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Gundam soll eigenes Kanji-Schriftzeichen bekommen

Das Gundam-Franchise ist in Japan beliebt wie eh und je. Einige japanische Fans haben jedoch ein Problem mit der Schreibweise, denn man benötigt aktuell mehrere Schriftzeichen für das Wort Gundam.

Bislang wird der Name des Franchise mit fünf Zeichen geschrieben (士ガンダム), dies will der japanische Kaligraph Monyaizumi jedoch ändern. Er und andere professionelle Kaligraphen zeichnen sich durch ihr tiefes Verständnis von Kanji und ihrer Zusammensetzung und Schreibweise aus. Dies macht diese Berufsgruppe besonders qualifiziert dafür, neue Kanji zu entwickeln.

Ein eigenes Gundam-Kanji

So designte Monyaizumi mit seinen 20 Jahren Berufserfahrung ein eigenes Kanji-Zeichen für das Gundam-Franchise. Sein Tweet bekam schon über 100.000 Likes und über 40.000 Retweets. Dabei gab er selbst an, das Kanji nur für einen Freund entwickelt zu haben.

Gundam Kanji Schriftzeichen von Monyaizumi
Bild: Twitter @monyaizumi

Aus Sicht von japanisch-lesenden Personen scheint das Kanji vertraut zu sein. Dabei spielt gerade die ähnliche Zusammensetzung zu bereits existierenden Kanji-Zeichen eine Rolle. Das Besondere an dem Zeichen sieht man erst mit etwas Abstand. So erkennt man eindeutig die unverwechselbare Form eines Gundam-Kopfes.

Monyaizumi hat auch eine Version speziell für Wörterbücher kreiert.

Gundam Kanji Schriftzeichen von Monyaizumi
Bild: Twitter @monyaizumi

Als Reaktion auf die Kommentare der Fans kreierte er sogar ein weiteres Kanji – wieder speziell für Gundam-Fans.

Gundam Kanji Schriftzeichen von Monyaizumi - Zaku
Bild: Twitter @monyaizumi

Das Zeichen steht für die im Gundam-Universum verwendete Zaku-Baureihe. Monyaizumi scheint neben Gundam auch weitere Anime und Manga zu mögen. Auch für den Comedy-Manga und -Anime Pop Team Epic erschuf er ein eigenes Kanji.

Dieses Kanji bezieht sich dabei nicht auf die Serie, sondern auf deren Humor. Dafür verwendete er mehrere bestehende Kanjis. So nahm Monyaizumi das Kanji für kuso 糞 (wörtlich „Mist“), teilte es in seine Bestandteile 米 und 異 auf und fügte drei weitere  田 in der Mitte ein. Das Kanji kann man wörtlich als „beschissener Vier-Panel-Manga“ (kuso yonkoma) lesen, so beschreibt der Autor von Pop Team Epic nämlich sein eigenes Werk. Fans können so die Bedeutung des Kanji einfach erkennen, schließlich verwenden sie diese Beschreibung auch schon länger als Meme.

In Japan gibt es bereits Tausende von Kanji-Zeichen bzw. sogar Zehntausende, wenn man alle aus den umfangreichsten Wörterbüchern mit zählt. Trotzdem erstellen Kanji-Enthusiasten immer wieder neue Zeichen. Damit wollen sie entweder neue Erfindungen oder Konzepte vermitteln oder bereits bestehende Dinge neu interpretieren. Zum Teil werden dabei sogar die etablierten Regeln gebrochen. So wurde beispielsweise Anfang des Jahres vom Manga-Zeichner und -Autor Gō Ōhinata ein Kanji für das Wort „System“ vorgestellt, welches auf der japanischen Silbenschrift Katakana basiert.

Weitere interessante Beispiele liefert Monyaizumi auf seiner Website und auf Twitter.

Quelle: Monyaizumi’s Twitter Account

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