Im September 2017 erschien der erste Band von David Fülekis neuem Shonen-Manga Demon Mind Game – einer deutschen Eigenproduktion aus dem Hause Tokyopop. Was die Geschichte zu bieten hat, dem gehen wir in diesem Artikel auf dem Grund.

Ein gefürchteter Schwertkämpfer namens Kamil hat es auf die Herausforderungen im Behemoth Dungeon abgesehen und schlachtet einen Dämon nach dem anderen ab. Auf der Suche nach dem Stärksten unter ihnen stößt der arrogante Typ schließlich auf Nio. Von diesem wird behauptet: Er sei der Mächtigste! Kamil fordert Nio heraus und boxt ihm ins Gesicht. Damit ist Nios Spezialtechnik aktiviert: Die MindGames können beginnen!

Nio besitzt die Fähigkeit, in den Verstand seiner Gegner einzudringen. Dort ist dieser König. Gelingt es Nio jedoch, die Schwäche seines Kontrahenten ausfindig zu machen, kann er das MindGame für sich entscheiden. Sofern Nio gewinnt, kann er seinem Gegner eine persönliche Gabe abknöpfen. In diesem Fall erlangt der Junge schließlich Kamils Schwertkampffähigkeit. Mit dem Sammeln von diversen Fähigkeiten verfolgt Nio im Behemoth Dungeon allerdings auch eigene Ziele. Ob es ihm wohl gelingen wird, den mächtigen Dämonenkaiser zu bezwingen?

Nach dem Abschluss der dreibändigen Reihe 78 Tage auf der Straße des Hasses im Januar 2016 folgte im September 2017 mit Demon Mind Game etwas Neues aus der Feder von David Füleki bei Tokyopop. Dieses Mal widmet sich der Zeichner dem Shonen-Genre. Der Startband kommt im Taschenbuchformat und wartet mit den ersten fünf Kapiteln der Geschichte auf. Des Weiteren dürfen sich Käufer auf ein Lesezeichen und vier Farbseiten freuen. Zum Startpreis von 4,95 EUR ist das Exemplar tatsächlich ein Schnäppchen.

Auf geht´s in die Gedankenwelt!

Anders als man es aus gewöhnlichen Shonen-Geschichten kennt, beginnt Demon Mind Game nicht mit der direkten Einführung des eigentlichen Helden der Story und dessen Motive. Stattdessen treibt eine hochnäsige menschliche Nebenfigur in einer dämonischen Gegend ihr Unwesen. David Füleki nimmt sich zu Beginn die Zeit, auf die Welt von Demon Mind Game und die vorherrschenden Regeln einzugehen. Dem Leser wird demnach genug Raum gelassen, erst mal in dieser Welt anzukommen.

Mit dem Auftauchen von Nio erhält der Protagonist nach und nach ein Profil. Füleki verrät nicht zu viel vorweg, sondern geht erst mal auf seine besondere Fähigkeit ein: das MindGame. Strategisch muss Nio die Schwachstelle seines Gegners finden, um dessen Gedanken zu beherrschen und als Sieger hervorzugehen. Eine Technik, die dem Autor viel Raum für Fantasie lässt, da es Nio nun mal mit Gegnern zu tun bekommt, die eine unterschiedliche Charakteristik und Schwäche besitzen – auch wenn ich Erklärungen, wie der Junge die jeweilige Schwäche ausfindig macht, teilweise etwas schwammig empfand.

Nach und nach treten weitere Details und Motive von Nio aber auch von weiteren Nebenfiguren zum Vorschein – darunter auch eine für mich überraschende Wendung bzgl. Nios wahrer Identität. Da die Dämonenwelt noch einige Geheimnisse parat hält und der Held der Geschichte nun mal das Ziel hat, den König der Dämonen zu besiegen, erzählt Füleki auf zügige, amüsante und dramatische Art die Abenteuer des Jungen in der Dämonenwelt.

Künstlerisch kreativ

David Füleki besitzt einen individuellen Zeichenstil in der deutschen Künstlerszene, der durchaus mit japanischen Shonen-Mangaka mithalten kann. Seine Charakterdesigns sind vielseitig gestaltet – es schaut eben keine Figur, wie die andere aus, und diese heben sich durch feine Details voneinander ab (beispielsweise mit Waffen, der Frisur, der Körpermasse oder extravaganter Kleidung).

Wo die Panels großteils mit vielen Schwarz-Weiß-Flächen auskommen, schenkt Füleki ab und zu aber auch den Kulissen und Hintergründen Detailverliebtheit, wodurch der Leser besser in die Welt von Demon Mind Game eintauchen kann.

Im Großen und Ganzen bietet der Startband von David Fülekis Demon Mind Game einen unterhaltsamen und abenteuerlichen Einstieg in den Shonen-Manga. Die Geschichte schreitet schnell voran, ist leicht nachvollziehbar aber spannend inszeniert. Über den Fakt, dass einiges eben doch nicht logisch dargeboten wird, kann man durchaus hinwegsehen. Schließlich schenkt jeder Fantasy-Titel sowohl dem Autor als auch dem Leser genug Freiraum für Eigeninterpretation. Künstlerisch kann sich das Werk ebenso sehen lassen. Shonen-Fans, die klassische Abenteuergeschichten mögen, sollten einen Blick in Demon Mind Game werfen.

Info

Tokyopop

Demon Mind Game, Band 1
Von: David Füleki
Verlag: Tokyopop
Verfügbar: 1+ Bände
Preis: 4,95 €
Genre: Action
Empfehlung: Alter 13+
ISBN: 978-3842036543
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© 2017 David Füleki/TOKYOPOP GmbH, a POP MEDIA HOLDINGScompany

Im September 2017 erschien der erste Band von David Fülekis neuem Shonen-Manga Demon Mind Game – einer deutschen Eigenproduktion aus dem Hause Tokyopop. Was die Geschichte zu bieten hat, dem gehen wir in diesem Artikel auf dem Grund. Ein gefürchteter Schwertkämpfer namens Kamil hat es auf die Herausforderungen im Behemoth Dungeon abgesehen und schlachtet einen Dämon nach dem anderen ab. Auf der Suche nach dem Stärksten unter ihnen stößt der arrogante Typ schließlich auf Nio. Von diesem wird behauptet: Er sei der Mächtigste! Kamil fordert Nio heraus und boxt ihm ins Gesicht. Damit ist Nios Spezialtechnik aktiviert: Die MindGames können…
Shonen-Fans, die klassische Abenteuergeschichten mögen, sollten einen Blick in Demon Mind Game werfen.

Demon Mind Game

Story - 85%
Charaktere - 80%
Zeichnung - 85%
Aufmachung - 85%

84%

Shonen-Fans, die klassische Abenteuergeschichten mögen, sollten einen Blick in Demon Mind Game werfen.

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1 KOMMENTAR

  1. Danke für den schönen Bericht eines Manga deutschen Ursprungs.
    Mir hat der erste Band von Demon sind Game sehr gut gefallen. Mit der Wertung geh ich durchaus mit, wobei ich eher 90% geben würde.
    Da ich selbst gern Logiklücken hunte, kann ich aber sagen, dass diese Geschichte so gut wie keine hat. Das ist sehr selten auch bei jap. Manga und Vorfällen mit so einer komplexen Story. Hut ab!

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