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Nach 60 Jahren gibt der Gründer die Rolle als Präsident ab

Generationswechsel an der Spitze des Hello Kitty-Unternehmens Sanrio

„Hello Kitty“ ist in aller Welt bekannt. Die kleine, niedliche Katze, die vom Neko-Kult inspiriert wurde, verzaubert kleine und große Fans auf der ganzen Welt. Nun gibt ihr Erschaffer Shintaro Tsuji sein Präsidentenamt in der Firma Sanrio ab.

Tsuji hatte im Jahr 1960 das Unternehmen gegründet, aus dem später Sanrio Co. – die Heimat von „Hello Kitty“ – hervorging. Sechzig Jahre war er Präsident, nun gibt er das Amt im stolzen Alter von 92 Jahren ab. Sanrio gab diesen ersten Führungswechsel in seiner Geschichte am Freitag bekannt.

Unternehmen bleibt im Familienbesitz

Doch das Unternehmen bleibt weiter fest in Familienhand. Tsuji wird den Posten am 1. Juli an seinen 31-jährigen Enkel Tomokuni Tsuji, der derzeit Senior Managing Director ist, abtreten. Doch Shintaro Tsuji denkt nicht komplett ans Aufhören. Er wird weiterhin den Vorsitz übernehmen. Damit wird er das Unternehmen, das in Tokyo ansässig ist, weiterhin nach Außen vertreten.

„Ich möchte das Unternehmen so umgestalten, dass es besser auf das heutige, sich schnell verändernde Geschäftsumfeld reagieren kann“, sagte sein Enkel am Freitag auf einer Pressekonferenz in Tokyo. Sein Großvater war nicht anwesend, um sich vor einer COVID-19-Infektion zu schützen.

Rückgänge beim Gewinn

Der Schritt erfolgt, nachdem Sanrio den fünften jährlichen Rückgang des Nettogewinns in Folge für das im März endende Geschäftsjahr gemeldet hat. Da die Coronavirus-Pandemie die vorübergehende Schließung der Hello-Kitty-Parks in Japan erzwang, sank der Nettogewinn von Sanrio im Vergleich zum Vorjahr um 95,1 Prozent auf 191 Millionen Yen im Geschäftsjahr.

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Tomokuni stellte auf der Pressekonferenz fest, dass das Unternehmen sein digitales Geschäft drastisch verbessern und das globale Marketing stärken müsse, um überleben zu können.

Hello Kitty erblickte 1974 das Licht der Welt

Shintaro Tsuji, ein ehemaliger Beamter der Präfekturregierung in Yamanashi, gründete 1960 in Tokyo die Yamanashi Silk Center Co., den Vorgänger von Sanrio, um Seidenprodukte, eine Spezialität der zentraljapanischen Präfektur, zu verkaufen. Nachdem er erfahren hatte, dass sich Waren mit niedlichen Illustrationen gut verkaufen, wandte er sich den Charakterwaren zu, was schließlich 1974 zur Gründung von „Hello Kitty“ führte.

Eigentlich war sein Sohn Kunihiko Tsuji für die Nachfolge eingeplant. Dieser starb allerdings 2013 im Alter von 61 Jahren an akutem Herzversagen während einer Geschäftsreise nach Los Angeles in seiner Funktion als Executive Vice President der Firma.

Der neue Präsident Tomokuni Tsuji trat 2014 dem Unternehmen bei und ist seit Juni 2017 Senior Managing Director.

kyodo

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