KillerCon Steffi Holzer Lars Erbstößer Cover by Yaya-Chan und Fuku Anime House Ausschnitt
KillerCon © 2016 Anime House

Zur Leipziger Buchmesse/Manga-Comic-Con 2016 veröffentlicht Anime House den Kriminalroman KillerCon von Steffi Holzer und Lars Erbstößer.

Damit wagt sich der Publisher von vorrangig Animes erstmals ans Printmedium Buch heran. Anime House präsentiert mit KillerCon einen humorvollen Krimi unter dem Slogan »10.000 Besucher – 10.000 Verdächtige. Mord auf einer Anime-Convention.«, dessen Handlung tief in der Manga- und Anime-Szene verwurzelt spielt.

KillerCon Steffi Holzer Lars Erbstößer Cover by Yaya-Chan und Fuku Anime House
KillerCon © 2016 Anime House

Neben der Printversion soll es auch eine E-Book-Variante des Kriminalromans geben. Auf Facebook findet man eine offizielle Seite zum Buch, welche von Anime House betreut wird. Da erfährt man etwa, dass die Geschichte zu KillerCon zur Connichi 2014, welche unter dem Thema »Mörderjagd« stand, bereits geschrieben war.

Das Cover von KillerCon stammt von den beiden deutschen Zeichnerinnen Yaya-Chan (Spooky Ice) und Fuku (rootless), für welche die Illustration nicht die erste Zusammenarbeit darstellt. 2015 veröffentlichten sie das gemeinsame Artbook Sick & Disturbed.

Die Story von KillerCon wird mit folgenden Worten beschrieben:

»Die KiramekiCon ist eine der größten Anime-Conventions im deutschsprachigen Raum. Zehntausende Besucher, viele bunt kostümiert im sogenannten Cosplay, geben sich jedes Jahr hier ein Stelldichein. Dennoch steht das Fortbestehen der KiraCon auf dem Spiel, als erst einer der Organisatoren spurlos verschwindet und dann der Star einer Showgruppe auf der Bühne zusammenbricht. Obendrein findet das ohnehin schon gestresste Orga-Team auch noch die Leiche einer bekannten Cosplayerin – im Bauch ein Samurai-Schwert. Ist es zu Anfang noch undenkbar, dass jemand etwas gegen die Tote gehabt haben könnte, wird die Liste der Verdächtigen rasch länger. Denn hinter der verspielt-fröhlichen Fassade der Anime-Szene schwellt so mancher hässliche Konflikt … «

Die Autoren Steffi Holzer und Lars Erbstößer sind keine Frischlinge, sondern seit ca. 20 Jahren in der Manga- und Anime-Szene unterwegs. So arbeiteten sie früher für die Zeitschrift AnimaniA, bevor 2001 die MangasZene, zuerst unter dem Namen MangaZone (der später aus rechtlichen Gründen geändert werden musste), unter dem Verlag Erbstößer & Holzer startete. Die letzte reguläre Ausgabe erschien 2006. 2007 folgte noch ein Sonderheft. In dieser Zeit gründeten Holzer und Erbstößer mit weiteren Mitgliedern Ende 2002 das Label Anime House. Nähere Details zur Gründungsgeschichte des Publishers finden sich in einem Interview aus 2013.

fallenshadow
Passionierte Liebhaberin der deutschen Manga-Zeichner-Szene, Manga über Anime Stellerin, es darf auch mal ein amerikanischer Comic sein, Avocado Makis sind lecker, liebt Regentage, zu faul Haare schneiden zu lassen, Mathe ist easy, Tofu ist mein Fleisch

3 Kommentare

  1. Die Anime- und Manga-Szene wird wahrscheinlich super dargestellt, mir graut nur vor der Darstellung der Polizeiarbeit im Buch… xD

    • Sind wahrscheinlich nur Polizei-Cosplayer vor Ort xD
      Ich bin jedenfalls total gespannt, wie das Werk sein wird.

  2. Danke für den tollen Artikel! Wir haben natürlich recherchiert, damit sich möglichst keine Fehler in unsere Darstellung der Polizeiarbeit (oder anderswo) einschleichen, aber als Krimi fällt das Ganze letzten Endes in die Kategorie „Cosy Crime“ – es ist also kein „Police Procedural“, bei dem eine möglichst realistische Schilderung der Polizeiarbeit im Mittelpunkt steht. Und manche Elemente, die im Krimi Standard sind, sind natürlich in der Realität einfach Schwachsinn – das fängt bei der Einbeziehung von Laien in die Ermittlungen (gerade im Cosy-Subgenre) an und geht bis zu der gerade in US-Krimiserien so beliebten Szene, in der die Polizei aus einer unscharfen Aufnahme einer Überwachungskamera plötzlich winzigste Details, sogar mit Perspektivwechseln, herausholen kann. Wir haben uns zwar alle Mühe gegeben, solche „Klöpse“zu vermeiden, und ich glaube auch, es ist uns gelungen – aber falls uns doch was durchgerutscht sein sollte, würden wir uns freuen, wenn Ihr uns das wissen lasst. Selbst wenn wir es vielleicht nur in zukünftigen „Schreibereien“ berücksichtigen können.

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