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Japanischer Gamer investiert über 200.000 Yen in Lootboxen – und wünscht dem Publisher den Tod

Welcher Gamer kennt sie nicht: Lootboxen. Während die Nutzer die Funktion mehrheitlich hassen, verdienen Spieleentwickler gut an dieser glücksspielähnlichen Funktion. Ein Fall aus Japan zeigt nun, dass sowas auch schnell aus dem Ruder laufen kann.

Nachdem ein 25-jähriger Mann aus Yoshinogawa über 200.000 Yen (ca. 1.600 Euro) für Lootboxen ausgab und nicht das bekam, was er sich erhofft hatte, schrieb er den Entwicklern als Rache eine Hass-Mail der besonderen Art.

Am 5. Februar erreichte den japanischen Spielepublisher Square Enix eine E-Mail mit folgenden Worten: „Angestellte von Square Enix! Morgen werde ich euch umbringen! Wascht eure Nacken und wartet ab!“

Der letzte Satz mag ein wenig seltsam klingen, dieser stammt jedoch aus der Feudalzeit. In einer Epoche, in der sich noch Samurai auf dem Schlachtfeld gegenüber standen, konnte es passieren, dass der Gewinner den Kopf des Verlierers abtrennte – um ihn dem Feldherrn als Präsent zu geben. War dabei der Hals des Verlierers dreckig, wurde dies als besonders peinlich für den Enthaupteten befunden. In Japan gleicht dieser Satz einer Morddrohung.

Nach dem Erhalt der E-Mail verschärfte der Spielepublisher die Sicherheitsmaßnahmen und meldete es den japanischen Behörden. Diese nahmen den 25-jährigen Verfasser am 29. März fest. Auf die Frage der Ermittler, warum er so eine Mail verfasst hat, antwortete der Mann: „Ich habe mehr als 200.000 Yen für ein Spiel ausgegeben, aber nicht den von mir gewünschten Gegenstand bekommen. Als Rache dafür habe ich die E-Mail gesendet.“

Ob sich die Rache nur auf die E-Mail beschränkt hätte oder er sie wirklich in die Tat umsetzen wollte, ist nicht bekannt. Trotzdem: Das alleinige Androhen dieser Straftat wird ihm viel Ärger mit den japanischen Behörden eingebracht haben. Square Enix gab außerdem bekannt, dass man seit dem letzten September 30 solcher Hass-Mails erhalten habe.

Lootboxen sind ein heikles Thema – das steht außer Frage. Immer wieder gibt es Meldungen oder Zwischenfälle, in denen Menschen Tausende Euro in solche Kisten investieren – um am Ende nicht das zu bekommen, was man sich erhofft hat. Inwiefern man die Entwickler bei solchen Design-Entscheidungen zur Rechenschaft ziehen kann, ist fragwürdig. Lootboxen zählen nach Rechtsauffassung unter die Kategorie des Glücksspieles, was ein Mindestalter von 18 Jahren voraussetzt. Da schnell eine Suchtgefahr entsteht, kann es passieren, dass man durch die hohen Ausgaben den wirtschaftlichen Überblick verliert.

So handelt es sich bei diesem Beispiel nicht um einen Einzelfall. Aktuell befasst sich der deutsche Gesetzgeber mit dem Fall der Lootboxen, was langfristige Auswirkungen auf das Thema bewirken kann.

Quelle: Yomiuri Shimbun

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Kommentare

1 Kommentar

  1. Hoffentlich wird der Mist verboten, Weltweit.

    Kann diesen Spieler schon gut verstehen so zu reagieren, wenn man so viel Geld investiert und am Ende dennoch nicht das hat was man wollte. Zeigt auch gut wie niedrig die Chancen oft sind gewisse Dinge zu bekommen.

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