Sword Art Online Alternative Gun Gale Online
Bild: 2017 KEIICHI SIGSAWA/KADOKAWA CORPORATION AMW/GGO Project

Gestern veröffentlichte Wakanim neben Persona 5 auch die erste Episode zu Sword Art Online Alternative Gun Gale Online als Simulcast in ihrem Programm. Wir haben natürlich für euch in den Spin-off reingeschaut.

Die Geschichte erzählt von Karen Kohiruimaki, einer College-Studentin, die aufgrund ihrer Körpergröße wenig Selbstvertrauen besitzt und schlecht mit Menschen in der realen Welt umgehen kann.

Also fängt sie an, das Full-Dive MMORPG Gun Gale Online zu spielen. Ihr Avatar heißt Llenn, ist nur 150 Zentimeter groß und ganz in pink bekleidet. Im Spiel trifft sie auf Pitohui, die sie überredet am “Squad Jam” teilzunehmen. Dabei handelt es sich um eine Battle Royale-Variante des Bullet of Bullets-Turniers.

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Bild: 2017 KEIICHI SIGSAWA/KADOKAWA CORPORATION AMW/GGO Project

Es hagelt Kugeln von allen Seiten!

Die erste Episode des Spin-offs macht uns mit der Protagonistin Karen alias Llenn und ihrem Teampartner M vertraut. Gemeinsam nehmen die beiden am Battle Royale-Turnier „Squad Jam“ teil und stellen sich zu zweit 22 weiteren Teams, obwohl ein Team bis zu 6 Spieler enthalten darf. Dies lässt vermuten, dass Llenn im Regelfall nicht gerade die größte Teamplayerin ist, was man auch im Laufe der Episode an ihrem Verhalten merkt.

Obwohl sie tatsächlich überaus begabt und talentiert im Game ist, überstürzt sie die Situation und will direkt in die Offensive gehen. M nimmt dabei den strategischen und durchdachten Part ein, der sie ständig bremsen muss. Allerdings ist er ebenalls kein Unschuldslamm, da er seine Partnerin zugunsten seiner Observationen als Lockvogel verwendet, obwohl sie sogar der Teamleader ist. Im Endeffekt geben die zwei jedoch ein gutes Team ab und zeigen was sie so draufhaben.

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Bild: 2017 KEIICHI SIGSAWA/KADOKAWA CORPORATION AMW/GGO Project

Zurück in die Welt der Schusswaffen

Die eingefleischten Sword Art Online Fans werden Kirito, Asuna und Co. in dieser Serie zwar leider vermissen, doch wer Freude am Gun Gale Online Arc der zweiten Season hatte, kann sich nun auf mehr davon freuen. Es bleibt abzuwarten, wie das Pacing in den folgenden Episoden verlaufen wird, bei der ersten passiert rein von der Handlung her erstmal jedenfalls nicht allzu viel. Die gesamte Episode befasst sich nämlich mit Llenn und Ms Observationen, Strategien und den Zwickmühlen, aus denen sie sich heraus manövrieren müssen. Dennoch ist die Folge recht unterhaltsam und bietet eine nette Abwechslung durch die neuen Charaktere.

Wer ohnehin schon ein Fan des Franchise ist, dem wird dieser Spin-off herzlich empfohlen, doch auch Zuschauer, die Sword Art Online eher meiden, sollten dem Anime zumindest eine Chance geben.

Ein Spin-off mit neuem Anstrich

Im Gegensatz zu den bisherigen Anime-Adaptionen entstand diese nicht beim Studio A-1 Pictures, sondern bei 3Hz, die u.a. für Anime wie Dimension W, Flip Flappers oder Princess Principal verantwortlich sind. Das Studio weist im Stil zwar kleinere Ähnlichkeiten zur Hauptserie auf, hat im Großen und Ganzen aber ein völlig eigenes Design. Neben den neuen Figuren sorgt somit auch dieser Faktor für ein abwechslungsreiches Erlebnis.

Die Animation ist dabei toll in Szene gesetzt und versagt auch nicht bei schnelleren Gefechten und Schusswechseln. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die Hintergründe, die die leicht angespannte Atmosphäre unterstreichen. In einigen kurzen Sequenzen betrachtet der Zuschauer die Umgebung sogar aus der First-Person-Perspektive, also aus der Sicht von Llenn.

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Bild: 2017 KEIICHI SIGSAWA/KADOKAWA CORPORATION AMW/GGO Project

Der Soundtrack muss diesmal zwar leider ohne Yuki Kajiura auskommen, doch auch Starving Trancer enttäuscht nicht mit den Kompositionen zu diesem Anime. Die Musik untermalt dabei die angespnnte Stimmung und legt erst so richtig los, als Llenn endlich in die Offensive geht. Ob von den Stücken etwas im Gedächtnis hängenbleiben wird, bleibt erst einmal abzuwarten, gut klingen tun sie aber schonmal. Das Opening wird ein weiteres Mal von Eir Aoi beigesteuert, die einen geladenen und mitreißenden Song hervorgebracht hat. Das Ending wiederum wird von Llenns Sprecherin Tomori Kusunoki selbst performt und bietet einen entspannten Ausklang der Episode, besonders hervorstechen tut der Song allerdings nicht.

Über die Synchronisation kann man sich in keinster Weise beschweren. Sämtliche Rollen wurden passend besetzt und überzeugend umgesetzt. Bei Tomori Kusunoki als Llenn bzw. Karen hört man außerdem prima heraus, dass ihre Figur in der Realität tatsächlich ganz anders drauf zu sein scheint, obwohl sie als Karen erst ganz zum Schluss der Episode zu hören ist. Zur gelungenen Vertonung steuert Wakanim die passenden Untertitel, die sich flüssig und angenehm lesen lassen.

Fazit: Sword Art Online Alternative Gun Gale Online ist ein netter, gelungener Spin-off zur Hauptserie und sorgt mit neuen Charakteren und einer neuen Aufmachung für gute Abwechslung. Wer bei der Geschichte um Kirito Freude in der Welt der Schusswaffen hatte, wird hier mit Sicherheit erneut auf seine Kosten kommen. Auch Nicht-Fans könnte die neue Serie eventuell gefallen.

 

Eine Übersicht aller Simulcasts der Season findet ihr in unserer Simulcast-Liste.

Info
Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online
Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online

Sword Art Online Alternative Gun Gale Online
Original Name: ソードアート・オンライン オルタナティブ ガンゲイル・オンライン
Transkription: Sōdo Āto Onrain Orutanatibu Gangeiru Onrain
Studio: 3Hz
Deutscher Anbieter: Wakanim
Regisseur: Masayuki Sakoi
Drehbuch: Yōsuke Kuroda
Musik: Starving Trancer
Erschienen am: 7. April 2018
Länge: 12 Episoden
Genre: Game, Fantasy, Action, Sci-Fi, Military
Medium: VoD

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