Künstlerin Megumi Igarashi wegen Obszönitäten belangt

    Megumi Igarashi Vagina Boot
    © Japan Times

    Eigentlich schwer zu Glauben, aber Japan hat auch eine sehr prüde Seite, das bekam nun Manga Künstlerin Megumi Igarashi zu spüren.

    Mangaka Megumi Igarashi wurde zu einer saftigen Geldstrafe wegen Obszönitäten verurteilt. Grund für die Verurteilung war die Darstellung von ihrer Vagina, mit der sie zum Beispiel in einem Paddelboot durch die Gegend fuhr. Insgesamt muss sie 2.500.000 Yen (umgerechnet 17.211.85 Euro) Geldstrafe zahlen.

    Megumi Igarashi ist unter ihrem Künstlernamen Rokudenshiko (heißt so viel wie „Nicht für Kinder“) dafür bekannt, diverse Gegenstände in Form einer Vagina darzustellen. Die Polizei verhaftete die 30 Jährige am 20 März wegen Daten für 3D Drucker, womit man das „Vagina Boot“ nachbauen konnte. Am 15 Juli erfolgte eine weitere Festnahme, weil sie diese Daten verteilte. Anfang Dezember wurde Klage erhoben und das Urteil folgte nun letzte Woche.

    Die Künstlerin ist damit nicht die erste Person, die wegen Obszönitäten verurteilt wurde. Erst vor kurzen wurde Schriftsteller und Shop Manager Minori Watanabe verurteilt, weil im Schaufenster des Shops obszöne Waren ausgestellt wurden.

    Micha
    Ein alter Hase im Geschäft. Seit Akira 1991 in die deutschen Kinos kam, brennender Anime-Fan und noch die gute alte Zeit miterlebt als Carlsen Manga in Farbe und Bunt auf den Markt brachte. Ghost in the Shell Fan der ersten Stunde und bevorzugt mittlerweile Slice of Life Anime