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HomePopkulturHeimat des "Ultraman"-Schöpfers sucht neuen Meister für Spezialeffekte

Workshops sollen Jugendliche für visuelle Effekte begeistern

Heimat des „Ultraman“-Schöpfers sucht neuen Meister für Spezialeffekte

Der japanische Regisseur Kiyotaka Taguchi leitet in der Stadt Sukagawa in der Präfektur Fukushima einen Workshop für Spezialeffekte. In einer kleinen Kulisse wütet nach seinem Kommando das Monster Yoroigaa, dessen Brüllen von den Bergen in der Umgebung widerhallt. Rundherum stehen junge Leute mit Kameras und Smartphones und versuchen, die Szene auf Film zu bannen.

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Der 42-jährige Regisseur machte sich als Produktionsleiter für die Spezialaffekte in der Fernsehserie „Ultraman Z“ einen Namen. In Sukagawa veranstaltet er jetzt Workshops für Spezialeffekte. Die Stadt in der Präfektur Fukushima ist vor allem auch deswegen bekannt, weil sie die Heimat von Eiji Tsuburaya ist, der mit „Ultraman“ einen international erfolgreichen Superhelden erschuf. Die Serie „Ultraman“ galt ihrer Zeit als Meilenstein bei der Nutzung besonderer Effekte, weswegen Tsuburaya auch den Titel „Vater des Tokusatsu“ („Spezialeffekte“) trägt.

„Ultraman“-Nachfolger soll wieder aus Sukugawa kommen

Die Tokusatsu-Workshops entstehen in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Sukagawa, die die Techniken für die besonderen Momente erhalten und für die Zukunft weiter fördern möchte. Gleichzeitig will man diese an eine nächste Generation von Meister weitergeben, die dann hoffentlich wieder aus der Gegend um Fukushima kommen. Insgesamt 24 Schüler der Mittel- und Oberstufe sowie andere in der Stadt lebende interessierte Personen konnten in der Eröffnungsklasse einen Platz ergattern.

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Der erste Workshop besteht aus über 10 Einzellektionen, die sich über einen Zeitraum von etwa sechs Monaten erstrecken. Während dieser Zeit erhalten die Schüler die Gelegenheit, von Fachleuten, die selbst mit der Herstellung von Spezialeffekten an verschiedenen Film-Projekten beteiligt waren, zu lernen. Eine Lektion befasst sich mit der Herstellung von Monstern und Miniatur-Requisiten und wie man diese dann im Film richtig in Szene setzen kann. Auch das richtige Schneiden von Filmen ist Teil des Unterrichts.

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Weitere Workshops sollen folgen

Eine Vorführung der fertigen Arbeiten ist für den Januar 2023 im Rahmen einer größeren Veranstaltung in der Stadt geplant. In einem Workshop mit Taguchi wird deutlich, dass für ihn Spezialeffekte für ihn gerade deswegen so interessant sind, weil sie ein besonders realistisches Gefühl im Film vermitteln, die sich von Computergrafiken unterscheiden. Während des Unterrichts sollen die Teilnehmer lernen, wie viel Spaß solche Effekte machen. Außerdem soll die Freude an der Zusammenarbeit im Fokus stehen, wenn man zusammen ein ansprechendes Endprodukt gestaltet.

Die Modellbauer selbst sind begeistert, wenn sie erleben, wie ihre Bilder, die sie vorher mit viel Fantasie entworfen haben, Realität werden. Die Erschaffung solcher Dinge stellt für alle ein interessantes Erlebnis dar. Für das nächste Jahr ist bereits eine Fortsetzung des Workshop-Projekts geplant. Die Hoffnung von Sukagawa besteht darin, dass man noch einmal einen solchen Meister wie Eiji Tsuburaya in der Region findet und sein Talent früh genug fördert.

Ultraman soll erst der Anfang sein
Workshop sucht Ultraman-Nachfolger Bild: Mainichi
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