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»Detektiv Conan – FBI Collection« – Manga-Test

Gosho Aoyamas Superhit Detektiv Conan steht ohne Frage ganz oben auf der Liste der weltbesten Mangas: Mit inzwischen 83 deutschen und 87 japanischen Bänden, 36 Short-Story-Mangas (in Japan), 19 Kinofilmen, 778 Episoden und einigen Spin-off-Serien (zum Beispiel Kaito Kid) begeistert der Meisterdetektiv unablässig die Massen. Um bei all den verschiedenen Handlungssträngen den Überblick zu behalten, gibt es »Selection« genannte Sammelbände, die thematisch zusammenhängende Kapitel nochmals abdrucken. Diese werden in Deutschland von Egmont Manga veröffentlicht und behandeln Themen wie Romance, die schwarze Organisation, Kaito Kid oder Fußball. Die neuste Collection trägt den Titel der FBI-Selection und Sumikai hat ihn für euch unter die Lupe genommen.

Die Kampfspiel-Falle (Band 27)

Dass das FBI bei Detektiv Conan eine große Rolle spielt, sollte treuen Lesern längst bekannt sein. Um die amerikanischen Verteidiger des Rechts ranken sich beinahe so viele Geheimnisse, wie um die schwarze Organisation, und das, obwohl sie schon mehr Auftritte verzeichnen durften. Der erste Fall des Sammelbandes wirft uns zurück zu Conans erstem Zusammentreffen mit dem FBI. Jodie Saintemillion, ihres Zeichens Englischlehrerin an Rans und Sonokos Teitan-Mittelschule, genießt darin einen entspannten Nachmittag an den High-Score-Spitzen einer Spielhalle, als das Unmögliche passiert: Ein Spitzenspieler verstirbt während eines Duells! Conan wittert sofort Mord und nimmt die Ermittlungen auf. Welche Rolle Miss Jodie dabei hat und wie viel sie über den geschrumpften Detektiv weiß, ahnt dieser dabei noch nicht.

Bombenstimmung (Band 29)

Im zweiten Fall finden sich Conan, Ai, der Professor und die Detective Boys in einer äußerst prekären Lage: Ihr Bus wurde gerade entführt und Bomben darin platziert! Dem Ganzen wird noch die Krone aufgesetzt als Ai voller Panik anmerkt, dass jemand von der schwarzen Organisation im Bus ist!

Im Visier der schwarzen Organisation (Band 49)

Beim nächsten Teil wird der Fokus auf die Herren (und vereinzelt Damen) in Schwarz verstärkt: Gin, Vodka, Vermouth, Kir, Chianti und Korn sind alle mit von der Partie. Ihnen gegenüber stehen das FBI, vertreten von Jodie, Andre, James und Shuichi, in Zusammenarbeit mit Conan. Als unsere Schutztruppe ein Attentat der Schwarzen verhindern will, wird Kogoro plötzlich in die Schusslinie hineingezogen! Können der Geschrumpfte und seine Partner das Schlimmste abwenden?

Zusammenstoß von Rot und Schwarz (Band 58)

Nach diesem riesigen Aufgebot an Charakteren wird es zur Mitte hin wieder etwas ruhiger: Hier muss Conan in Anwesenheit von Kommissar Megure, den Detective Boys und Heiji einen falschen Amerikaner enttarnen. Jodie steht ihm dabei mit Erklärungen tatkräftig zur Seite, hat sonst jedoch keine aktive Rolle. Interessant ist hierbei die parallel verlaufende Handlung, in der die schwarze Organisation fatal auf ein FBI-Mitglied trifft …

Rot, weiß, gelb und die Detective Boys (Band 60)

Obwohl man im nächsten Fall kein FBI-Mitglied zu Gesicht bekommt, wird der kindische Fall doch mit etwas Spannung gewürzt. Conan, Ai und die Detective Boys sind von ihrem Mitschüler zu einem Fall gerufen worden, doch als sie dort ankommen ist sein Haus komplett abgebrannt. Der einzige Hinweis ist das Tagebuch ihres Klienten, doch wird darin nur von »der Gelbe« oder »der Rote« gesprochen. Werden die gewieften Kids das Rätsel knacken? Und wird Ai den Verursacher der »schwarzen Organisation Aura«, die sie spürt, aufdecken können?

Dreizehn mal rot und der Schatten der Organisation (Band 67)

Nach dem Zusammenstoß des FBI und der schwarzen Organisation in den vorherigen Kapiteln gibt es diesmal eine interessante Wendung: Shuichi wurde gesichtet! Dass dies ausgerechnet bei einer Bombendrohung im Kaufhaus geschehen muss, in der Conan, Ran und Kogoro eingewickelt sind, macht die Sache nicht einfacher. Jodie und Andre versuchen derweil, dem Schatten Shuichis zu folgen – doch nicht nur sie haben von der unmöglichen Sichtung erfahren …

Conan vs. Heiji: Detektivwettstreit zwischen Ost und West (Band 74)

Im letzten Fall der Collection geht es nur passiv um das FBI, da Andre hier Zeuge eines Mordes geworden ist. Die energische Jungdetektivin Masumi schlägt zur Lösung der Tat ein Duell zwischen Heiji und Shinichi vor, um endgültig zu klären, wer der bessere Detektiv ist. Doch viel interessanter ist sicherlich, was es mit der kurzhaarigen Schönheit in Wirklichkeit auf sich hat. Leider erfahren wir das in einer anderen Geschichte ...

Die Qualität von Conan allgemein finde ich sehr gut. Auch wenn Aoyamas Zeichenstil oft als »kantig« oder »undetailliert« bezeichnet wird, finde ich ihn doch passend. Man kann die meisten Charaktere gut unterscheiden, auch wenn sich einzelne stark ähneln. Oftmals ist das jedoch so gewollt. Der Aufbau der Fälle wiederholt sich bei achtzig Bänden natürlich schon: Conan ist unterwegs, jemand stirbt und die Polizei vermutet Selbstmord. Das Detektivgenie findet jedoch andere Spuren und muss aus drei Verdächtigen den richtigen Mörder finden. Dennoch weiß man nie, wer jetzt eigentlich der Täter ist, und ich für meinen Teil bin verblüfft, auf wie viele Arten (und aus welch lächerlichen Gründen) Menschen umgebracht werden. Was man der Serie durchaus anhängen kann, ist ihre Wortlastigkeit. Einzig Death Note und Bakuman. schaffen es in ein Bilderbuch so viel Text zu quetschen.

Die Auswahl der Kapitel finde ich teils gut, teils unlogisch. In manchen Fällen, wie beispielsweise den fünften und siebten, kommt das FBI nur passiv vor. Da hätte es sicher interessantere Kandidaten für diesen Sammelband gegeben. Dieser platzt mit 377 Seiten schier aus allen Nähten, lässt sich jedoch gerade noch so angenehm in der Hand halten. Interessant gestaltet sind die Übergänge der Abschnitte (welche ja doch so einige Bände überspringen), in denen uns ein Charakterprofil des entsprechenden FBI-Mitglieds gereicht wird und die nächsten Kapitelauftritte zusammengefasst werden, um den Überblick zu behalten. Am Ende bekommt man noch einen kleinen Ausblick in den aktuellsten FBI-Fall, der im Bell Tree Express handelt. Inhaltlich muss ich Fans natürlich nichts sagen: Da die Kapitel allesamt bereits in der Originalreihe gedruckt sind, wird man hier keine neuen Einblicke vorfinden. Die Qualität des Bandes ist gut, der Druck sowie die Kontrastgestaltung der Serie entsprechend.

Am Aufbau des Volumes missen tue ich einzig den Druck der originalen Kapitelnummern. Wenn man, wie ich zum Beispiel, die fehlenden Zwischenabschnitte auch noch lesen will, weil man gerade so im Thema drin ist, musszuerst gegoogelt werden, wo man sich denn gerade in der Originalserie befindet. Das ist durch Seiten, wie beispielsweise das Conan-Wiki, kein Problem, dennoch ist es zusätzlicher Aufwand, der nicht hätte sein müssen.

Alles in allem stellt sich natürlich die Frage: Braucht man so einen Sammelband, in dem nur bereits bekannte Kapitel abgedruckt sind? Die Antwort ist einfach: nein. Es macht jedoch großen Spaß, die wichtigsten FBI-Fälle (bei denen auch die Organisation nicht zu kurz kommt) nochmals zusammengefasst durchlesen zu können, ohne sich durch achtzig Bände durchblättern zu müssen. Und für 5,99€ muss man dafür auch nicht allzu sehr in die Tasche greifen.

Wir bedanken uns bei Egmont Manga für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Detektiv Conan – FBI-Selection.

Details

Titel: Detektiv Conan – FBI Selection
Originaltitel: 名探偵コナン – FBIセレクション (meitantei konan FBI serekushon)
Mangaka: Gosho Aoyama
Erscheinungsjahr: 2014 (JP), 2015 (DE)
Verlag: Shōnen Sunday Comics Special (JP), Egmont Manga (DE)
Genre: Krimi, Abenteuer, Action, Shonen, Mystery
Preis: 5,99 Euro
Bestellen: [amazon text=ISBN-10: 3770486188&chan=animey&asin=3770486188]

Meitantei Conan FBI serekushon © 2014 Gosho Aoyama, Shogakukan
Detektiv Conan FBI Selection © 2015 Egmont Verlagsgesellschaften mbH

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