch angeschaut haben.

Der Anime basiert auf einem Smartphone Game und dient zu dessen Werbezwecken.

Die Geschichte spielt in einer Welt, in der Monster, sogenannte Spirals, aus den kummergeplagten Seelen Verstorbener geboren werden. Diejenigen, die diese Bestien besiegen können, werden „Periods“ genannt. Haru ist ein Period in Ausbildung und gehört der 8. Arch-End-Zweigstelle an. Nach einem rätselhaften Diebstahl innerhalb der Zweigstelle gibt es allerdings einen wirtschaftlichen Zusammenbruch und das Hauptquartier von Arch End ordnet ihre Schließung an. Da sie nicht mehr bezahlt werden können, verlassen die meisten Periods die Division und nur wenige bleiben der Anführerin Erika treu, darunter auch Haru. Er und seine Freunde Gajel und Leeza beginnen ihre Arbeit, die 8. Division wieder aufzubauen.

Alles halb so wild

Obwohl die Geschichte schon ein wenig ernst klingt, entpuppt sich der Anime von der ersten Minute an als völlig harmlos. Die Story nimmt sich dabei selbst nie wirklich ernst und legt den Fokus auf die drei Protagonisten Haru, Gajel und Leeza mit ihren Begleitern Choco und Myu. Haru kann als gutmütiger Anführer gesehen werden, der von Leeza, die den reifen und strengen Part übernimmt, gelegentlich einen auf den Deckel kriegt. Der aufbrausende Gajel bleibt von ihr ebenfalls nicht verschont. Myu und Choco können als Maskottchen der Gruppe interpretiert werden, wobei Choco gelegentlich die eine oder andere amüsante Bemerkung raushaut oder auch gerne an Haru rumnagt, sobald sie hungrig wird. Im Großen und Ganzen ist die Truppe recht sympathisch und liebenswert, sticht mit den einzelnen Persönlichkeiten jedoch nicht wirklich aus der Masse hervor. Gleiches gilt für Erika und Campanella, die die ums Überleben kämpfende Zweigstelle koordinieren.

Last Period: the journey to the end of the despair
Bild: Happy Elements K.K / Last Period Animation Project

Werbung oder doch Satire?

Wie bereits bekannt, wurde der Anime zu Werbezwecken für das namensgebende Smartphone Game produziert. Interessant ist allerdings hierbei die Herangehensweise. Anstatt es nur anzudeuten, werden dem Zuschauer die Game-Anspielungen förmlich um die Ohren geworfen. Beispielsweise wird buchstäblich von Loot-Boxen zur Wiedergutmachung, Login-Boni oder Gratispunkten gesprochen und Ziele auf der Karte, die mit einem Kreuz markiert sind, sind sogar in der Realität mit einem versehen. Charaktere und NPCs werden durch Level und Sternstufen nach ihrer Kraft gemessen sogar Charakterbeschwörungen wie in eben solchen Games kommen vor. Der amüsante Punkt dabei ist, dass sich der Anime quasi über all diese Elemente lustig macht und sie durch den Kakao zieht, obwohl die Serie selbst auf genau so einem Spiel basiert.

Da der Anime selbst nicht besonders fesselnd oder spannend ist, sondern eher durch die Game-Parodien, Charaktere und Slapstick-Einlagen seinen gewitzten Charme verliehen bekommt, sticht die Story nicht wirklich heraus. Das ist aber nicht weiter schlimm, weil die genannten Faktoren für positive Stimmung sorgen. Außerdem fällt es stark auf, dass gar nicht vorrangig darauf abgezielt wird, den Anime ernst rüberbringen zu wollen. Die simple und humorvolle Geschichte junger Monsterjäger erfüllt vollkommen ihren Zweck, nämlich eine nette und gelungene Promo für ein Mobile Game.

Last Period: the journey to the end of the despair
Bild: Happy Elements K.K / Last Period Animation Project

Das übliche Rundum-Paket

Animation und Sound halten sich im soliden Standardbereich und stechen in keiner Hinsicht aus der Masse heraus. Die Charaktere sind dabei überwiegend niedlich gehalten und werden im Video zum Opening sogar in Chibi-Form präsentiert, was eine weitere Anspielung aufs Game sein dürfte. Der Soundtrack hat zwar keinen Wiedererkennungswert, aber erfüllt völlig seinen Zweck und drängt sich nie unpassend in den Vordergrund. Die Opening und Ending-Themes werden jeweils von den Synchronsprecherinnen und -sprechern performt. Beide Songs klingen geladen, ein wenig albern und sorgen für eine positive Stimmung.

Wie sonst auch, leistet der Cast wieder einmal sehr gute Arbeit und sämtliche Charaktere werden (für ihre Verhältnisse) überzeugend und gelungen umgesetzt. Unter anderem sind in diesem Fall Natsuki Hanae (Ken Kaneki aus Tokyo Ghoul), M.A.O (Voronoa aus Durarara!!) und Ayumu Murase (Shōyō Hinata aus Haikyu!!) zu hören. Crunchyroll steuert derweil wie üblich gut und amüsant übersetzte Untertitel bei.

Eine Übersicht aller Simulcasts der Season findet ihr in unserer Simulcast-Liste.

Info
Last Period: Owarinaki Rasen no Monogatari
Last Period: Owarinaki Rasen no Monogatari

Last Period: the journey to the end of the despair
Original Name: ラストピリオド -終わりなき螺旋の物語-
Transkription: Rasuto Piriodo: Owarinaki Rasen no Monogatari
Studio: J.C.Staff
Deutscher Anbieter: Crunchyroll
Regisseur: Yoshiaki Iwasaki
Drehbuch: Hideki Shirane
Musik: Manual of Errors
Erschienen am: 11. April 2018
Länge: 12 Episoden
Genre: Fantasy, Action, Magic
Medium: VoD

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