Magical-Girl-Woche: Prinzessin Sakura

Beim Thema Magical Girl kommen dem Leser sicherlich auch Werke von Arina Tanemura in den Sinn. Neben Kamikaze Kaito Jeanne gehört beispielsweise auch Prinzessin Sakura zu diesem Genre. Tokyopop veröffentlichte die 13-bändige Historien-Romanze im deutschsprachigen Raum. Warum es sich lohnt, einen Blick in dieses Ribon-Projekt zu werfen, erfahrt ihr in folgenden Abschnitten.

Prinzessin Sakura ist die Enkelin der Mondprinzessin Kaguya. Diese kam ehemals auf die Erde, um die Menschen vor bösen Yoko zu beschützen. Als Mondprinzessin besitzt sie unendliches Leben und Unsterblichkeit, was jedoch auch Nachteile mit sich bringt. Aufgewachsen ist Sakura mit ihren Dienerinnen in den Bergen Izumis. Ihre Zofe Oumi und das magische Wesen Asagiri stehen ihr schon lange treu zur Seite. Seit ihrer Geburt ist sie mit dem kaiserlichen Prinzen Ora verlobt, der auch für ihren Unterhalt sorgt. Allerdings hat Sakura ihn noch nie getroffen. Gerade deshalb fühlt sich das Mädchen alleingelassen und behauptet, den Prinzen zu hassen.

Eines Tages soll Aoba, ein Abgesandter des Prinzen, sie zu dessen Schloss begleiten. Selbst die alte Byakuya bittet Sakura sich dem zu beugen und macht sie noch einmal auf das Versprechen aufmerksam, was Sakura ihr gab. Sie darf auf keinen Fall in den Vollmond schauen. Doch aus Trotz beschließt Sakura ihre eigenen Wege zu gehen und läuft davon. Während alle anderen nach ihr suchen, verläuft sie sich hilflos im Wald. Dann passiert was nicht hätte sein dürfen, sie schaut in den Vollmond. Siehe da, ein Yoko erscheint und hält Sakura für eine Prinzessin namens Kaguya. Wie sich später herausstellen wird, nicht grundlos. Sakura gerät in Gefahr und letztendlich nicht nur sie, Asagiri und Aoba ebenso. So kommt, was kommen muss, Sakuras bisher verborgene Mächte als Mondprinzessin Sakura erwachen …

Arina Tanemura gehört zu eine der bekanntesten Shojo-Mangaka weltweit. Ihre Anfangsmanga wurden im japanischen Magazin Ribon veröffentlicht, mittlerweile wechselte sie zur Bessatsu Margaret. 2008 debütierte Sakura-Hime Kaden (zu Deutsch Prinzessin Sakura) in Ersterem. Die Handlung von Prinzessin Sakura besteht aus einem Mix aus Shojo, Romantik, Dramatik und Melancholie. Zudem hat die Mangaka in Prinzessin Sakura gewisse Aspekte aus dem japanischen Märchen Kaguya-hime no Monogatari übernommen, in dem die Hauptfigur ebenso eine Prinzessin vom Mond ist und den Namen Kaguya trägt.

Die im japanischen Heian-Zeitalter (794 bis 1185) angesiedelte Handlung schreitet relativ schnell voran, wodurch die erste Spannung schon früh genommen wird. Dennoch baut sie sich durch neue Handlungsaspekte relativ schnell wieder auf. In fast jedem Kapitel findet man am Ende einen neugierig stimmenden Cliffhanger. Intrigante Aktionen und unvorhergesehene Ereignisse heben sowohl Sakuras Schicksal als Mondprinzessin als auch die hoffnungslose Liebe zwischen ihr und Prinz Ora deutlicher hervor. Selbst Nebenfiguren schenkt Tanemura jede Menge Aufmerksamkeit.

Nach wie vor bleibt die Mangaka zeichnerisch ihrem Stil treu. Vielleicht auch ein wenig zu treu, da man manchmal das Gefühl hat, man würde einen alten Bekannten wiedererkennen. Dennoch beweist sie mit ihrer feinen Strichsetzung Sinn fürs Detail. Ihre Artbooks sind hierbei besonders empfehlenswert. Eines zu Prinzessin Sakura existiert übrigens ebenso.

Arina Tanemuras Prinzessin Sakura bietet Spannung, Romantik sowie Dramatik und lässt das Herz eines jeden Shojo-Fans höher schlagen. Von daher spricht die Reihe hauptsächlich Mädchen an. Durch den historischen Schauplatz im Heian-Zeitalter kommen aber auch Freunde der japanischen Geschichte auf ihre Kosten. Mit viel Action sollte man nicht rechnen, denn trotz der Shojo-Einlagen konzentriert sich die Handlung in erster Linie auf die Schicksale der einzelnen Charaktere. Hierzulande ist Prinzessin Sakura vollständig bei Tokyopop erschienen.

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