Gelesen: Übel Blatt, Band 7

Der im vorherigen Band begonnene Clash findet seinen Abschluss und jeder muss für sich entscheiden, wohin die Reise weiter geht. Unser sympathischer Heldenmörder schafft es mit seinem Charm und seiner Direktheit, jeden den er begegnet, zum Denken anzuregen. Somit dürfen wir gespannt sein, wie sich Elsaria, Ikfes und alle anderen letztendlich weiterentwickeln …

Worum geht es?

Nach Balesters Gräueltaten in Jullas-Abllas dominiert seine schwebende Festung den Himmel. Doch Gegenwehr ist schon in Sicht, denn Elsaria und die Militärgruppen lassen solch barbarisches Verhalten nicht auf sich sitzen. Während dessen suchen Ato und Keinzell nach einem Eingang in die Burg, die unter starkem Beschuss steht. Nachdem sich unser Heldenmörder nun dem zweiten seiner Ziele stellen konnte, betritt ein weiterer Widersacher die Bühne – denn Ikfes will sich ein für alle Mal mit dem Beherrscher der Schwarzen Schwingen messen!

Die Story

Als Heldenmörder verrufen, folgt Keinzell seinem Ruf und bringt einen weiteren Heldenverräter zur Strecke. Der Verlust seines ehemaligen Freundes kann er jedoch kaum verarbeiten, da stellt sich ihm eine neue Herausforderung. Diese überwindet der Schwertmeister natürlich mit bravur und zieht schnell von Dannen, damit Piepsi und Althea ihm nicht folgen können. Gemeinsam mit Altaria setzt sich das Frauenteam zusammen um Jullas-Abllas wieder zu einer freien, eigenständigen Stadt zu machen.

Die Charaktere

Ascheriit kommt seinem Ziel der Rache einen winzigen Schritt näher, wobei es ihn mehr in Trauer versetzt als es Befriedigung verschafft. Doch als der selbstsichere Ikfes ihm den Rückweg verstellt und einen Zweikampf fordert, strahlt der Schwertmeister wieder vor Zufriedenheit. Das Kapitel des weinerlichen und unsicheren Balesters wird mit einem kleinen Schwank in seine Vergangenheit auch abgeschlossen, wodurch einem sein Ableben glatt leidtut, obwohl seine Taten jedwedes Ende gerechtfertigt haben.

Zeichnung

Stilistisch bleibt der Band seinen Vorgängern treu und führt das düstere Fantasy-Epos fort. Balesters Ableben bleibt trotz all der Kämpfe jedoch die einzige blutige Szene und selbst Elsarias Bad lässt nicht so viel nackte Haut aufblitzen wie gewohnt. Gerade bei einem so großen Charakterpool ist es erfreulich, dass man jede Person und jedes mystische Wesen sauber voneinander unterschieden kann, wodurch selbst längst vergessene oder im Hintergrund gehaltene Personen bei einem erneuten Auftritt klar zur Geltung kommen.

Die Hintergründe und das allgemeine Setting in Übel Blatt wird weiterhin stark von Rasterfolie dominiert, was einen wunderbar passenden düsteren Touch verschafft. Mit der Panelaufteilung trifft das actiongeladene Epos mit den ruhigen und gefühlvollen Momenten sehr gut aufeinander.

Aufmachung

Die Farbseite am Anfang des Bandes wird diesmal von unserem weiblichen Trio Althea, Elsaria und Piepsi geschmückt, die ein beschwörtes Feuerwesen bewundern. Inhaltlich abgedeckt werden die neun Kapitel Keil, Balester I und II, Neues Schwert I – III, Fahne, Die Faust sowie Flamme. Zum Abschluss des Bandes erhalten wir über drei Seiten gestellt Informationen über Sklavenritter, deren Historie und aktuelles Befinden.

Fazit

Übel Blatt ist und bleibt ein Dark-Fantasy-Epos, das seinem Namen gerecht wird. Verschwörungen, Verrat und heimtückisches Verhalten bestimmen den spannenden Tagesablauf. Elsaria hat für sich nun die Entscheidung gefällt, wie sie mit dem seltsam sympathischen und gerecht handelnden Heldenmörder umzugehen hat. Und auch Ikfes sieht Keinzell nach deren Aufeinandertreffen mit ganz anderen Augen. Doch der besagte Schwertmeister verweilt nicht lange und zieht bereits weiter, um die noch fehlenden Fünf seiner Liste niederzustrecken …

Info

Übel Blatt, Band 7
Original Name: ユーベルブラット
Transkription: yuberu buratto
Von: Etorouji Shiono
Verlag: Kazé
Verfügbar: 17+ Bände
Preis: 6,95 €
Genre: Fantasy
Empfehlung: 16+
ISBN: 978-2-88921-5751