Libra of Nil Admirari Anime
Bild: Zero-G

Am 8. April startete der Romance-Anime Libra of Nil Admirari auf Crunchyroll im Simulcast. Wir haben uns die erste Folge für euch angesehen.

Der Anime, der im Japanischen den Titel Nil Admirari no Tenbin trägt, basiert auf dem Otome Game Nil Admirari no Tenbin: Teito Genwaku Kitan, das von Otomate für die Playstation Vita entwickelt wurde und  am 21. April 2016 in Japan erschien. Am 21. September 2017 folgte ein Sequel mit dem Titel Nil Admirari no Tenbin: Kuroyuri En’yôta. Seit dem 18. Januar 2018 wird zudem eine Manga-Adaption in der Monthly G Fantasy veröffentlicht. Die Anime-Adaption setzte das Studio Zero-G um.

Libra of Nil Admirari spielt in einer alternativen Timeline. Die Taishô-Ära Japans endete nicht 1926, sondern dauert stattdessen bis 1936. Während dieser Zeit stimmt die Aristokratentochter Tsugumi Kuze zu, zur Rettung der Familienehre verheiratet zu werden. Doch dann versucht ihr jüngerer Bruder Hitaki sich selbst zu verbrennen, während er ein mysteriöses Buch im Arm hält. Noch bevor Tsugumi diesen Schicksalsschlag verwunden hat, treten Mitarbeiter des Kaiserlichen Bibliotheksgeheimdienstes auf den Plan, die hinter „verfluchten Folianten“ her sind, die die Gefühle ihrer Leser negativ beeinflussen.

Libra of Nil Admirari Hitaki
Bild: Zero-G

Von Eulen und verfluchten Büchern

Die erste Folge begleitet den weiblichen Hauptcharakter des Anime, Tsugumi Kuze. Als Tochter aus einer verarmten Aristokratenfamilie steht sie kurz davor, zum Wohle ihrer Familie zu heiraten. Während Tsugumi selbst kein Problem in der arrangierten Ehe sieht, hat ihr Bruder andere Ansichten und die Geschwister streiten sich. Um sich mit Hitaki wieder zu versöhnen, verlässt Tsugumi das Familienanwesen und kauft für ihn Geschenke. Als sie wieder nach Hause zurückkehrt, trifft sie auf einen verstörten Hitaki.

Sie folgt ihm zu seinem Zimmer und kann gerade noch mit ansehen, wie er übergossen mit Öl mit einem Streichholz anzündet. Doch er überlebt und wird in ein Krankenhaus gebracht. Dort trifft sie erstmals auf zwei Mitglieder des Kaiserlichen Bibliotheksgeheimdiensts, die sie in das Mysterium der „verfluchten Folianten“ einweihen. Diese Bücher nehmen fatalen Einfluss auf die Emotionen ihrer Leser und haben zudem eine besondere Aura. Nach dem tragischen Vorfall mit ihrem Bruder ist Tsugumi in der Lage, diese Aura zu sehen. Daher versucht sie der Geheimdienst, der auch als „Fukurou“ (dt. Eule) bezeichnet wird, als neues Mitglied anzuwerben.

Libra of Nil Admirari Fukuro
Bild: Zero-G

Mysterium plus

Bei der Vorlage für den Anime handelt es sich nicht um eine pure Dating-Simulation für Frauen, sondern eben auch um eine Visual Novel. Das merkt man vor allem daran, dass so viel Zeit darauf verwendet wird, den Plot um die „verfluchten Folianten“ zu etablieren. Die normalerweise in Otome-Game-Adaptionen zahlenmäßig überlegenen gutaussehenden männlichen Charaktere machen sich dagegen noch recht rar. Die weibliche Hauptfigur wirkt trotz ihrer aristokratischen Herkunft sehr bodenständig. Ob sie erträglich bleibt oder sich in das Sinnbild weiblicher Klischees verwandelt, werden wohl erst die nächsten Folgen verraten.

Gedeckt in Farbe und Ton

Die Animation macht einen guten Eindruck, wenn auch etwas zu viele Standbildern zum Einsatz kommen wie beispielsweise bei der Feuerszene. Die Szenenbilder sind in gedeckten Farben gehalten, was die Ernsthaftigkeit der Story unterstreicht. Sie wirken zwar stimmig aber auch etwas stereotyp für das Aristokratentochter-Setting. Die Farbgebung der Figuren ist teilweise etwas eigenwillig, besonders der helle Schein auf den Haaren um Tsugumis Gesicht irritiert.

Libra of Nil Admirari Tsugumi
Bild: Zero-G

Die Sprecherwahl für die  Synchronisation ist zufriedenstellend, einzig Juri Kimura als Tsugumi Kuze scheint emotionale Tiefe in der Stimme zu fehlen, wenn sie sich um ihren Bruder sorgt, oder sich selbst für den Vorfall verantwortlich macht. Besonders fällt es im Vergleich mit Hitakis Sprecher Nobuhiko Okamoto auf, wenn sie sich streiten. Aber vielleicht ist diese Schlichtheit auch beabsichtigt.

Drei-Folgen-Regel

Auf den ersten Blick ist Libra of Nil Admirari kein Meisterwerk der japanischen Animationskunst, aber wer Mystery mag, könnte durchaus Gefallen an der Story finden. Für Fans des Otome-Genres verspricht zumindest die Endcard noch einige Entwicklung im Reverse-Harem-Bereich. Die erste Folge weckt definitiv Interesse, aber ob der Anime wirklich sehenswert ist, müssen die kommenden Folgen zeigen.

Info
Nil Admirari no Tenbin
Nil Admirari no Tenbin

Libra of Nil Admirari
Original Name: ニル・アドミラリの天秤
Transkription: Nil Admirari no Tenbin
Studio: Zero-G
Deutscher Anbieter: Crunchyroll
Regisseur: Masahiro Takata
Drehbuch: Tomoko Konparu
Musik: Tomoki Hasegawa
Erschienen am: 8. April 2018
Länge: 12 Episoden
Genre: Fantasy, Historical, Romance
Medium: VoD

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