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Forscher entdecken Hirnregion, die durch Pokémonbilder angeregt wird

Erwachsene, die im Kindesalter ausgiebig Pokémon gespielt haben, verfügen über eine Gehirnregion, die bevorzugt auf Bilder von Pokémon reagiert, so die Forschungsergebnisse der Stanford-Psychologen. Das Resultat wurde online im Fachmagazin Nature Human Behavior veröffentlicht.

Auch der Autor nahm an der Studie teil

Jesse Gomez, der Erstautor der Studie und ein ehemaliger Stanford-University-Absolvent, war in seiner Kindheit ein begeisterter Pokémon-Spieler. Man untersuchte, ob die Einwirkung der Kinder auf visuelle Reize eine Beeinträchtigung der Gehirnregionen hervorbringt. Dazu führte das Forschungsteam Röntgenaufnahmen an 11 Erwachsenen durch, die zwischen 1995 und 1998 als 5- bis 8-Jährige Pokémon spielten. Darunter gehörte auch Gomez. Die Ergebnisse wurden dann mit Personen verglichen, die kein Pokémon spielten.

Gehirn Pokemon
Bild: Stanford University

„Was an Pokémon einzigartig ist, ist, dass es Hunderte von Wesen gibt. Dazu muss man alles über diese wissen, um das Spiel erfolgreich zu spielen. Das Spiel belohnt jemanden dafür, dass man Hunderte dieser Wesen individuell behandelt und für das Team auswählt“, sagte Gomez und fügte hinzu: „Und dabei dachte ich schon vorher: Dafür muss es doch eine Gehirnregion geben! Sonst würde es ja nie so genau passieren.“

Da jedes Kind die Spiele auf dem Nintendo Game Boy, einem Gerät mit einem 4,7 x 4,3 cm großen Bildschirm spielte, konnten die Forscher die Personen auf Exzentrizitätsverzerrungen testen. Diese Theorie besagt, dass die Größe und Lage einer bestimmten Region im Gehirn davon abhängt, wie viel von unserem Gesichtsfeld die Objekte aufnehmen und ob sich die Objekte im zentralen oder peripheren Blick des Betrachters befinden.

Gehirnregionen reagierten auf die Pokémon-Bilder

Was das Team herausfand, ist, dass der occipitotemporale Sulkus (OTS) dieser Erwachsenen tatsächlich bevorzugt auf Bilder von Pokémon reagiert hat, gerade im Vergleich zu denen, die das Spiel nicht gespielt haben. Das Gehirn der Testpersonen reagierte nicht nur auf die erste Generation der Pokémon-Spiele Rot und Blau, sondern auch auf den Anime. Hier wurden die gleichen Hirnregionen aktiviert.

Kalanit Grill-Spector, eine Professorin für Psychologie an der Stanford’s School of Humanities and Sciences, sagte, dass die Ergebnisse ein weiterer Beweis dafür seien, dass das menschliche Gehirn formbar und in der Lage ist, seine Form auf Grund der visuellen Exposition von klein auf zu verändern. „Der visuelle Kortex besteht aus Hunderten von Millionen Neuronen“, sagte sie. „Wir haben die Fähigkeit, viele, viele Muster in diesem Abschnitt des Kortex zu kodieren.“

Quelle: Stanford News

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