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Gundam-Schöpfer spricht über Konkurrenzkampf mit Hayao Miyazaki

Yoshiyuki Tomino, der Gundam-Director, hielt am 5. Mai einen Vortrag in der Takara-Universität in Tokyo. In diesem spricht er über die Harmonie in den Produktionsteams sowie den Konkurrenzkampf zwischen ihm und Hayao Miyazaki.

Yoshiyuki Tomino dürften viele Animefans als Schöpfer der vor allem in Japan populären Mobile-Suit-Gundam-Reihe bekannt sein. Nicht nur konnte er damit Millionen von (japanischen) Animefans begeistern, so war er auch für die Begründung des Real-Robot-Genre maßgeblich verantwortlich, das einen Boom in Japan folgen ließ.

Bei diesem Vortrag, der vor allem an Studenten gerichtet war, die ebenfalls in der Anime-Industrie einsteigen möchten, sagte er Folgendes:

„Ein harmonisches Team ist wichtig.“

„Die Anime-Industrie ist eine Branche, in der Personen mit den unterschiedlichsten Interessen zusammenarbeiten. Ihr dürft nicht so eine aggressive Person sein, wie ich es bin. Denn es ist wichtig, in einem harmonischen Team zusammenarbeiten zu können. Denn das wird dich zum Glück führen.“

Tomino selbst ist eine Person, die anscheinend nicht auf seinen Rat hören konnte, denn der 77-Jährige ergänzte, „dass er selbst nicht gerade glücklich ist.“ Er führte diese Aussage weiter: „Selbst wenn ich dachte, ich könnte es schaffen, geling es mir einfach nicht, Hayao Miyazaki zu schlagen.“

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Damit meint Tomino die Konkurrenzperspektive in der Industrie, denn er fügte nach dem Satz hinzu, „dass man erst bemerkt, von wie vielen talentierten Personen man umgeben ist, sobald man in der Animebranche arbeitet. Wenn du also jemanden schlagen kannst, wird von dir alles abverlangt, diese Person zu bewältigen. Zwar konnte ich so etwas wie Gundam erschaffen, es gelang mir allerdings nur, weil ich jemanden wie Miyazaki oder Takahata traf.“

Komplimente auch für den Attack-on-Titan-Mangaka

Tomino hatte außerdem nur lobende Worte über Hajime Isayama, dem Erschaffer des beliebten Attack-on-Titan-Mangas. „Egal, wie gut ein Anime auch aussehen mag, wird dieser nie so gut sein, wie ein Anime mit einer guten Story.“ Dabei erzählte er, dass viele Geschichten vom Autorenleben beeinflusst wurden – gerade als Teenager.

Tomino spricht von der Tatsache, dass Isayama sich bei den Zitaten von einem Vorfall in seinem ehemaligen Teilzeitjob in einem Internetcafé inspirieren lassen hat. Isayama hatte extreme Schwierigkeiten, sich mit einem betrunkenen und aufgewühlten Kunden zu unterhalten. „Eine Geschichte mit symbolischen Merkmalen zu schreiben, wie es beispielsweise Attack on Titan hat, ist ein Mittel, um eine realistische Geschichte zu erzählen, auch wenn sie zunächst nicht wie eine realistische aussieht.“

Diese Aussagen aus dem Mund von Tomino zu hören, mag gerade überraschend klingen, wenn man bedenkt, dass er vor ein paar Jahren selbst keine so gute Meinung über den Manga hatte. Doch auch diese Wende war ein wichtiger Aspekt beim Vortrag. „Es gibt immer wieder neue Ideen und Erfahrungen, die man im Alltag gewinnen kann. Man kann kein Schöpfer sein, wenn man lediglich die Theorie lernt.“

Quelle: Yahoo News!

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