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Mann ohne Liebe – Manga-Test

Kano Miyamoto ist hierzulande keine unbekannte Boys-Love-Schöpferin. CARLSEN MANGA! publizierte bereits mehrere Titel der Mangaka. Nach Werken wie Sleeping Moon, Vanilla Star und Calling folgte im März 2015 ihr Oneshot Mann ohne Liebe, welcher 2008 in Japan debütierte und von Libre herausgegeben wurde. Im August legt CARLSEN MANGA! mit Touch of Pain einen weiteren Einzelband der Mangaka oben drauf. Was euch in dem Boys-Love-Titel Mann ohne Liebe erwartet, dem versucht Sumikai in dieser Review auf dem Grund zu gehen.

Shuu Sahara wurde von seinem Freund verlassen und schwört, nie wieder etwas mit einem »Hetero« anzufangen. Er widmet sich nur noch seiner Arbeit im Bungeishuppansha Verlag und kurzen Affairen – momentan einer mit Takeshi.

Der Designer Koichiro Seto wird von seiner Arbeitsstelle Nexus dorthin geschickt, um auszuhelfen. Doch zwischen Sahara und Seto liegt stets irgendwas in der Luft. So lädt Letzterer Sahara öfter mal ein und bekommt immer wieder eine Absage. Auch als Sahara von seinem Exfreund belästigt wird, weiß Seto nicht, ob er einschreiten darf. Um die Ungereimtheiten zwischen den beiden zu klären, hakt Seto bei Sahara nach. Letzterer fragt Seto, ob er schwul sei, was dieser verneint. Daraufhin erhält Seto von Sahara eine klare Ansage: Er möge ihn in Ruhe lassen. Die Situation führt dazu, dass sich die beiden nur noch gelegentlich auf der Arbeit sehen.

Sahara hat zwar schon genug um die Ohren, dennoch kommt sein Bruder Yuu ab und zu vorbei, damit dieser ihn aus irgendeiner Misere holt. Diesmal redet er sogar von Totschlag?! Wie sich das wohl klärt?

Kano Miyamotos Mann ohne Liebe handelt von dem schwulen Shuu Sahara, der negative Erfahrungen mit einem heterosexuellen Mann gesammelt hat, demzufolge meidet er nähere Beziehungen zu diesen. Sein Arbeitskollege Koichiro Seto hat zunächst eher rein platonische Gedanken ihm gegenüber, jedoch blockt Sahara ihn gerade deshalb stets ab, wo es Seto doch eigentlich nur gut mit ihm meint. Die Problematiken um Saharas Bruder und dem Nebenbuhler Takeshi führen die beiden Protagonisten jedoch nach üblicher Boys-Love-Manier allmählich zusammen. Denn auch wenn Sahara Seto stets ausweicht, entpuppt sich dieser irgendwo als Retter in der Not. Mir persönlich gefiel allerdings die Konfliktlösung um Saharas Bruder eher weniger: Bestechungsgelder verteilen ist für mich irgendwo eine falsche Botschaft, um jemanden aus der Schlinge zu ziehen.

Angesichts der Tatsache, dass dem Leser ein Oneshot vorliegt, enthält Mann ohne Liebe dennoch kleine Charakterentwicklungen und auch die Hintergrundgeschichten der Protagonisten werden kurz angeschnitten. Der Fokus liegt durchaus auf die Story und ihre Figuren, weniger darauf, die Hauptcharaktere beim innigen Matratzensport zu präsentieren.

Mann ohne Liebe inkludiert vier Kapitel zur Hauptgeschichte, die Bonuserzählung Snow Tale und das Extra Der Mann der´s wissen will. Des Weiteren schenkt euch CARLSEN MANGA! zwei Farbseiten – auf einer davon ist die Coverillustration abgebildet, auf der anderen das Inhaltsverzeichnis.

Kano Miyamotos Mann ohne Liebe bietet dem Leser eine kurze Boys-Love-Story, die sich mehr auf das eigentliche Geschehen und ihre Charaktere konzentriert. Dennoch erzählt die Geschichte nichts Neues und mag für den einen oder anderen Fan des Genres vorhersehbar sein. Miyamoto-sensei bringt jedoch die Emotionen in Wort und Bild treffend rüber. Das attraktive und filigrane Charakterdesign der Mangaka gibt dem Titel ein i-Tüpfelchen. Dieser Einzelband dürfte für Boys-Love-Liebhaber durchaus ein Lesevergnügen werden. 

Wir bedanken uns bei CARLSEN MANGA! für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Mann ohne Liebe.

Aisanai Otoko © 2008 by Kano Miyamoto/Libre publishing Co.Ltd.
Mann ohne Liebe © Carlsen Verlag GmbH, Hamburg 2015

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