Früherer Ghibli-Mitarbeiter kritisiert alle Anime-Filme seit Kikis kleiner Lieferservice

Hirokatsu Kihara ist ein einstiges Produktionsmitglied von Studio Ghibli, das an Anime-Filmen wie Das Schloss im Himmel, Mein Nachbar Totoro und Kikis kleiner Lieferservice mitgewirkt hat. Dieser gab dem britischen Magazin Dazed ein Interview und gestand, dass er alle Produktionen des Studios seit Kikis kleiner Lieferservice langweilig fand.

Kiharas Kritik richtet sich dabei nicht direkt an die Filme, sondern an seine Zusammenarbeit mit Studio Ghibli. Er sei bei allen drei Filmen Hayao Miyazakis Vertrauter gewesen, was Idee und Konzepte anging. Kihara hätte allerdings das Problem erkannt, dass Miyazaki stets alles von sich selbst in den Movies hineinpacken wollte. Diese seien demnach ein vollständiges Werk von Hayao Miyazaki oder Isao Takahata.

Hirokatsu Kihara kritisiert an dieser Stelle den Ideenreichtum und stellte dies mit Disney sowie Pixar im Vergleich, wo mehrere Leute ihre Ideen mit einfließen lassen. Miyazaki und Takahata seien überarbeitet und tragen zu viel auf ihrer Schulter. Da bleibe keine Zeit, neue Ideen zu finden oder bereits bestehende auszuarbeiten.

Kihara verwies auch auf die hohe Absprungrate an Mitarbeitern im Studio Ghibli. Er führte dies auf die Praxis zurück, Menschen nur danach einzustellen, weil sie den Produzenten gefallen, nicht wegen ihrer kreativen Ideen. Ghibli wolle Anhänger, keine Führer – daher fehle es den Produktionen an Qualität.

Auf die Frage, was der Grund für diese Firmenpolitik sei, antwortete Kihara: Es gäbe eine Person, welche er nicht nennen werde. Diese fände Kihara er sehr unheimlich, da sie wie ein Yakuza reden und alles wie ein Politiker steuern würde.

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