First View: Pandora in the Crimson Shell: Ghost Urn

    Anime on Demand läutet die Simulcast Season ein

    Kōkaku no Pandora
    Kōkaku no Pandora

    Mit Pandora in the Crimson Shell: Ghost Urn läutete Kazé bei Anime on Demand die Simulcast Season. Wir haben uns die erste Folge genau angeschaut.

    Worum geht es?
    Die Geschichte handelt von Nanakoroi Nene, ein kybernetisch verbessertes Mädchen von nebenan, das bei seiner Tante lebt und die Leiterin der Inselmetropole Cenancle ist. Allerdings hat sie das Problem, dass sie nicht weiß, was in ihrem Speicher für sie abgespeichert wurde. Eines Tages trifft sie auf den reichen Erfinder Uzal Delilah und Clarion, was ihr direkt zu Anfang einigem Ärger einhandelt.

    Die Story:
    Denkt man zuerst, man hat einen reinen Comedy Anime vor sich, wird man zur Hälfte der ersten Folge eines besseren belehrt. Es mischen sich Action, Comedy und natürlich ein klein wenig Ecchi. Die Erzählung ist dabei wirklich gut gemacht. Da Comedy überwiegt, hat man immer etwas zum Schmunzeln (oder zum Lachen wie man es nimmt). Man bekommt auch direkt einiges an Hintergrundinformationen erklärt, allerdings so, dass man natürlich nicht direkt die ganze Geschichte erfährt. Außerdem merkt man ziemlich schnell, dass hinter den Charakteren viel mehr steckt, als man auf den ersten Blick sehen kann.

    Die Idee:
    Die Idee ist natürlich nicht neu, denn das Thema Cyborg wurde schon sehr oft behandelt. Auch die Hintergrundgeschichte der Cyborgentwicklung ist genauso wie immer. Genau genommen bietet die Mischung aber einige Möglichkeiten. Ob diese genutzt werden, wird man in den späteren Folgen erfahren. Bisher bleibt es aber dabei: bewährte Grundidee, die auf jeden Fall interessant ist.

    Die Charaktere:
    Die Charaktere sind zwischen durchgeknallt und irgendwie naiv bis durchtrieben. Man lernt eigentlich nur die Hauptfigur Nene etwas genauer kennen. Zwar sind auch direkt Ural und Clarion dabei, allerdings kann man sie nach der ersten Folge noch nicht einordnen. Nene jedenfalls ist einem auf den ersten Blick sympathisch, ein liebenswürdiger Charakter, ein wenig durchgeknallt, man muss sie einfach mögen. Was bei diesen Anime aber sehr wichtig wird, ist die Charakterentwicklung, hier wird die Zeit zeigen, ob gute Arbeit geleistet wurde.

    Die Animation:
    Hier wechselt sich: gut und angestaubt etwas ab. Es gibt Momente, da wirkt sie wirklich sehr angestaubt, was allerdings wohl eher als Designelement zu sehen ist. Davon aber mal abgesehen ist die Animation angemessen, wenn auch eher durchschnittlich.

    Der Sound:
    Den Opener hört man in der ersten Folge noch nicht, das Ending ist aber ganz okay. Ansonsten passen alle Töne und auch die Musik im Anime selbst unterstützt die jeweilige Szene ziemlich gut.

    Die Synchronisation / Untertitel:
    Also als Erstes muss man wirklich sagen, macht die Synchronsprecherin von Uzal einen richtig guten Job. Sie bringt die Facetten der Figur durch die Betonung und Art wie sie spricht, sehr gut zur Geltung. Aber auch die restlichen Stimmen sind durchaus gut ausgewählt worden, allerdings kann Nenes Stimme ab und zu nerven. Beim Untertitel hat Kazé alles richtig gemacht, weiße Schrift, keine Fehler und gut ins Deutsche übernommen.

    Erster Eindruck:
    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich den Anime nun gut finde oder nicht. Das ist hier bei der ersten Folge wirklich schwer einzuschätzen. Interessant ist die erste Folge auf jeden Fall und Potential hat die Geschichte auch. Persönlich muss ich sagen, dass mir die erste Folge durchaus gefallen hat und ich mir die weiteren Folgen auch ansehen werde, denn es wird interessant, ob die Macher das Potential ausschöpfen können. Fazit also: Ein Anime mit viel Potential.

    Auf den ersten Blick:

    Positiv:

    • Story mit viel Potential
    • Gute Comedy Elemente

    Negativ:

    • Synchronstimme von Nene kann manchmal nerven

    Info

    Koukaku no Pandora: Ghost Urn
    Koukaku no Pandora: Ghost Urn

    Pandora in the Crimson Shell: Ghost Urn
    Original Name: 紅殻のパンドラ
    Transkription: Kōkaku no Pandora
    Studio: Studio Gokumi
    Deutscher Publisher: Kazé (Anime on Demand)
    Regisseur: Munenori Nawa
    Drehbuch: Tatsuya Takahashi
    Musik: Kōtarō Lantis
    Erschienen am: 08.01.2016 Japan. 12.01.2016Deutschland
    Länge: ?
    Freigegeben ab:
    Genre: Action, Fantasy, Sci-fi
    Sprachen: japanisch mit deutschen Untertitel
    Medium: VoD

    Micha
    Ein alter Hase im Geschäft. Seit Akira 1991 in die deutschen Kinos kam, brennender Anime-Fan und noch die gute alte Zeit miterlebt als Carlsen Manga in Farbe und Bunt auf den Markt brachte. Ghost in the Shell Fan der ersten Stunde und bevorzugt mittlerweile Slice of Life Anime