»Brynhildr in the Darkness« Band 3 – Manga-Test

Im April 2014 folgte der dritte Band zu Brynhildr in the Darkness, welcher nahtlos an der immer dichter werdenden Handlung anknüpft. Nach dem Einbruch in die Pharmafabrik gingen Ryouta und Neko glimpflich, aber auch geschockt aus dem Kampf gegen Saori hervor. Demnach konnten sie eine kleine Menge der überlebenswichtigen Medizin ergattern, um Nana vor dem Tod zu bewahren. Daraufhin gelangen weitere sogenannte »Magierinnen« an Ryoutas Schule, welche ebenfalls besondere Kräfte besitzen und sich mit Neko sowie dem jungen Erwachsenen anfreunden. Mit der Zeit wird die Beziehung in der Gruppe enger, und diese versucht, sich durch den Alltag zu schlagen. Zudem wachsen die jungen Damen Ryouta ans Herz. Er unterstützt sie dabei, hinter das Geheimnis ihrer Kräfte und des Labors zu kommen, aus dem jene geflohen sind. Durch einen Hinterhalt, welcher von der mysteriösen Forschungseinheit hervorging, stirbt eine der neu dazugestoßenen Magierinnen, und die Clique tappt nach erneuter Todesangst weiterhin mit offenen Fragen im Dunkeln. Wie sich die Geschehnisse entwickeln, erfahrt ihr im folgenden Review.

Kurz nach dem erbitterten Kampf gegen Kikako, einer anderen Magierin, welche ebenfalls äußerst gefährliche Fähigkeiten an den Tag legte und der Doppel-A-Plus-Klasse unter ihnen angehört, begibt sich Kotori in eine abgelegene Hütte. Sie hatte sich am Gefecht beteiligt und sogar Ryouta sowie seinem Schwarm das Leben gerettet. Nun ist es für Kotori jedoch Zeit zu sterben, da sie keine weiteren Pillen besitzt, welche die junge Frau vor dem Schlimmsten bewahren könnten. Außerdem redet sie sich ein, keine Medizin mehr von anderen Magierinnen anzunehmen, da es für das Mädchen gestohlene Lebenszeit bedeutet. Neko und Ryouta, die sich am Ort des Geschehens aufhalten, versuchen, ihre Freundin zu finden. Sie lassen die Kampfmaschine Kikako, welche kein Lebenszeichen mehr von sich gibt, zurück, denn Kazumi warnt ihre Gefährten vor dem Auftauchen der Polizei, die inzwischen unter dem Kommando des Labors steht.

Durch die Dateneintragung in der Schule können die beiden Protagonisten Kotori an ihrer angegebenen Adresse aufspüren und finden jene in einem dramatischen Zustand vor. Dort erfahren beide von der tragischen Vergangenheit ihrer Mitstreiterin und deren Freundin, sodass Erstere keine weitere Medizin von anderen Magierinnen annimmt. Doch Ryouta sowie Neko versuchen, sie davon zu überzeugen weiterzuleben, um mit ihnen gemeinsam nach einer Möglichkeit zu forschen, die Medikamente zu vervielfältigen. Mit Überredungskunst und Schwüre, gegen das Labor vorzugehen, können sie Kotori von ihrem Suizidversuch abhalten.

Neben den Sorgen um die Magierinnen hat Ryouta noch andere Verpflichtungen gegenüber seiner Mutter, die schon seit jeher ein Workaholic ist und den kompletten Haushalt ihrem Sohn überlässt. Des Weiteren gibt Ryouta Nachhilfe, damit er den Alltag von sich sowie seinen Mädchen finanzieren kann. Um ein wenig von den Ereignissen der vergangenen Zeit abzuschalten, beschließt die Clique, gemeinsam zu kochen. Dabei steht erneut das Problem im Mittelpunkt, dass die Medizin nur noch knapp einen Monat für alle ausreicht. Während des Gesprächs kommt Ryouta der Gedanke, einen Bekannten in das Geheimnis der Magierinnen einzuweihen. Doch kann man dieser Person wirklich vertrauen?

Auch im dritten Band zu Brynhildr in the Darkness geht es weiterhin spannend zu, was daher rührt, dass der Leser immer noch kaum etwas Neues über den Ursprung der Magierinnen erfährt. Dennoch gibt es in diesem Volume hin und wieder kurze Abstecher in das Labor, bei dem man sich weiterhin bemühmt, die geflohenen Frauen zu töten. Was jedoch hinter all den Machenschaften steckt, ist nach wie vor ungewiss. Diese Tatsache macht aber keinen Halt davor, die Handlung voranzutreiben und die Bindung der Gruppe um Ryouta sowie Neko in den Vordergrund zu stellen. So kann man erkennen, dass die Beziehung zwischen dem Musterschüler sowie seinen Magierinnen immer tiefer wird und er für sie sein Leben riskiert. Hinzu kommt der neue Charakter, dem sich Ryouta anvertraut. Es geht bislang nicht hervor, welche Rolle jener wirklich spielt, und ist deshalb mit Vorsicht zu genießen.

Natürlich sind wieder kleine Ecchi-Einlagen mit von der Partie, die besonders mit der offenherzigen Kazumi des Öfteren die Geschichte etwas auflockern und so manche erotische Vorstellung in den Kopf des Lesers zaubern. Ein Punkt fällt mittlerweile etwas negativ auf – Lynn Okamotos Charakterdesign wiederholt sich vor allem bei den weiblichen Figuren. Manchmal kann man Nebencharaktere, wie zum Beispiel Ryoutas Nachhilfeschülerin, nicht wirklich von den wichtigen Personen unterscheiden, da sich die Frisuren und auch die Gesichtszüge sehr ähneln. Es kann schon einmal passieren, dass der Betrachter stockt und für einen kurzen Moment bei der Frage zögert, wer in den Panels abgebildet ist. Neko bleibt dagegen mit ihren dunklen, langen Haaren außen vor. Trotzdem hinterlässt Okamotos Zeichenstil, was die Umgebung und Objekte angeht, immer noch eine konstante Leistung.

Wer sich bereits die ersten beiden Volumes zu Gemüte geführt hat, wird zukünftig auch bei den Folgebänden zuschlagen, weil die Handlung stetig an Spannung und Dramatik anzieht. Dementsprechend sollte Brynhildr in the Darkness nach wie vor von einem älteren Publikum gelesen werden, da so manche Kampfszenen ziemlich brutal gezeichnet und nichts für allzu schwache Nerven sind. Laut TOKYOPOP geht es im Juli 2014 mit dem vierten Band weiter. Das heißt, Nervenkitzel ist weiterhin angesagt. Wer sich für die Anime-Adaption interessiert, dem sei unser Preview zur ersten Episode ans Herz gelegt.

Wir bedanken uns herzlich bei TOKYOPOP für das Rezensionsexemplar zu Brynhildr in the Darkness, Band 3.

Details

Titel: Brynhildr in the Darkness Band 3
Originaltitel: 極黒のブリュンヒルデ (Gokukoku no Brynhildr, Vol. 3)
Mangaka: Lynn Okamoto
Erscheinungsjahr: 2012 (JP), 2014 (DE)
Verlag: SHUEISHA Inc. (JP), TOKYOPOP GmbH (DE)
Genre: Action, Drama, Ecchi, Mystery
Altersempfehlung: 18 Jahre
Preis: 6,95 €
Bestellen: ISBN-10: 3842009267

 

Gokukoku no Brynhildr © 2012 Lynn Okamoto, SHUEISHA Inc., Tokyo
Brynhildr in the Darkness © 2014 TOKYOPOP GmbH, Hamburg