Gelesen: Terra Formars Band 1

    Gelesen - Terra Formars Band 1
    © Sumikai / WS

    Mit dem ersten Band von Terra Formars hat eine recht aktuelle Manga-Reihe durch Tokyopop schnell seinen Weg nach Deutschland gefunden.

    Tatsächlich ist es so, das man den ersten und den zweiten Band von Terra Formars bei uns gleichzeitig auf den Markt gebracht hat, verantwortlich ist dafür der Publisher Tokyopop.
    In diesem Test wurde ein Blick auf Band 1 von Terra Formars geworfen und nun lest ihr hier, ob sich ein Kauf lohnt.

    Worum geht es?
    Die Menschheit hat immer weniger Platz und der ständige Raub der natürlichen Ressourcen hat diese auf einen viel zu niedrigen Wert fallen lassen. Sollte es nicht gelingen neue Lebensräume zu erschließen, steuern die Menschen unweigerlich auf ihr Ende zu.

    Aus diesem Grund rief man die Erschließung vom Mars auf den Plan. Im 20.Jahrhundert wurde ein Terraforming Programm gestartet, um den roten Planeten für Menschen bewohnbar zu machen und durch diesen neuen Lebensraum ein überleben zu sichern.
    Leider hatte der Plan im nach herein einige kleine Lücken, die sich nun im Jahr 2599 n. Chr. erneut zu Problemen führen werden. Leider weiß die Crew der Bugs 2 Operation nichts davon und landet mit viel zu wenig Wissen über die wahre Lage auf dem ehemals roten Planeten.

    Die Idee:
    Menschen gegen Aliens ist keine wirklich neue Story. Menschen gegen Aliens die sie quasi selber erschaffen haben, ändert aber einige Parameter in einer bekannten Idee.
    Dies führt dazu, das man hier aufzeigt, dass das Streben des Menschen nach neuen Lebensräumen nicht immer gut sein muss und reiflich überdacht werden sollte.

    Die Umsetzung einer etwas anderen Mensch gegen Alien Geschichte ist durchaus gelungen und sorgt dafür, das man nicht das Gefühl bekommt eine ewig gleiche ähnliche Storyline zu erhalten. Allerdings darf man sich nicht an der etwas höheren Stufe an Gewalt stören.

    Die Story(s)

    © Sumikai / WS

    Die Crew der Bugs 2 Operation ist jung und alle haben ihre Gründe warum sie dabei sind. Fast keiner ist es wirklich freiwillig, jeder hat seine höchst eigene Vergangenheit, wegen der er ein Mitglied der Crew geworden ist.
    Keiner von ihnen ist mehr ein Mensch im eigentlichen Sinne, da sie für diese Mission eine sehr gefährliche Operation über sich ergehen lassen mussten, die ihren Körper verändert hat. Dadurch sind sie in der Lage auf dem Mars zu überleben, obwohl das Terraforming nicht gänzlich beendet ist und sie dort sonst kaum arbeiten könnten.

    Als sie auf dem ehemals roten Planen landen sind sie mehr als überrascht, das der Planet schon soweit fortgeschritten ist mit seiner Umwandlung, sowie das sie so gut mit den Bedingungen vor Ort zurechtkommen.

    Da man davon ausgeht, das die beim Terraformen eingesetzten Kakerlaken noch auf dem Planeten sind, machen sie sich auf den Weg um die Schädlinge zu eliminieren, dies sieht ihre Mission vor.
    Allerdings finden sie keine Kakerlaken vor Ort, nicht eine einzige. Dafür entdecken sie aber eine dem Menschen ähnliche Kreatur, die nicht erfreut ist und äußerst Feindselig auf die Besucher reagiert.

    Die Zeichnung:
    Hier kann man nur sagen wirklich gut gemacht. Der Style ist auf einem hohen Niveau und die Qualität der Zeichnungen ist definitiv im oberen Bereich einzuordnen. Die Panels selber sind oftmals mit einem passenden und zum Teil recht detailreichen Background versehen.

    Die Zeichnungen der Charaktere sind gut gelungen, gerade wenn man die Mutationen durch die Operation bedenkt, hat man hier wirklich gute Arbeit geleistet. Die Charaktere sehen mit ihren Fähigkeiten absolut glaubwürdig aus und machen eine gute Figur, ohne das es lächerlich wirkt.

    Auch ihre Gegner sind sehr gelungen. Absolut einfach gehalten vom Style her und dabei trotzdem zur Story passend erstellt, sind sie einfach nur genau richtig.

    Fazit:

    © Sumikai / WS

    Wie das Genre Seinen schon sagt, haben wir mit Terra Formars eine Manga-Reihe die sich eindeutig an junge Erwachsene und Erwachsene wendet. Die Geschichte selber ist im Sci-Fi Bereich angeordnet und geht im späteren Verlauf eindeutige und harte Wege.
    Alleine die Kämpfe, sind Schonungslos und brutal, wer eher zartbesaitet ist, sollte sich zuerst die Leseprobe ansehen, ob dieser Manga der richtige ist.

    Gerade die männlichen Leser werden sich freuen, das es hier harte Kämpfe mit teilweise sehr eindeutigen Zeichnungen dazu gibt. Allerdings sind diese auch zum Teil die schwäche des ersten Bandes. Wer die Anime-Serie nicht kennt, wird nach dem ersten Band mehr Fragen als alles andere haben. Erst im zweiten wird dann langsam die Auflösung kommen.

    Im ersten Band haben wir einen interessanten Start in eine Manga-Reihe für Erwachsene, allerdings empfehlen wir Band eins und zwei zusammen zu erwerben, da man sonst ein paar Antworten zu wenig hat.
    Durch seine harte Gangart ist Terra Formars definitiv nichts für Leser die Gewalt nicht mögen, trotzdem kann ich ihn alleine wegen der Zeichnungen definitiv allen Sci-Fi Fans empfehlen, die sich an etwas mehr Blut nicht stören.

    Wir bedanken uns bei Tokyopop für das Muster und die gute Zusammenarbeit.

    Info:

    Terra Formars

    Original Name: テラフォーマーズ
    Transkription: Tera Fōmāzu
    von Text: Yu Sasuga und Zeichnungen: Ken-ichi Tachibana
    Verlag: Tokyopop
    Verfügbar: 2 Bände
    Preis: 9,95 EUR.
    Genre: Seinen
    Empfehlung: FSK 16 +
    ISBN: 978-3-8420-1143-4

    Zu kaufen in jeder gut sortierten Buchhandlung oder direkt bei Tokyopop

    Im Web:
    Webseite Tokyopop
    Facebook Seite Tokyopop

    Weitere Info:
    Eine Leseprobe findet ihr unter diesem Link, hier, direkt auf der Tokyopop Homepage.

    Die Anime-Serie zu Terra Formars läuft derzeit über peppermint anime auf peppermint TV als Simulcast.