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Kommentar: Ist die Kritik um Ghost in the Shell begründet?

Paramount Pictures Ghost in the Shell sorgt im Moment für hitzige Debatten. Auf der einen Seite heißt es „schlechte Umsetzung“, auf der anderen „gute Adaption“. Einig wird man sich natürlich mal wieder nicht – ein Kommentar.

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Aber ist der Film nun wirklich so schlecht wie viele Leute behaupten? Tja, ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich finde den Film recht gelungen und das als ein riesengroßer Ghost in the Shell-Fan.

Liebe Ghost in the Shell-Fans und Kritiker

Ja, der Film erzählt die Geschichte anders, es fehlen ein paar Elemente, die Schauspielerin ist keine Japanerin! Oh mein Gott, es ist Scarlett Johannson, die manch einer in The Avengers übrigens gut fand, aber das nur am Rande.

Okay, und nun? Der Punkt mit „keine Japanerin“ wird sogar recht gut erklärt zum Ende des Films. Und dass die Story etwas umgebaut wurde, damit die Geschichte in einen Kinofilm passt – na ja, das ist nun nichts Neues.

Zugegeben: zu Anfang wird mir die Geschichte zu schnell erzählt, aber wenn man sich etwas darauf einlässt, ist sie gar nicht schlecht. Die Idee, die Story auf diese Weise zu erzählen, ist durchaus gelungen und eine interessante Neuinterpretation der eigentlichen Geschichte.

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Liebe Ghost in the Shell-Fans und Kritiker: manchmal sollte man etwas über den Tellerrand schauen. Ich bin ein riesengroßer Fan des Franchise. Immerhin gehörte es mit zu meinem Einstieg in die schöne bunte Welt des Anime. Und ja, ich nehme einiges sehr genau – meine Kollegen wissen ein Lied davon zu singen – aber muss man sich echt immer anstellen?

Was sollte man denn erwarten? Eine 1:1-Umsetzung der Geschichte? Sorry Leute, wenn wir mal ganz genau sind ist die Geschichte des erstens Films auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Noch genauer genommen ist die Story nicht gerade gut erzählt worden. Aber gut, es ist ein Klassiker und bei Klassikern ist man immer sehr kritisch. Nur die Kommentare sind teilweise viel zu überzogen und wenn man den Film gesehen hat, merkt man recht schnell, dass manches nicht stimmt.

Anime-Filmumsetzungen sind immer schlecht

Mir ist besonders ein Kommentar im Kopf geblieben: „Anime-Filmumsetzungen sind immer schlecht“, na ja gut, nimmt man Dragon Ball stimmt das sogar. Der Film war verdammt schlecht, und was Japan da produziert, ist oftmals auch nicht gerade gut – zum Beispiel Patlabor. Tolles Franchise aber Serie und Film? Reden wir lieber nicht drüber. Hier setzt sich Ghost in the Shell allerdings weit von ab. Die Qualität ist nicht schlecht und die Welt gut in Szene gesetzt. Wesentliche Komponenten der Geschichte wurden auch nicht verändert.

Trotzdem erstmal kräftig draufhauen und da kommen wir dann mal zu den Profikritikern. Die Süddeutsche Zeitung hat einen interessanten Artikel dazu veröffentlicht.Erotische Tagträumerei aus den Schreibstuben Hollywoods„. Dort wird inbesondere Scarlett Johansson als Sexobjekt o.a. kritisiert.

Ghost in the Shell ist zwar bekannt, aber kein großer Hype.

Dazu kann man eigentlich nur sagen: Leute, die Frau kann gut schauspielern. Ob das nun eine Glanzleistung ist, will ich nicht beurteilen, aber mir reicht es. Es ist doch egal, ob sie nun gut aussieht oder nicht: bewertet mal die Leistung! Denn diese ist gar nicht schlecht und passt sehr gut zur Story und zum Charakter.

Außerdem kritisiert der Autor des Artikels die Art der Aufnahmen, alles schon mal da gewesen. Auch hier kann man eigentlich nur sagen: was erwartet man denn? Soll Hollywood eigentlich jedes Mal einen Mega-Blockbuster abliefern? Ganz ehrlich, Ansprüche, die so hoch angesetzt sind, werden sowieso nur enttäuscht. Und vielleicht mal bedenken, dass Ghost in the Shell zwar bekannt, aber aktuell kein großer Hype ist.

Uns so zieht sich das durch einige Kritiken. An die Süddeutsche noch gerichtet: Es ist ein Cyborg kein Roboter.

Ach und Leute, kein Mangaka und kein Studio etc. arbeitet ohne Gewinnabsichten. Von irgendwas muss man nun mal leben. Eure Ideologie in allen Ehren, aber kommt bitte in die Realität zurück.

Außerdem hat gerade Ghost in the Shell es nicht verdient, aus den Schatten des etwas kleineren Kreises von Anime und Manga zu treten? Wie erreicht man mehr Menschen als mit einem Hollywood-Film? Okay, mit Essen, aber das wäre nun wirklich etwas sehr kurios.

Alles in allem: gebt den Film einfach mal eine Chance und seid nicht zu „überkritisch“. Klar, muss man ihn nicht mögen, aber nur weil ein Klassiker es nach Hollywood geschafft hat, ist er nicht automatisch schlecht. Ein gutes Popcorn-Kino bietet er alle Male.

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