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Ikebukuro will sich mehr auf Manga und Anime fokussieren

Im Tokyoter Bezirk Toshima steht Ikebukuro, eines der meistbesuchten Subzentren in ganz Japan. Die örtliche Bezirksregierung ist aktuell dabei, ein Projekt zu entwickeln, das sich auf Manga und Anime konzentriert. Dabei soll gezeigt werden, dass die Attraktivität des Bezirks mit der anderer Tokyoter Bezirke wie etwa Shinjuku und Shibuya verglichen werden kann.

Letzten Donnerstag startete die Bezirksregierung von Toshima eine Veranstaltung mit dem Titel „Manga- und Anime-Bezirk“. Damit möchte man Ikebukuro als eines der führenden Subzentren für Anime und Manga präsentieren.

Ein Werbevideo, produziert von SHAFT

Eine Szene aus einem Werbevideo, das von Toshima und der Anime-Ladenkette Animate gemeinsam produziert wurde, zeigt eine Eule, die sich in einen Jungen verwandelt. „Lass uns zusammen abhauen“, sagt er zu einem Mädchen, das 2020 durch Ikebukuro fährt.

SHAFT, das Animestudio das unter anderem hinter Anime wie Magi Madoka Magica stand, animierten das Video. Im Januar veröffentlicht, wurde es bereits mehr als 14.000 Mal angesehen.

Toshima ist auch der Bezirk, bei dem das erste Animate eröffnet wurde. Die Straße, in der das Geschäft steht, wird unter anderem von Geschäften dominiert, die sich auf Anime und Manga für Mädchen und Frauen spezialisiert haben. So konnte schon jetzt der Bezirk eine gewisse Affinität vorweisen – auf diese Basis möchte man nun auch diese Kooperation aufbauen.

So wurde auch dieses Jahr zum ersten mal ein Coming-of-Age-Day veranstaltet, bei der die Teilnehmer in Anime-Cosplay erschienen sind.

Bei der Ausstellung wurden dabei in einem Flur des Büros 25 Bilder ausgestellt. Darunter befanden sich unter anderem Kopien von Originalzeichnungen populärer Manga wie etwa Chihayafuru oder Space Brothers.

Bild: SHAFT

„Unser Ziel ist es, den kulturellen Aspekt von Manga bekannter zu machen. Dazu möchten wir mit dem Projekt, das wir entwickelt haben frische Impulse geben“ wird Takashi Ikeda, Leiter der Abteilung für Kulturdesign der Toshima-Bezirksregierung zitiert.

Ikebukuro hat an Attraktivität verloren

Denn: Während sich Stadtbezirke wie Shibuya, Harajuku und Akihabara einen Namen weltweit gemacht haben, ist Ikebukuro stehts im Schatten der drei Bezirke.

So hat der Japan Policy Council, ein Gremium aus Experten des Privatsektors, Toshima im Mai 2014 als eine vom Verfall bedrohte Station bezeichnet und dabei auf einen möglichen Rückgang der Zahl junger weiblicher Bewohnerinnen in der Zukunft hingewiesen.

Deshalb fördert die Station eine frauenfreundliche Förderung, einschließlich der Unterstützung bei der Erziehung von Kindern. Zugleich soll Toshima sich zu einem internationalen Kunst- und Kulturviertel entwickeln, das Menschen aus aller Welt anlocken wird.

Die Station ist dieses Jahr eine der teilnehmenden Kulturstädte Ostasiens, ein Gemeinschaftsprojekt von Japan, China und Südkorea zum kulturellen Austausch. Es wird erwägt, Anime-Filme von verschiedenen Ländern zu zeigen und bis November weitere Veranstaltungen abzuhalten.

Die Tokiwa-so-Restaurierung

Die Toshima-Station ist außerdem die Heimat des berühmten Tokiwa-so-Wohnhauses, in dem renommierte Manga-Künstler wie Osamu Tezuka und Fujio Akatsuka ihre jungen Tage verbrachten. Das Mehrfamilienhaus wurde 1982 aufgrund seines Alterungszustandes abgerissen. Toshima-Station hat an einer Restaurierung des Mehrfamilienhauses gearbeitet, das als Mittelpunkt für die Einführung von Manga und Anime in der Welt dienen soll.

Die Bezirksleitung sammelte etwa 308,52 Millionen Yen der gesamten Projektkosten von 960 Millionen Yen durch das Spendensystem furusato nozei. Die Neueröffnung der neuen Anlage ist für März 2020 geplant.

„Hareza Ikebukuro“, der neue Gebäudekomplex mit Kino und Parkbereich, wird bis zum Sommer nächsten Jahres auf dem Gelände des ehemaligen Stations-Bürogebäudes nahe dem Ostausgang der Station Ikebukuro eröffnet. Es wird über Einrichtungen für Synchronsprecher-Events und Anime-Vorführungen verfügen.

Förderung des Standortes durch Anime

Eine der Möglichkeit, Ikebukuro zu bewerben ist das Nutzen von Anime als Werbung für den Bezirk. Das nutzen mittlerweile viele Kommunen als Werbefläche, wie etwa Oarai in Ibaraki, was der Schauplatz von Girls und Panzer sei. So wird dank dem Oarai Anko Festival der Tourismus angekurbelt, da Massen an Fans anreisen um ihre Synchronsprecher und vieles mehr live erleben zu können.

Man möchte solche Orte als Vorlage nutzen.

Zukunftsorientierte Planung

Yoshiyuki Oshita, Chief Director des Zentrums für Kunstpolitik und -management bei Mitsubishi UFJ Research and Consulting Co., sagte: „Anstelle eines Ortes, den die Leute zielgerichtet besuchen, war Ikebukuro schon immer eher ein Transitpunkt. Um mehr Menschen anzuziehen, ist es wichtig, ein entsprechendes Konzept zu erstellen. Menschen, die Kinder großziehen, sind seit ihrer Kindheit mit Manga und Anime vertraut, sodass eine Kommune mit Manga und Anime ein effektiver Ansatz wäre. Ikebukuro hat die Möglichkeit, die nächste Generation von Manga-Autoren und -Künstlern zu fördern, und wird seine Bemühungen als Charakteristika und Reize der Region verankern.

Quelle: The Yomiuri Shimbun

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